Ukraine-Krieg: Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

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Ukraine - Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden.

Nach einem russischen Angriff steigt Rauch über Kiew auf.
Nach einem russischen Angriff steigt Rauch über Kiew auf.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Dutzende Explosionen, die teils von eingesetzten Flugabwehrraketen stammen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete.

Bürgermeister Vitali Klitschko (54) informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Mindestens sieben Menschen seien verletzt worden.

Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

19. Juli, 13.59 Uhr: Ukrainische Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

Die Ukraine hat mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land ausgelöst.

In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte nur, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten.

Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)
Die Ukraine hat mit Gegenschlägen im russischen Angriffskrieg mehrere Ölanlagen getroffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

19. Juli, 11.56 Uhr: Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew - Opfer

Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt.

Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem "der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew" sowie von einem Toten und 16 Verletzten. 

"Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

18. Juli, 22.27 Uhr: Selenskyj verspricht Demonstranten Entscheidungen zur Armee

Vor dem Hintergrund anhaltender Proteste gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35) hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) Gespräche mit Militärs geführt.

"Natürlich höre ich, was die Leute sagen", versicherte der Staatschef in einer Videoansprache. Dabei habe er auch "lange" mit Fedorow und ebenso mit Armeechef Olexander Syrskyj (61) gesprochen. "Entscheidungen bezüglich der Armee werden ausgearbeitet", versprach Selenskyj, ohne Details zu nennen.

Parallel dazu demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten den dritten Tag in Folge wieder mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Die Hauptforderung war dabei aber inzwischen eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Ein Konflikt zwischen Syrskyj und Fedorow gilt als Hintergrund für den von Selenskyj vorgenommenen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums.

Demonstranten beklagen die Entlassung des Verteidigungsministers Fedorow.
Demonstranten beklagen die Entlassung des Verteidigungsministers Fedorow.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

18. Juli, 19.32 Uhr: Tote nach russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk

Bei russischen Bombenangriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen getötet worden.

Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Die russische Luftwaffe habe drei Gleitbomben abgeworfen. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner ein weiteres Mal zur Flucht aus den frontnahen Gebieten auf. Kramatorsk ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Bei Bombenangriffen auf Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)
Bei Bombenangriffen auf Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire/dpa

18. Juli, 14.14 Uhr: Selenskyj - Schläge sind Antwort auf russische Angriffe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) veröffentlichte einmal mehr bei Telegram ein Video, auf dem schwarze Rauchsäulen am blauen Himmel zu sehen sind - sowie eine fliegende Drohne und Feuer.

Getroffen worden seien die beiden wichtigen Logistikzentren in den Gebieten Moskau und Tambow, 500 und 700 Kilometer von der ukrainischen Frontlinie entfernt, sagte er. In den Zentren seien mit westlichen Sanktionen belegte Bauteile für Drohnen und Navigationsausrüstung gelagert gewesen, behauptete er.

Bei den Angriffen handele sich um eine Antwort auf die russischen Angriffe gegen ukrainische Infrastruktur, sagte Selenskyj.

18. Juli, 14.09 Uhr: Russisches Verteilzentrum in Flammen

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Ein Verteilzentrum ging in Flammen auf.

Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow bei Telegram mit. Es gebe auch 25 Verletzte. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von der Hauptstadt Moskau entfernt.

Im Moskauer Gebiet gab es laut Behörden auch mindestens einen Toten sowie Dutzende Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe. Das Ermittlungskomitee warf den ukrainischen Streitkräften Terroranschläge gegen zivile Einrichtungen vor. Die Behörde leitete ein Strafverfahren ein.

18. Juli, 14 Uhr: Kiews Drohnentruppen - Moskau verlegt Einheiten von der Front

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen.

Damit steige die Gesamtzahl der im Schwarzen Meer und dem benachbarten Asowschen Meer beschossenen Schiffe auf 172, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. In der Nacht zum Samstag seien acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen worden. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht überprüfbar.

18. Juli, 13.58 Uhr: Frachter bei russischem Raketenangriff auf Odessa beschädigt

Bei russischen Raketenangriffen auf das südukrainische Gebiet Odessa ist ein Frachtschiff beschädigt worden.

Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Das Schiff ist demnach unter der Flagge der Marschallinseln gefahren. Zuvor sei auch "industrielle Infrastruktur" angegriffen worden. Den Angaben nach wurden dabei ein Verwaltungs- und ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt.

17. Juli, 21.28 Uhr: Demos in der Ukraine für entlassenen Minister gehen weiter

In Kiew und anderen Städten der Ukraine gibt es den dritten Tag in Folge Proteste gegen die Personalpolitik von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete.

Viele verlangten auch eine Entlassung des Oberkommandierenden der Armee, Olexander Syrskyj. Gemeinsames Zeichen der Proteste waren die Losungen auf braunen Papptafeln.

Proteste in Kiew nach Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35).
Proteste in Kiew nach Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35).  © Mykola Tys/AP/dpa

17. Juli, 18.19 Uhr: Tote auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff

Auf der von Russland bereits 2014 annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach russischen Angaben mindestens zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden.

Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte regionale Verwaltungschef, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Der Angriff fand demnach im Nordteil der Krim statt. Diese Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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