Ukraine-Krieg: "Drohungen gegen Ziele in Deutschland" - Russischer Botschafter einbestellt

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Ukraine - Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. (Archivbild)
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine großangelegte russische Invasion. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram.

Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt entsprechend beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten.

Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens. Dieser war schon vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs.

Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom
Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

20. April, 16.44 Uhr: Botschafter einbestellt - "Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland"

Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin unter Verweis auf "direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland" einbestellt.

Diese seien "ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen", erklärte das Außenamt am Montag im Online-Dienst X.

Deutschland lasse sich aber "nicht einschüchtern", hieß es. Derartige Drohungen "und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland seien "vollkommen inakzeptabel".

Möglicherweise hat die Einbestellung mit einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums von vergangener Woche zu tun: Das Ministerium drohte darin, Unternehmen in Europa ins Visier zu nehmen, die Verbindungen zur Ukraine haben.

Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter am Montag einbestellt.
Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter am Montag einbestellt.  © Elisa Schu/dpa

20. April, 15.58 Uhr: Ermittler entdecken 45 verschleppte ukrainische Kinder

Internationale Ermittler haben gemeinsam mit Europol 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder identifiziert und aufgespürt.

Die Kinder seien vermutlich gewaltsam in die besetzten Gebiete der Ukraine, nach Russland oder Belarus verschleppt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die Informationen seien den ukrainischen Behörden übergeben worden.

Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen.

Die Experten hatten online in digitalen Quellen und mit Gesichtserkennung versucht, die Kinder zu finden. Grundlage sind etwa Kinderfotos der Eltern. Es seien unter anderem auch Transportrouten ermittelt worden sowie Militäreinheiten, die an der Deportation beteiligt waren. Es ist die dritte internationale digitale Suchaktion von Europol zu den verschleppten Kindern der Ukraine.

Laut Europol wurden 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder aufgespürt.
Laut Europol wurden 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder aufgespürt.  © Jerry Lampen/ANP/dpa

20. April, 15.56 Uhr: Ranghoher ukrainischer Militär bei Drohnenangriff verletzt

In der Ukraine hat ein wichtiger Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach eigenen Angaben einen russischen Drohnenangriff nur knapp überlebt.

Der Drohneneinschlag habe sein Haus zerstört, teilte Serhij Beskrestnow mit. "Mich hat es getroffen, aber das Wichtigste: Wie durch ein Wunder bin ich am Leben", schrieb er. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich aus dem Krankenhaus.

Der 51-jährige Beskrestnow gilt als Spezialist für militärische Funktechnologien. Seit Kriegsbeginn ist er an der Front in den Bereichen Funk, elektronische Kriegsführung und Aufklärung aktiv - und damit auch für den Drohnenkampf. Im Januar 2026 wurde er von Verteidigungsminister Fedorow zu dessen Berater auf dem Gebiet ernannt.

20. April, 7.57 Uhr: Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff – ein Toter

Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb Gouverneur Weniamin Kondratjew auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens.

Mindestens ein Mensch ist bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ums Leben gekommen. (Archivbild)
Mindestens ein Mensch ist bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

19. April, 17.59 Uhr: Chef der Patrouillenpolizei tritt nach "beschämendem" Vorfall zurück

Nach dem Davonlaufen zweier Polizisten bei einer Schießerei hat der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, die Verantwortung übernommen.

"Als kampferfahrener Offizier habe ich beschlossen, meinen Rücktritt von meinem derzeitigen Amt einzureichen. Ich halte das für richtig", sagte der Polizeigeneral bei einer Pressekonferenz in Kiew. Die beiden Streifenpolizisten haben ihm zufolge "unprofessionell und unwürdig" gehandelt. Es sei ein "sehr beschämender Vorfall".

Weil zwei seiner Einsatzkräfte bei einer Schießerei am Samstag davongelaufen sind, hat sich der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei zum Rücktritt entschieden.
Weil zwei seiner Einsatzkräfte bei einer Schießerei am Samstag davongelaufen sind, hat sich der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei zum Rücktritt entschieden.  © Dan Bashakov/AP/dpa

19. April, 13.52 Uhr: Verhalten der Polizei nach Schüssen in Kiew wirft Fragen auf

Einen Tag nach tödlichen Schüssen in Kiew laufen die Ermittlungen nicht nur zu den Hintergründen der Tat, sondern auch zum Verhalten der Polizei.

Innenminister Ihor Klymenko (53) kündigte die Einleitung eines Dienstaufsichtsverfahrens an. "Dienen und schützen ist nicht nur eine Losung", schrieb er auf Telegram. Dies müsse mit Professionalität einhergehen – gerade in kritischen Situationen, wenn das Leben von Menschen auf dem Spiel stehe. Hintergrund der Kritik ist offenbar ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert.

Zu sehen sind zwei Polizisten, die bei einem kleinen Jungen stehen, bei den ersten Schüssen aber einfach weglaufen und das Kind allein lassen. Der Junge flieht kurz darauf auch und kann entkommen. Allerdings trifft es in dem von Augenzeugen aufgenommenen Video einen Mann, der unmittelbar neben dem Jungen vor den Schüssen davonläuft.

19. April, 13.50 Uhr: Raketeneinschlag in Südrussland

In der südrussischen Hafenstadt Taganrog sind nach offiziellen Angaben bei einem Raketenangriff der Ukraine drei Menschen verletzt worden.

Zudem sei ein Brand in einem Lagerhaus ausgebrochen, schrieb der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar beim russischen Messenger-Dienst Max. Im Netz wurden derweil Bilder und Fotos von Bränden verbreitet, die von einer Rüstungsfabrik stammen sollen, wo unter anderem Drohnen und Drohnenteile produziert werden.

19. April, 13.46 Uhr: Drohnenangriffe auf Ukraine

Bei schweren Drohnenangriffen des Moskauer Militärs sind in der Ukraine erneut Zivilisten zu Schaden gekommen.

In der Region Tschernihiw nördlich von Kiew sei ein 16-Jähriger durch Drohnenbeschuss getötet worden, teilte Gouverneur Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. "Vier Personen wurden verletzt, drei Frauen und ein Mann", schrieb er weiter. Seinen Angaben nach wurden sieben private Wohnhäuser beschädigt - drei davon brannten völlig aus. Zudem traf es ein Verwaltungs- und ein Schulgebäude sowie zwei Autos.

Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr hat das russische Militär bei den nächtlichen Angriffen insgesamt 236 Drohnen eingesetzt. Obwohl die Mehrzahl der Flugobjekte abgefangen werden konnte, gab es Einschläge an 18 Orten. In der südukrainischen Stadt Cherson traf es dabei ein Taxi; ein 41-Jähriger wurde verletzt. Im zentralukrainischen Poltawa wurde eine Lokomotive zerstört. Verletzte habe es hier glücklicherweise nicht gegeben, schrieb Gouverneur Witali Djakiwnytsch.

18. April, 19.18 Uhr: Mann erschießt mindestens fünf Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter

Bei einem Schusswaffenangriff sind am Samstag sechs Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ums Leben gekommen.

Neun weitere Personen seien verletzt worden, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko (54) auf Telegram. Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sprach den Angehörigen in einer Videobotschaft sein Beileid aus. Polizei und Geheimdienst seien dabei, die Hintergründe der Tat zu ermitteln. Laut Selenskyj sind sogar 14 Menschen verletzt worden. Die Zahl könne noch steigen.

Nach Angaben des ukrainischen Innenministers Ihor Klymenko (53) hatte der Täter vier Geiseln in einem Supermarkt genommen und auf Polizisten geschossen, als diese ihn stellen wollten. Er sei dann durch Spezialeinheiten bei dem Festnahmeversuch getötet worden. Laut Generalstaatsanwaltschaft handelte es sich um einen gebürtigen Moskauer, der jedoch Medien zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft besaß und lange im Donbass gelebt hat.

Berichten zufolge hatte der Mann im Stadtbezirk Demijiwka mit einem halbautomatischen Gewehr auf Passanten geschossen. Als die Polizei die Verfolgung aufnahm, flüchtete er demnach in einen Supermarkt. Versuche, Kontakt mit dem etwa 60-Jährigen aufzunehmen, sind nach Angaben Klymenkos gescheitert. Daher sei das Geschäft gestürmt worden.

Spezialkräfte der Kiewer Polizei haben am Samstag einen Angreifer in der Stadt getötet.
Spezialkräfte der Kiewer Polizei haben am Samstag einen Angreifer in der Stadt getötet.  © Friedemann Kohler/dpa

18. April, 7.03 Uhr: USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl.

Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte. Die USA versuchen damit erneut, globale Energiemärkte zu beruhigen.

Titelfoto: Elisa Schu/dpa

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