Ukraine-Krieg: Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein
Ukraine - Nach der Beschlagnahmung eines ukrainischen Geldtransporters in Ungarn und der Festnahme von sieben Begleitern hat das ukrainische Außenministerium den ungarischen Botschafter einbestellt.
In einer Protestnote warf Kiew Budapest unter anderem Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention im Umgang mit ukrainischen Staatsbürgern vor, wie die Behörde mitteilte. Ungarn wird illegale Festnahme, Einschüchterung und übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen.
Die ungarische Polizei hatte in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter mit sieben Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen Sparkasse kurzzeitig festgesetzt und Geldwäschevorwürfe erhoben.
Trotz eines offiziellen Antrags sei ukrainischen Konsularbeamten kein Zugang zu den Festgenommenen gewährt worden, hieß es nun aus dem Kiewer Außenministerium.
Hintergrund des Skandals ist der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um Öllieferungen aus Russland.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
10.März, 6.06 Uhr: Trump und Putin haben über die Kriege im Iran und der Ukraine gesprochen
US-Präsident Donald Trump (49) und Kremlchef Wladimir Putin (73) haben über die Kriege im Iran und der Ukraine gesprochen.
Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit. Trump habe angerufen.
Putin habe Überlegungen für eine baldige politisch-diplomatische Lösung für den Iran-Krieg geäußert unter Berücksichtigung der Kontakte zu den Führungen der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und weiterer Staaten, hieß es von russischer Seite. Trump sagte wenig später über das Telefonat, Putin wolle im Krieg mit dem Iran hilfreich sein. "Ich sagte, du könntest noch hilfreicher sein, wenn du die Ukraine in Ordnung bringst."
Zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) und Putin herrsche enormer Hass, sagte Trump. Doch es sei ein sehr gutes Gespräch mit Putin gewesen.
10. März, 6.05 Uhr: Streit geht weiter - Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein
Nach der Beschlagnahmung eines ukrainischen Geldtransporters in Ungarn und der Festnahme von sieben Begleitern hat das ukrainische Außenministerium den ungarischen Botschafter einbestellt.
In einer Protestnote warf Kiew Budapest unter anderem Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention im Umgang mit ukrainischen Staatsbürgern vor, wie die Behörde mitteilte. Ungarn wird illegale Festnahme, Einschüchterung und übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen.
Die ungarische Polizei hatte in der vergangenen Woche zwei Geldtransporter mit sieben Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen Sparkasse kurzzeitig festgesetzt und Geldwäschevorwürfe erhoben. Trotz eines offiziellen Antrags sei ukrainischen Konsularbeamten kein Zugang zu den Festgenommenen gewährt worden, hieß es nun aus dem Kiewer Außenministerium.
10. März, 6.04 Uhr: Iran-Krieg verzögert Friedensgespräche zur Ukraine weiter
Aufgrund des Iran-Krieges ist eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraineverschoben worden.
"Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um den Iran", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken. Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. "Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format", fügte Selenskyj hinzu.
9. März, 21.37 Uhr: Putin spricht in Telefonat mit Trump über Ukraine
US-Präsident Donald Trump (79) und der russische Staatschef Wladimir Putin (73) haben am Montag nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Iran-Krieg und den Ukraine-Konflikt beraten. Putin habe eine "rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts" gefordert, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.
Zudem hätten die beiden Präsidenten über die "laufenden bilateralen Verhandlungen unter Beteiligung von Vertretern der Vereinigten Staaten zur Lösung der Ukraine-Frage" gesprochen. Der Kreml-Chef habe "die Vermittlungsbemühungen" Trumps im Ukraine-Konflikt "positiv bewertet", sagte Uschakow. Die bisherigen Gesprächsrunden zwischen Vertretern der USA, Russland und der Ukraine brachten allerdings noch keinen Durchbruch.
Washington habe um das Gespräch gebeten, fügte der Kreml-Berater hinzu. Das erste Telefonat zwischen Putin und Trump seit Dezember dauerte seinen Angaben zufolge rund eine Stunde.
8. März, 14.05 Uhr: Russische Drohne trifft besetzten Zug
Die Ukraine meldete neue russische Angriffe mit zwei Raketen vom Typ Iskander und 117 Drohnen.
Laut Behörden traf eine Drohne auch einen mit bis zu 200 Passagieren besetzten Zug auf der Strecke Kiew-Sumy. Niemand sei dabei verletzt worden, hieß es.
8. März, 14.02 Uhr: Russland meldet Schäden nach ukrainischen Angriffen
Die Ukraine hat bei Gegenangriffen im grenznahen russischen Gebiet Belgorod erneut Energieanlagen und im Gebiet Krasnodar ein Öldepot getroffen.
In Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow von schweren Schäden an der Energieinfrastruktur und Stromausfällen nach einem ukrainischen Raketenangriff. Es gebe auch Probleme bei der Wasser- und Wärmeversorgung.
In Armawir im Gebiet Krasnodar brach in einem Öllager nach einem Drohnenangriff ein Feuer auf einer Fläche von 700 Quadratmetern aus. Es gebe keine Verletzten, hieß es.
7. März, 14.45 Uhr: Russische Rakete trifft Haus in Charkiw – Tote und Verletzte
Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt.
Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens acht Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch eine Lehrerin und ihr Junge sowie eine weitere Frau und ihre 13 Jahre alte Tochter.
Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder und dann am Nachmittag noch einmal erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg.
7. März, 6.59 Uhr: Selenskyj warnt vor russischer Frühlingsoffensive
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt.
Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.
Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht.
6. März, 17.38 Uhr: Selenskyj besucht ostukrainische Region Donezk nahe der Front
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat nach eigenen Angaben am Freitag die umkämpfte Region Donezk im Osten der Ukraine besucht.
"Die Russen geben den Krieg nicht auf und bereiten hier in der Region Donezk eine Offensive für den Frühling vor", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. "Es ist wichtig, dass unsere Positionen stark sind", betonte er. Selenskyj veröffentlichte ein Video, das ihn offenbar in der Stadt Druschkiwa zeigte - etwa 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
6. März, 14.33 Uhr: EU-Kommission rügt Wortwahl Selenskyjs als inakzeptabel
Zwischen Ungarn und der Ukraine fliegen Beleidigungen hin und her. Nun hat die EU-Kommission von Ursula von der Leyen die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegen Ungarn scharf verurteilt.
"Eine solche Wortwahl ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", sagte ein Sprecher der Kommission in Brüssel. Ganz allgemein sei die "eskalierende und aufrührerische Rhetorik" von allen Seiten nicht hilfreich.
Im Streit über von Ungarn blockierte Finanzhilfen für die Ukraine hatte Selenskyj zuvor dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban offen gedroht. "Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden", sagte Selenskyj.
Von der Regierung in Budapest wurden die Äußerungen als Einschüchterungs- und Erpressungsversuch gesehen.
6. März, 12.42 Uhr: Ukraine und Russland tauschen weitere Kriegsgefangene
Innerhalb von zwei Tagen haben die Ukraine und Russland zum zweiten Mal Kriegsgefangene ausgetauscht.
"Weitere 300 Verteidiger kehren aus der russischen Gefangenschaft zurück", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Russland habe ebenfalls zwei ukrainische Zivilisten übergeben. Die zwischen 26 und 60 Jahre alten Militärs sind demnach zum Teil seit 2022 in Kriegsgefangenschaft gewesen.
6. März, 6.21 Uhr: Mindestens neun Verletzte nach Angriff in Sewastopol
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden.
Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei in der Hafenstadt Sewastopol von einer abgeschossenen Drohne schwer beschädigt worden, teilte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram mit.
Die nahe dem Haus abgestürzte Drohne sei mit Metallkugeln und Sprengstoff gefüllt gewesen, erklärte Raswoschajew weiter. Sechs der Verletzten, darunter auch drei Kinder, seien mit Schnittwunden in Krankenhäuser gebracht worden.
6. März, 5 Uhr: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. "Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen", betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei.
Der Finanzminister sprach von einer "Überbrückungsmaßnahme", die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.
5. März, 11.19 Uhr: Russland überzieht Ukraine mit Angriffen
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen.
Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mehrere Menschen durch russische Drohnenattacken verletzt. Demnach nahm die russische Armee Ortschaften im Landkreis Tschuhujiw ins Visier. Vier Personen seien verletzt worden, als eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses im Dorf Nowopokrowka einschlug, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer.
In Russland meldete der Gouverneur des Gebiets Saratow, Roman Bussargin, drei Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen. Er sagte aber nicht, wo genau. In Saratow an der Wolga gibt es eine Ölraffinerie und in deren Nähe einen großen Luftwaffenstützpunkt der russischen Streitkräfte.
5. März, 7.16 Uhr: Selenskyj sieht bisher keine Signale für neue Ukraine-Gespräche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) geht wegen der Lage im Nahen Osten von einer Pause in den Friedensgesprächen mit Russland unter US-Vermittlung aus.
"Aufgrund der Situation mit dem Iran sind die notwendigen Signale für ein trilaterales Treffen bislang noch nicht gekommen", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft.
Er hatte mit neuen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen Anfang März gerechnet. Nun sagte er, dass die "trilaterale diplomatische Arbeit" wieder aufgenommen werden solle, sobald "die Sicherheitslage und der allgemeine politische Kontext es uns erlauben". "Die Ukraine ist dazu bereit", sagte er.
4. März, 20.30 Uhr: Putin übergibt Budapests Außenminister zwei Kriegsgefangene
Kremlchef Wladimir Putin (73) lässt zwei Kriegsgefangene mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft frei und übergibt sie Budapests Außenminister Péter Szijjártó (47).
Die Männer seien in der Ukraine zwangsweise für den Fronteinsatz mobilisiert worden, sagte Putin bei dem Treffen in Moskau. "Sie können sie mitnehmen", antwortete er auf die im Fernsehen gezeigte Bitte Szijjártós, die Kriegsgefangenen freizulassen.
Putin sagte, dass sie mit im Flugzeug des Ministers nach Budapest reisen sollten. Der Ungar bedankte sich auf Russisch mit "Spassibo" (Danke).
3. März, 18.18 Uhr: Merz bekräftigt, dass Ukraine ihr Territorium bewahren muss
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (79) die europäischen Positionen zum Krieg in der Ukraine bekräftigt.
"Wir alle wollen diesen Krieg so schnell wie möglich beendet sehen", sagte der CDU-Vorsitzende im Weißen Haus in Washington. "Aber die Ukraine muss ihr Territorium und ihre Sicherheitsinteressen bewahren." Er werde mit Trump über das Thema reden, sagte Merz im Oval Office.
Merz ist zum dritten Mal bei Trump im Weißen Haus. Im Juni vergangenen Jahres absolvierte er seinen Antrittsbesuch. Dieser verlief ausgesprochen harmonisch.
3. März, 16.55 Uhr: Russlands Zentralbank klagt gegen EU wegen eingefrorenem Vermögen
Die russische Zentralbank verklagt die EU wegen der dauerhaften Festsetzung russischen Vermögens.
Die EU habe mit dem Schritt gegen ihre eigenen Regularien verstoßen, argumentiert die russische Zentralbank mit Sitz in Moskau in einer Mitteilung. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, man sei von der Rechtmäßigkeit der Maßnahme vollkommen überzeugt.
Die EU hatte im Dezember beschlossen, eine Rückübertragung von in der EU festgesetzten Mitteln nach Russland unbefristet zu verbieten. 25 der 27 Mitgliedstaaten stimmten damals dafür. Dagegen votierten nur Ungarn und die Slowakei. Nach EU-Angaben geht es um mehr als 200 Milliarden Euro.
3. März, 14.21 Uhr: Selenskyj sorgt sich um Nachschub für Ukraine
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran befürchtet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Probleme für sein eigenes Land im Krieg gegen Russland.
"Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen", sagte Selenskyj der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". "Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen, zum Beispiel Anti-Patriot-Raketen."
Der ukrainische Präsident verwies auf Erfahrungen während der Angriffe der USA und Israels auf den Iran im Juni vergangenen Jahres. Damals habe sich die Lieferung von Raketen an sein Land verzögert. "Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte." Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es "nicht zu einem langen Krieg" komme.
3. März, 6.54 Uhr: Kiew reklamiert Angriff auf russisches Ölterminal für sich
Die Ukraine hat einen Angriff auf ein Ölterminal im Hafen der russischen Stadt Noworossijsk für sich reklamiert.
Die ukrainische Armee erklärte am Montag im Onlinedienst Facebook, das Ölterminal Schescharis in Noworossijsk sowie den Marinestützpunkt in der Schwarzmeerstadt getroffen zu haben. Auf dem Gelände gebe es einen Großbrand, hieß es weiter.
Bei dem Angriff seien fünf Menschen verletzt worden, erklärte der Gouverneur der russischen Region Krasnodar, ohne das Ölterminal zu erwähnen. In Noworossijsk sei der Ausnahmezustand ausgerufen worden, fügte er hinzu.
Die Ukraine hatte das Ölterminal in Noworossijsk und ein nahegelegenes Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) bereits im November angegriffen. Beide Terminals sind ein wichtiger Teil der russischen Ölexportinfrastruktur.
2. März, 12.35 Uhr: Russland will weiter mit USA verhandeln
Moskau bleibt nach Kremlangaben ungeachtet seiner Kritik an den US-Angriffen auf den Iran offen für eine Vermittlerrolle Washingtons im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
"Wir schätzen weiterhin die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten sehr, vertrauen aber in erster Linie nur uns selbst", so Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland werde sich auch weiterhin ausschließlich von seinen eigenen Interessen leiten lassen, sagte er.
Unklar ist, ob wegen der Lage im Nahen Osten die von der Ukraine für Anfang März angekündigten trilateralen Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Bühne gehen können. Zuletzt hatte es in Genf solche Gespräche gegeben.
2. März, 8.04 Uhr: Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Fünf Menschen wurden in der russischen Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk offiziellen Angaben zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt.
Acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser seien bei der Attacke beschädigt worden, schrieb der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, bei Telegram. Er rief die Bürger dazu auf, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Die Behörden riefen in Noworossijsk den Notstand aus.
Derweil berichtete das unabhängige Portal "Astra" von einem Brand im Ölterminal Schechsaris im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es.
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.
Titelfoto: Friedemann Kohler/dpa
