Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Ukraine - Die russische Metropole Sankt Petersburg ist nach Behördenangaben am Freitagmorgen Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden.

Eine Poseidon H10 Mittelstrecken-Drohne der ukrainischen 22. mechanisierten Brigade fliegt an der Frontlinie in der Nähe von Bachmut in der Region Donezk. (Archivbild)
Eine Poseidon H10 Mittelstrecken-Drohne der ukrainischen 22. mechanisierten Brigade fliegt an der Frontlinie in der Nähe von Bachmut in der Region Donezk. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Dabei sei in der Nähe der Stadt ein Lagerhaus in Brand gesetzt worden, erklärte der zuständige Gouverneur Alexander Drosdenko im Internet.

Aufnahmen lokaler Medien und auf Online-Plattformen zeigten eine große Rauchwolke über der historischen Stadt.

Nach Angaben von Gouverneur Drosdenko wurde Sankt Petersburg in der Nacht von mindestens 50 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Armee hatte zuletzt in Russland verstärkt auch Logistik- und Infrastruktur-Einrichtungen ins Visier genommen.

Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Damit will sie nach eigenen Angaben den Nachschub für die russischen Truppen bei ihrer Offensive in der Ukraine stören.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

24. Juli, 21.27 Uhr: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die ukrainische Bevölkerung vor einem neuen massiven russischen Raketenschlag gewarnt.

"Dieser Schlag kann bereits heute stattfinden. Nach vorläufigen Informationen soll er innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen", sagte der Staatschef in einer am Abend veröffentlichten Videoansprache.

Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Erst am Mittag tötete ein russischer Raketenschlag - laut Selenskyj auf eine Waffenausstellung - westlich von Kiew 10 Menschen und verletzte rund 100.

Erst am Mittag töteten russische Raketen zehn Menschen: Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) warnt nun vor einem neuen baldigen massiven Angriff.
Erst am Mittag töteten russische Raketen zehn Menschen: Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) warnt nun vor einem neuen baldigen massiven Angriff.  © Jens Büttner/dpa

24. Juli, 19.10 Uhr: Trump will kommende Woche Selenskyj empfangen

US-Präsident Donald Trump (80) will kommenden Dienstag Regierungskreisen zufolge den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) im Weißen Haus empfangen.

Ein entsprechender Besuch sei geplant, teilte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. 

Selenskyj hatte in einer Mitteilung eine anstehende Reise in die USA bestätigt. Details nannte er nicht. 

Zuletzt waren die US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs infolge des Konfliktes mit dem Iran in den Hintergrund geraten.

Am Donnerstag hatten die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen. 

24. Juli, 15.12 Uhr: Russische Raketen auf Kiew - Tote nach Bomben in Slowjansk

Das russische Militär hat erneut schwere Angriffe aus der Luft auf die Ukraine gestartet.

Im Umland von Kiew seien Dutzende Menschen bei einem Raketenangriff verletzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mit.

"Leider sind auch sechs Menschen ums Leben gekommen", schrieb er auf Telegram

In der frontnahen Stadt Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk töteten Gleitbomben mindestens fünf Menschen. 

24. Juli, 10.55 Uhr: Mehr als 570 ukrainische Drohnen abgewehrt

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 571 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt zu haben.

Die Zahlen sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Seit Monaten hat sie ihre Gegenangriffe auf russisches Gebiet vor allem mit Drohnen stark ausgeweitet.

24. Juli, 10.52 Uhr: Ukrainische Gegenangriffe treffen erneut Versandhändler

Die Ukraine hat Russland in der Nacht mit hunderten Drohnen angegriffen und dabei wieder den größten russischen Online-Versandhändler ins Visier genommen.

Der Gouverneur des Leningrader Gebiets um die Millionenmetropole St. Petersburg, Alexander Drosdenko, schrieb bei Telegram von 59 abgewehrten Drohnen. Infolge der Angriffe sei ein Brand auf dem Gelände des Online-Versandhändlers Wildberries im Dorf Nowossaratowka ausgebrochen. Drei Menschen seien verletzt worden. 

Auch ein Lager einer Geflügelfabrik in der Siedlung Sinjawino sei schwerbeschädigt worden. Im Raum St. Petersburg waren große Rauchsäulen zu sehen.

Brände sind nach Drohnenangriffen im Gebiet St. Petersburg ausgebrochen.
Brände sind nach Drohnenangriffen im Gebiet St. Petersburg ausgebrochen.  © --/dpa

24. Juli, 6.13 Uhr: Russische Schattenflotte - Öltanker verlässt Marseille nach Zahlung von Geldstrafe

Ein im südfranzösischen Marseille aufgetauchtes Schiff der russischen Schattenflotte ist nach französischen Angaben wieder ausgelaufen.

Der Öltanker "Deliver" habe die französischen Hoheitsgewässer nach Zahlung einer Geldstrafe wieder verlassen, teilten die französischen Behörden am Donnerstag mit. Am Vortag war die Reederei des Schiffes vom Landgericht Marseille zu einer Geldstrafe wegen "Flaggenverstoßes" verurteilt worden.

23. Juli, 22.25 Uhr: Bomben verletzen Dutzende in Saporischschja

Ein russischer Bombenangriff hat mindestens 25 Verletzte in der südukrainischen Großstadt Saporischschja gefordert.

Unter den Opfern seien auch sechs Minderjährige, darunter ein drei Monate altes Baby, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram. Seinen Angaben nach warf das russische Militär fünf Gleitbomben auf die Stadt ab und beschädigte dabei Wohnhäuser und eine private medizinische Einrichtung.

Immer wieder wird Saporischschja bombardiert. (Archivbild)
Immer wieder wird Saporischschja bombardiert. (Archivbild)  © Kateryna Klochko/AP/dpa

23. Juli, 21.07 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Bombenabwurf auf Slowjansk

Russische Gleitbomben haben mindestens 14 Menschen in der Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine verletzt. Sieben Wohnblocks seien beschädigt worden, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram. Demnach schlugen die beiden Gleitbomben in einem Wohnviertel der frontnahen Stadt ein.

Der Ballungsraum um Slowjansk und Kramatorsk ist der letzte große Festungsgürtel, den die ukrainischen Truppen in der Region Donezk unter ihrer Kontrolle halten.

Slowjansk wurde bereits mehrfach von den Russen getroffen. (Archivbild)
Slowjansk wurde bereits mehrfach von den Russen getroffen. (Archivbild)  © Ashley Chan/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

23. Juli, 18.44 Uhr: Ex-Verteidigungsminister will sein Amt zurück

Vor dem Hintergrund neu angekündigter Proteste besteht der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) auf seiner Rückkehr ins Amt.

"Heute gibt es im Staat nur drei Posten, außer auf dem Schlachtfeld, die den Kriegsverlauf real beeinflussen: der Präsident der Ukraine, der Verteidigungsminister und der Oberkommandierende der Streitkräfte", sagte Fedorow Journalisten. Er sei deshalb mit keinem anderen Amt als dem des Verteidigungsministers einverstanden.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz bestätigt, Fedorow mehrere Positionen angeboten zu haben, darunter die eines Vizeregierungschefs für militärische Innovationen. Fedorow wurde im Rahmen eines Regierungsumbaus vergangene Woche entlassen.

Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) will sein Amt zurück.
Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) will sein Amt zurück.  © Kay Nietfeld/dpa

23. Juli, 17.02 Uhr: Russischer Kampfjet bei Moskau abgestürzt

Ein russischer Kampfjet ist in der Nähe der Hauptstadt Moskau abgestürzt. Der Unfall sei kurz nach dem Start passiert, der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit.

"Das Flugzeug ist in unbewohnter Gegend abgestürzt, es gibt keine Zerstörungen am Boden", heißt es in der Mitteilung. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Maschine um eine der modernen Su-57.

Ein Kampfflugzeug des Typs Suchoi Su-57 ist abgestürzt. (Symbolbild)
Ein Kampfflugzeug des Typs Suchoi Su-57 ist abgestürzt. (Symbolbild)  © Pavel Golovkin/AP/dpa

23. Juli, 16.23 Uhr: Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken

Nach massenhaften ukrainischen Drohnenschlägen in Russland hat das ölreiche Kasachstan in Zentralasien nun eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben.

Das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossisjk. Die Verladestelle für das über die Kaspische Pipeline transportierte Öl war zuletzt wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

Kasachstan hat jetzt eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben. (Archivbild)
Kasachstan hat jetzt eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben. (Archivbild)  © Anatoly_Ustinenko/epa/dpa

23. Juli, 14.29 Uhr: Mehrere Tote nach russischen Bomben auf Pawlohrad

Bei russischen Bombenangriffen auf die Industriestadt Pawlohrad in der Ostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Gut ein Dutzend seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Angegriffen worden sei das Gelände eines Unternehmens. Verletzte habe es auch bei Attacken auf die Stadt Cherson in der Südukraine gegeben. Selenskyj forderte die westlichen Partnerstaaten erneut zur Lieferung von Flugabwehrraketen für das Patriot-System auf.

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto löschen Feuerwehrleute in der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk den Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.
Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto löschen Feuerwehrleute in der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk den Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

23. Juli, 14 Uhr: Schiffsverkehr in ukrainische Häfen eingestellt

Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen.

"Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner", sagte Agrarminister Taras Wyssozkyj gemäß der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Noch am Vortag hätten "vier bis fünf Schiffe" in ukrainischen Häfen angelegt.

Wyssozkyj machte demnach keine Angaben, ob das nur die Seehäfen betrifft oder auch der Schiffsverkehr zu den Donauhäfen eingestellt wurde.

Der Schiffsverkehr in ukrainische Häfen – wie etwa Odessa – ist eingestellt worden. (Archivbild)
Der Schiffsverkehr in ukrainische Häfen – wie etwa Odessa – ist eingestellt worden. (Archivbild)  © Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

23. Juli, 12.34 Uhr: Lawrow und Rubio sprachen über Krieg in der Ukraine

Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow (76) und Marco Rubio (55), haben bei einem Treffen in Manila über Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gesprochen.

Lawrow habe seinen US-Kollegen über die Lage an der Front aus russischer Sicht informiert und sich gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Demnach warf Lawrow auch den europäischen Staaten vor, mit einer Politik der Destabilisierung auf eine strategische Niederlage Russlands hinzuarbeiten.

Wie das Ministerium in Moskau weiter mitteilte, betonte Lawrow dabei erneut die Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges. Grundlage dafür müssten jene Vereinbarungen sein, denen Kremlchef Wladimir Putin (73) bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (80) voriges Jahr im August in Anchorage zugestimmt habe.

Am Donnerstag trafen Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, r.) und sein US-Kollege Marco Rubio (55) aufeinander.
Am Donnerstag trafen Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76, r.) und sein US-Kollege Marco Rubio (55) aufeinander.  © Brendan Smialowski/Pool AFP/AP/dpa

23. Juli, 12.09 Uhr: Tote in Russland und auf der Krim

Bei ukrainischen Gegenangriffen sind in Russland und auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach russischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Durch einen Drohnenangriff sei ein Brand in einem Wohnhaus in einem Vorort von Woronesch ausgebrochen, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Alexander Gussew, bei Telegram. Ein Dreijähriger sei dabei ums Leben gekommen. Seine Eltern wurden demnach verletzt.

Gussew sprach von einem weiteren Verletzten und Schäden am Gebäude eines Versandhändlers. Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen mehrfach Zentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries angegriffen.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: