Ukraine-Krieg: London schickt Kiew 120.000 Drohnen für Abwehrkrieg

Ukraine - Die britische Regierung stellt der Ukraine für ihren Abwehrkrieg gegen Russland weitere 120.000 Drohnen zur Verfügung.

Drohnen spielen eine zunehmend bedeutende Rolle auf dem Schlachtfeld. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Das wolle der britische Verteidigungsminister John Healey (66) beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin heute verkünden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsangaben. 

Beim bislang größten britische Drohnenpaket handle es sich um weitreichende Angriffsdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen und solche mit maritimen Fähigkeiten, hieß es weiter. Viele davon werden demnach in Großbritannien produziert. 

"Dieser große Schwung an kampferprobten Drohnen wird den ukrainischen Streitkräften die Fähigkeiten verleihen, die sie brauchen, um ihr Volk zu verteidigen und die russische Aggression abzuwehren", sagte Healey PA zufolge. Drohnen spielen eine zunehmend bedeutende Rolle auf dem Schlachtfeld. 

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Erwartet werde auch, dass Finanzministerin Rachel Reeves 752 Millionen Britische Pfund (etwa 865 Millionen Euro) aus einem Milliarden-Hilfskredit für die Ukraine freigeben werde.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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15. April, 12.25 Uhr: Ukrainische Drohnen attackieren Chemiewerk tief in Russland

Über 1300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen angegriffen.

Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede.

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15. April, 10.41 Uhr: London schickt Kiew 120.000 Drohnen für Abwehrkrieg

Die britische Regierung stellt der Ukraine für ihren Abwehrkrieg gegen Russland weitere 120.000 Drohnen zur Verfügung.

Das wolle der britische Verteidigungsminister John Healey (66) beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin heute verkünden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsangaben. 

Beim bislang größten britische Drohnenpaket handle es sich um weitreichende Angriffsdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen und solche mit maritimen Fähigkeiten, hieß es weiter. Viele davon werden demnach in Großbritannien produziert. 

Der britische Verteidigungsminister John Healey (66). (Archivbild)  © Yui Mok/PA Wire/dpa

14. April, 21.50 Uhr: Achtjähriger durch russischen Drohnenangriff getötet

In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy ist nach Behördenangaben ein achtjähriger Junge durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden.

Weitere 14 Menschen seien verletzt worden, schrieb der Gouverneur Ihor Taburez bei Telegram. Vier Hochhäuser wurden demnach beschädigt.

Zuvor waren bereits bei einem russischen Raketenangriff auf die Industriestadt Dnipro nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 27 verletzt worden.

Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein Kind getötet worden. (Symbolbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

14. April, 13.47 Uhr: Deutschland finanziert hunderte Patriot-Raketen für Ukraine

Deutschland wird einen Vertrag der Ukraine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren.

Darüber hinaus sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin nach Regierungskonsultationen mit der Ukraine mit.

"Auch dieses Vorhaben wird von Deutschland finanziert und den Schutz kritischer Infrastrukturen und Städte erheblich verbessern", wurde dazu erklärt.

14. April, 13.37 Uhr: Ungarn soll blockierte EU-Ukrainehilfe rasch freigeben

Kanzler Friedrich Merz drängt nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar auf eine schnelle Freigabe des von dem Land bislang blockierten 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU für die Ukraine.

"Die Mittel für die militärische Unterstützung müssen jetzt rasch ausgezahlt werden", sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Die Ukraine brauche das Geld dringend. Die Ukraine werde ihre Verteidigung dann auch auf lange Sicht finanzieren können. "Russland sollte dies ernst nehmen", ergänzte er.

14. April, 13.27 Uhr: Deutschland und Ukraine bauen militärische Kooperation aus

Deutschland und die Ukraine bauen ihre Zusammenarbeit im militärischen Bereich weiter aus. Das haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin vereinbart.

Außerdem würden die bilateralen Beziehungen auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft angehoben, sagte Merz.

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine soll noch enger werden.  © Michael Kappeler/dpa

13. April, 20.07 Uhr: Osterwaffenruhe vorbei - Drohnen treffen Chemiewerk

Nach einer Waffenruhe über das orthodoxe Osterfest hat die ukrainische Armee mit Langstreckendrohnen eine Chemiefabrik im Norden Russlands beschossen.

Ziel sei ein Ammoniakwerk in Tscherepowez etwa 400 Kilometer nördlich von Moskau gewesen, schrieb der Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Die Fabrik stelle jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen Ammoniak, Salpeter und Salpetersäure her, die zur Produktion von Sprengstoff verwendet würden.

Auf russischer Seite bestätigte Bürgermeister Andrej Nakroschajew, dass es einen Angriff auf einen Industriebetrieb gegeben habe. Für die Stadt selbst habe keine Gefahr bestanden, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Tscherepowez liegt etwa 900 Kilometer von der Ukraineentfernt.

Ukrainische Drohnen sind nach Ablauf der Waffenruhe in einer russischen Chemiefabrik eingeschlagen. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. April, 15.32 Uhr: 16 Handlanger Russlands seit Anfang 2025 in Estland gefasst

Estlands Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben eine Rekordzahl von Personen festgenommen, die mit russischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben.

Seit Anfang 2025 seien 16 Kollaborateure aufgedeckt und ihre Aktivitäten unterbunden worden, sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde in Tallinn. Bei den meisten soll es sich demnach um Privatpersonen gehandelt haben, die nicht in einer staatlichen Institution des baltischen EU- und Nato-Landes arbeiteten und keinen Zugang zu sensiblen Informationen hatten.

13. April, 13.55 Uhr: Wahl in Ungarn beeinflusst Krieg in der Ukraine laut Kreml nicht

Die Wahlniederlage des moskaufreundlichen Regierungschefs Viktor Orban in Ungarn hat nach Angaben aus dem Kreml keinen Einfluss auf den weiteren Fortgang des Ukraine-Kriegs.

Seiner Ansicht nach habe das keine Auswirkungen auf die Perspektive des Konflikts, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Das sind wohl unterschiedliche Prozesse, daher sehe ich hier keinen Zusammenhang", betonte er. Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine.

13. April, 10.08 Uhr: Ukraine hebt Reisewarnung für Ungarn auf

Nach dem Wahlsieg des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar hat die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben.

"Der Wahlkampf, der leider von Manipulationen zur Ukraine geprägt war, liegt hinter uns", erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha gemäß einer Mitteilung. Damit seien die erhöhten Risiken für Provokationen entfallen, auf deren Grundlage die Reisewarnung ausgesprochen wurde.

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