Mitten im Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Reform der Armee an

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Ukraine - Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion zur Wehr setzt, greift bewusst neben militärischen Objekten auch Anlagen der russischen Ölindustrie an.

Um Kremlchef Wladimir Putin (73) seine Kriegsfinanzierung zu erschweren, attackiert die Ukraine auch russische Öl-Anlagen.
Um Kremlchef Wladimir Putin (73) seine Kriegsfinanzierung zu erschweren, attackiert die Ukraine auch russische Öl-Anlagen.  © Sergey Bobylev/Kremlin/dpa

Dadurch sind bereits schwere Schäden verursacht worden. Kremlchef Wladimir Putin (73) beklagte zuletzt in einer Sitzung, dass solche Angriffe potenziell umweltgefährlich sein, beharrte allerdings darauf, dass die Behörden die Lage unter Kontrolle hätten und keine Gefahr bestehe.

Dabei sind selbst offiziellen Angaben nach die Verschmutzungswerte der Luft stark überhöht und ein Teil des Öls ist ausgelaufen und ins Meer gelangt.

Die Ukraine will mit den Angriffen der russischen Armee die Treibstoffversorgung erschweren, andererseits dem Kreml die Kriegsfinanzierung insgesamt.

Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine
Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

1. Mai, 18.15 Uhr: Mitten im Krieg - Selenskyj kündigt Reform der Armee an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt.

"Ich habe die Aufgabe gestellt, die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen", teilte der Staatschef bei Telegram mit. Dabei sollen vor allem die Zahlungen bei Kampfeinsätzen erhöht und entsprechende Erfahrungen stärker berücksichtigt werden. Der Sold im Hinterland soll um fast 50 Prozent auf umgerechnet knapp 400 Euro steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte er mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge von etwas über 1900 Euro in Aussicht.

Wie die erhöhten Ausgaben finanziert werden sollen, erklärte Selenskyj nicht. Im April hatte die Europäische Union allerdings einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kiew mit dem Geld nun erstmals direkt die Armee finanzieren.

Wolodymyr Selenskyj (48) hat im laufenden Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. (Archivbild)
Wolodymyr Selenskyj (48) hat im laufenden Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

1. Mai, 15.53 Uhr: Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine

In der westukrainischen Großstadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt worden.

"Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt", teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.

1. Mai, 15.52 Uhr: Selenskyj - Drohnenangriffe kosten Russland Milliarden Euro

Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt.

"Durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen", zählte Selenskyj bei Telegram auf. Dabei hätten die Attacken im April ein neues Niveau erreicht, schrieb er.

Drohnen würden inzwischen nicht nur weiter fliegen als je zuvor, sondern auch die Intensität der Angriffe sei auf Rekordlevel. Das wiederum führe zum stärksten Schrumpfen der russischen Gewinne aus der Ölindustrie seit Kriegsbeginn, zeigte sich Selenskyj überzeugt.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sollen ukrainische Drohnenangriffe seit Jahresbeginn der russischen Ölindustrie Schäden von mindestens sechs Milliarden Euro verursacht haben.
Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sollen ukrainische Drohnenangriffe seit Jahresbeginn der russischen Ölindustrie Schäden von mindestens sechs Milliarden Euro verursacht haben.  © Uncredited/AP/dpa

1. Mai, 12.21 Uhr: Mehr russische Drohnenangriffe auf Ukraine im April als je zuvor

Die russische Armee hat die Ukraine im April mit der größten monatlichen Anzahl an Drohnen seit Kriegsbeginn angegriffen.

Im vergangenen Monat setzte Russland mindestens 6583 Drohnen mit hoher Reichweite in der Ukraine ein, wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage täglicher Berichte der ukrainischen Luftwaffe zeigte. Dies stellte einen Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem Vormonat März dar.

Die ukrainische Luftwaffe fing eigenen Angaben zufolge fast 88 Prozent der russischen Drohnen und Raketen ab. Dennoch verursachten die Angriffe im April viele zivile Opfer, auch weitab der Front. Die meisten Angriffe fanden nachts statt, zuletzt belegten die Daten aber auch einen Anstieg der Attacken am helllichten Tag.

1. Mai, 8.38 Uhr: Kiew lässt erneut Ölterminal am Schwarzen Meer attackieren

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer offiziellen Angaben zufolge erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst.

Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Demnach sind mehr als 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos.

In der russischen Hafenstadt Tuapse ist erneut ein Ölterminal von der ukrainischen Armee angegriffen worden. (Archivbild)
In der russischen Hafenstadt Tuapse ist erneut ein Ölterminal von der ukrainischen Armee angegriffen worden. (Archivbild)  © Uncredited/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

1. Mai, 8.31 Uhr: Behörden melden zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Grenzregion Belgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind Behördenangaben zufolge zwei Menschen getötet worden.

Im Zuge des Angriffs in der Nacht zum Freitag seien zwei junge Männer auf einem Motorrad getroffen worden, erklärte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die beiden Männer im Alter von 18 und 15 Jahren seien noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen.

30. April, 16.07 Uhr: Trump attackiert Merz erneut

Auf der Plattform Truth Social hat US-Präsident Donald Trump (79) den Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) erneut verbal attackiert.

Trump schreibt, "der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er bislang völlig wirkungslos geblieben ist!) und sein angeschlagenes Land wieder in Ordnung zu bringen, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Energie, und weniger Zeit darauf, sich in die Bemühungen derjenigen einzumischen, die die nukleare Bedrohung durch den Iran beseitigen und damit die Welt, einschließlich Deutschland, zu einem sichereren Ort machen!"

Auf seiner Plattform Truth Social schoß US-Präsident Donald Trump erneut gegen Bundeskanzler Friedrich Merz.
Auf seiner Plattform Truth Social schoß US-Präsident Donald Trump erneut gegen Bundeskanzler Friedrich Merz.  © Kay Nietfeld/dpa

30. April, 14.23 Uhr: Medwedew nennt Zahl neuer russischer Frontsoldaten

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des früheren Präsidenten Dmitri Medwedew in den ersten vier Monaten 127.000 weitere Vertragssoldaten für den Krieg in der Ukraine rekrutiert.

"Weitere 10.000 haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligenbataillonen geschlossen", sagte der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch einflussreiche Medwedew bei einem Bildungsforum in Moskau. Im Gesamtjahr 2025 waren es seinen Angaben zufolge 450.000 Kämpfer.

Laut Medwedew ist der Patriotismus der Russen die Quelle für den anhaltenden Zufluss von Soldaten für den Krieg in der Ukraine. Dabei zahlen einzelne Regionen in Russland inzwischen Rekordprämien, um weitere Männer für den Krieg zu gewinnen.

29. April, 22.08 Uhr: Putin nach Telefonat mit Trump offen für kurze Waffenruhe

Kremlchef Wladimir Putin (73) und US-Präsident Donald Trump (79) haben in einem Telefonat über eine befristete Waffenruhe im Ukraine-Krieg gesprochen.

Putin sei bereit zu einer Feuerpause während der Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken, sagte der außenpolitische Berater des Kremlchefs, Juri Uschakow. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

Weiter sagte Uschakow, das Gespräch sei offen und sachlich gewesen und habe auf russische Initiative stattgefunden. Trump sagte im Weißen Haus, er habe Putin in einem "langen", "guten" Gespräch eine Waffenruhe nahegelegt - "und ich glaube, er könnte das tun".

Kremlchef Putin (73, l.) und US-Präsident Trump (79) telefonierten erneut. (Archivbild)
Kremlchef Putin (73, l.) und US-Präsident Trump (79) telefonierten erneut. (Archivbild)  © Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

29. April, 22.07 Uhr: Drei Tote nach ukrainischem Angriff in Russland

Bei einem ukrainischen Angriff sind örtlichen Behörden zufolge drei Frauen im russischen Grenzgebiet Belgorod getötet worden.

Acht weitere seien verletzt worden, schrieb Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Ein Bus sei im Dorf Wosnessenowka im Kreis Schebekino nahe der Grenze zur Ukraine getroffen worden.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: