Ukraine-Krieg: Kreml übt leichte Kritik an Trump

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Ukraine - Ukrainische Kampfdrohnen haben in der Nacht zwei Öldepots in Russland in Brand gesetzt.

Einmal mehr wurden auch russische Öltanker Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe.
Einmal mehr wurden auch russische Öltanker Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

"In der vergangenen Nacht ist in Twer infolge der Abwehr eines Drohnenangriffs ein Feuer in einem der Reservoirs der 'Ölbasis Twer' ausgebrochen", teilte der Gouverneur der Region, Witali Koroljow, russischen Nachrichtenagenturen zufolge mit.

Die Feuerwehr ist seinen Angaben nach noch beim Löschen. Zeitgleich ging auch in der südrussischen Region Stawropol ein Öldepot in Flammen auf. 

Der dortige Gouverneur Wladimir Wladimirow schrieb bei Telegram zunächst von einem Brand in einem nicht näher benannten Industrieobjekt der Ortschaft Wjasniki, wenige Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt.

Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland
Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Später räumte er ein, dass die Flammen sich ausgeweitet hätten. "Das Feuer hat die Reservoirs mit Brennstoff erreicht", teilte er mit. Aus Sicherheitsgründen müssten die anliegenden Straßenzüge evakuiert werden. 

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

9. Juli, 18.51 Uhr: Kreml übt leichte Kritik an Trump

Der Kreml hat US-Präsident Donald Trump (80) nach dessen Äußerungen auf dem Nato-Gipfel in Ankara eine Fehleinschätzung der Lage im Ukraine-Krieg vorgeworfen.

Trump ziele nicht auf eine Eskalation des Konflikts, bescheinigte ihm Kremlsprecher Dmitri Peskow (58). "Eher sehen wir einen Irrglauben im Weißen Haus in Bezug darauf, dass man mit Hilfe von Eskalation und militärischem Druck einen Ausweg zu einer friedlichen Lösung erzwingen kann", sagte Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. 

Grundsätzlich Neues hat der Gipfel nach Darstellung Peskows nicht gebracht. "Wir haben keine rosa Brille auf", sagte er. Die USA hätten auch schon vor dem Gipfel die Ukraine militärisch unterstützt. 

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) übt leichte Kritik am US-Präsidenten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) übt leichte Kritik am US-Präsidenten.  © Alexei Nikolsky/AP/dpa

9. Juli, 16.34 Uhr: Ukraine zu Nord Stream - Staatliche Stellen nicht verwickelt

Die Justiz in Kiew hat nach eigenen Angaben bislang keine Belege für eine Verwicklung staatlicher ukrainischer Stellen in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee 2022 gefunden.

Die Ermittlungen liefen aber weiter, und man arbeite dabei mit den zuständigen Stellen in Deutschland zusammen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. "Die Ukraine ist bereit, zur Aufklärung aller tatsächlichen Umstände beizutragen", hieß es.

7In Deutschland wurde Anfang Juli bekannt, dass Anklage gegen den inhaftierten ukrainischen Ex-Soldaten Serhij K. erhoben worden ist. Die Bundesanwaltschaft hält ihn für den Organisator der Sprengungen, die im September 2022 am Boden der Ostsee die zwei Erdgasleitungen zwischen Russland und Deutschland außer Gefecht setzten. Die Eröffnung eines Prozesses steht noch aus.

Nach aktuellem Ermittlungsstand sieht Kiew keine staatlichen Stellen des Landes in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verwickelt.
Nach aktuellem Ermittlungsstand sieht Kiew keine staatlichen Stellen des Landes in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verwickelt.  © -/Danish Defence Command/dpa

9. Juli, 11.27 Uhr: Trumps Patriot-Zusicherung hat große Signalwirkung

Der frühere Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, begrüßt die Zusicherung von US-Präsident Donald Trump (80), seinem Land die Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen zu geben.

"Die Signalwirkung ist sehr stark für uns, für die Russen, auch für die gesamte Welt, dass die Ukraine auch weiterhin so stark, so massiv unterstützt wird", sagte Melnyk im ZDF-"Morgenmagazin" mit Blick auf Trumps Ankündigung sowie beim Nato-Gipfel in Ankara versprochene neue Militärhilfen in Milliardenhöhe.

Als problematisch betrachtet der heutige ukrainische UN-Botschafter jedoch, dass es noch Monate oder gar Jahre dauern werde, bis die Ukraine die Abwehrraketen produzieren könne.

Dabei brauche man sie schon heute, betonte er. Der letzte Monat sei der tödlichste Monat überhaupt für die Zivilisten in der Ukraine gewesen: Fast 300 Menschen seien bei russischen Raketenbeschüssen getötet worden.

9. Juli, 10.10 Uhr: Russland bezeichnet NATO-Zusagen an die Ukraine als "unverantwortlich"

Russland hat am Mittwoch die von der NATO auf dem Gipfeltreffen in der Türkei gemachten Zusagen an die Ukraine – darunter Milliarden Euro an Verteidigungshilfe – als "unverantwortlich" bezeichnet und den europäischen Staaten zudem vorgeworfen, sich "auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland" vorzubereiten.

In einer Erklärung warf das Moskauer Außenministerium den Mitgliedsländern des Bündnisses "unverantwortliche Entscheidungen vor, die zu einer Katastrophe führen könnten" und die Konzentration auf die "Militarisierung des europäischen Kontinents".

Am Dienstag und Mittwoch fand in der Türkei der NATO-Gipfel statt.
Am Dienstag und Mittwoch fand in der Türkei der NATO-Gipfel statt.  © Ansgar Haase/dpa

8. Juli, 21.31 Uhr: Tote nach russischem Raketenschlag auf Odessa

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind mindestens vier Menschen bei einem russischen Raketenschlag getötet worden.

Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Millionenstadt, Serhij Lyssak, bei Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach nicht genannte Infrastruktur beschädigt. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor ballistischen russischen Raketen gewarnt.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Russland greift die Hafenstadt in der Südukraine erneut mit Raketen an. Infrastruktur wird beschädigt und es gibt Opfer.
Russland greift die Hafenstadt in der Südukraine erneut mit Raketen an. Infrastruktur wird beschädigt und es gibt Opfer.  © Michael Shtekel/AP/dpa

8. Juli, 21.30 Uhr: Mehrere Versprecher - Trump patzt bei Auftritt mit Selenskyj

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Presseauftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mehrere aufsehenerregende Versprecher geleistet.

Auf die Frage einer Journalistin sagte er am Rande des Nato-Gipfels in Ankara an einer Stelle, die "Islamische Republik Japan" habe 111 Raketen abgefeuert, obwohl er offensichtlich von der Islamischen Republik Iran sprechen wollte. Zudem bezeichnete der 80-Jährige das frühere internationale Atomabkommen mit dem Iran als JCPOC, obwohl dieses eigentlich JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) heißt.

8. Juli, 21.29 Uhr: Erst Krawall, dann Liebe - Trump mischt den Nato-Gipfel auf

Scharfe Attacken gegen Verbündete und ein erneuter Griff nach Grönland: US-Präsident Donald Trump hat seine europäischen Verbündeten beim Nato-Gipfel in Ankara öffentlich brüskiert.

Er kündigte am Rande des Treffens an, die Handelsbeziehungen mit Spanien wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg zu beenden und nannte das Land einen "furchtbaren Partner". Auch Deutschland zählte er zu den Ländern, die die USA im Stich gelassen hätten. 

8. Juli, 17.51 Uhr: Trump verwirft Moskau als Treffpunkt für Putin und Selenskyj

US-Präsident Donald Trump rechnet im Zusammenhang mit möglichen Friedensgesprächen Russlands und der Ukraine mit einem Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Bei einem Treffen mit Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels in Ankara sagte Trump, Putin habe als Ort für ein Treffen "idealerweise Moskau" vorgeschlagen. Er habe darauf erwidert: "Du wirst dich nicht in Moskau treffen – das funktioniert einfach nicht."

Er habe sich dabei in Selenskyjs Lage versetzt, sagte Trump weiter. Von Trump gefragt, ob er doch nach Moskau reisen würde, erwiderte der ukrainische Präsident: "Das ist schwierig. Es gibt viele ukrainische Drohnen dort." Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion immer wieder auch Ziele in der russischen Hauptstadt an.

Ein Treffen werde aber auf die eine oder andere Weise stattfinden, zeigte sich Trump überzeugt. "Etwas Positives wird passieren", sagte er.

Trump spricht über ein mögliches Treffen von Putin und Selenskyj sowie die Frage, ob er nach Kiew reisen würde – und kündigt "etwas Positives" an.
Trump spricht über ein mögliches Treffen von Putin und Selenskyj sowie die Frage, ob er nach Kiew reisen würde – und kündigt "etwas Positives" an.  © Alex Brandon/AP/dpa

8. Juli, 17.03 Uhr: Tote durch russische Drohnenangriffe in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind durch russische Drohnenangriffe im Laufe des Tages mindestens drei Menschen getötet worden.

Weitere zehn Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Am Ostufer der Stadt gab es demnach Einschläge in ein Hochhaus und unweit einer Gasverteilstation.

Bereits in der Nacht wurde die Dreimillionenstadt von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen. Am Mittwoch herrschte auch aufgrund ständiger russischer Drohnenanflüge mehr als sechs Stunden Luftalarm. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Nach Angriffen mit ballistischen Raketen lässt Russland die ukrainische Hauptstadt nicht zur Ruhe kommen. Ständig fliegen neue Drohnen in Richtung der Dreimillionenstadt. Und es gibt Tote.
Nach Angriffen mit ballistischen Raketen lässt Russland die ukrainische Hauptstadt nicht zur Ruhe kommen. Ständig fliegen neue Drohnen in Richtung der Dreimillionenstadt. Und es gibt Tote.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

8. Juli, 15.48 Uhr: Trump stellt Selenskyj Lizenz für Patriot- Produktion in Aussicht

US-Präsident Donald Trump (80) hat der Ukraine die Vergabe einer Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in Aussicht gestellt.

Eines der Themen, über die er mit ihm sprechen werde, sei, dass die USA der Ukraine eine Lizenz erteilen werden, um Patriots herzustellen, sagte Trump zu dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) vor einem Gespräch der beiden am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. "Das ist ziemlich cool." So könnte sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkkörper gebe. "Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen", fügte er hinzu.

Für Selenskyj ist diese Aussicht ein großer Erfolg. Mehrere Wochen lang hat er angesichts verheerender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen für eine eigene Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine und die Vergabe dieser Lizenz geworben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) und US-Präsident Donald Trump (80, r.) auf dem NATO-Gipfel in Ankara.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) und US-Präsident Donald Trump (80, r.) auf dem NATO-Gipfel in Ankara.  © Alex Brandon/AP/dpa

8. Juli, 15.21 Uhr: Nato-Staaten versprechen Ukraine bei Gipfel Milliardenbetrag

Die von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten.

Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht.

Die NATO-Staaten haben der Ukraine 70 Milliarden Euro zugesagt.
Die NATO-Staaten haben der Ukraine 70 Milliarden Euro zugesagt.  © Michael Kappeler/dpa

8. Juli, 13.40 Uhr: Kreml lobt Aufhebung der Sanktionen gegen russische Sportler

Der Kreml hat die vorläufige Aufhebung der Sanktionen gegen russische Athleten durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) begrüßt.

Die Kehrtwende sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der legitimen Rechte unserer Sportler auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben", kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Beschluss russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Moskau werde aber seine Arbeit fortsetzen, um die vollwertigen Rechte aller russischen Athleten auf internationaler Ebene zu erstreiten, fügte er hinzu. Zuvor hatte das IOC die bisher geltenden Beschränkungen für die Teilnahme von Russen an internationalen Wettbewerben auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 außer Kraft gesetzt.

Titelfoto: Alexei Nikolsky/AP/dpa

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