Ukraine-Krieg: Putin spricht in Telefonat mit Trump über Ukraine

Ukraine - Aufgrund des Iran-Krieges ist eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraine verschoben worden.

Laut Wolodymyr Selenskyj (48) nutzt Russland den Iran-Krieg zu seinen Gunsten aus.
Laut Wolodymyr Selenskyj (48) nutzt Russland den Iran-Krieg zu seinen Gunsten aus.  © -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

"Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um den Iran", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken.

Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. "Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format", fügte Selenskyj hinzu.

Russland warf er vor, die Situation im Nahen Osten zu seinen Gunsten auszunutzen. Moskau versuche eine "zweite Front gegen die Ukraine und den ganzen Westen" zu errichten.

Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom
Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

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9. März, 21.37 Uhr: Putin spricht in Telefonat mit Trump über Ukraine

US-Präsident Donald Trump (79) und der russische Staatschef Wladimir Putin (73) haben am Montag nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Iran-Krieg und den Ukraine-Konflikt beraten. Putin habe eine "rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts" gefordert, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.

Zudem hätten die beiden Präsidenten über die "laufenden bilateralen Verhandlungen unter Beteiligung von Vertretern der Vereinigten Staaten zur Lösung der Ukraine-Frage" gesprochen. Der Kreml-Chef habe "die Vermittlungsbemühungen" Trumps im Ukraine-Konflikt "positiv bewertet", sagte Uschakow. Die bisherigen Gesprächsrunden zwischen Vertretern der USA, Russland und der Ukraine brachten allerdings noch keinen Durchbruch.

Washington habe um das Gespräch gebeten, fügte der Kreml-Berater hinzu. Das erste Telefonat zwischen Putin und Trump seit Dezember dauerte seinen Angaben zufolge rund eine Stunde.

Der russische Staatschef Wladimir Putin (73) hat die "Vermittlungsbemühungen" Trumps gelobt.
Der russische Staatschef Wladimir Putin (73) hat die "Vermittlungsbemühungen" Trumps gelobt.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

8. März, 14.05 Uhr: Russische Drohne trifft besetzten Zug

Die Ukraine meldete neue russische Angriffe mit zwei Raketen vom Typ Iskander und 117 Drohnen.

Laut Behörden traf eine Drohne auch einen mit bis zu 200 Passagieren besetzten Zug auf der Strecke Kiew-Sumy. Niemand sei dabei verletzt worden, hieß es.

8. März, 14.02 Uhr: Russland meldet Schäden nach ukrainischen Angriffen

Die Ukraine hat bei Gegenangriffen im grenznahen russischen Gebiet Belgorod erneut Energieanlagen und im Gebiet Krasnodar ein Öldepot getroffen.

In Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow von schweren Schäden an der Energieinfrastruktur und Stromausfällen nach einem ukrainischen Raketenangriff. Es gebe auch Probleme bei der Wasser- und Wärmeversorgung.

In Armawir im Gebiet Krasnodar brach in einem Öllager nach einem Drohnenangriff ein Feuer auf einer Fläche von 700 Quadratmetern aus. Es gebe keine Verletzten, hieß es.

Ukrainische Streitkräfte nahmen kürzlich grenznahe russische Anlagen ins Visier. (Archivfoto)
Ukrainische Streitkräfte nahmen kürzlich grenznahe russische Anlagen ins Visier. (Archivfoto)  © IRYNA RYBAKOVA / THE 93RD KHOLODNYI YAR SEPARATE MECHANIZED BRIGADE / AFP

7. März, 14.45 Uhr: Russische Rakete trifft Haus in Charkiw – Tote und Verletzte

Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt.

Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens acht Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch eine Lehrerin und ihr Junge sowie eine weitere Frau und ihre 13 Jahre alte Tochter.

Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder und dann am Nachmittag noch einmal erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg.

Charkiw im Osten der Ukraine wird immer wieder besonders heftig von russischen Raketen getroffen. Diesmal schlug eine in einem Wohnhaus ein – mit schweren Folgen.
Charkiw im Osten der Ukraine wird immer wieder besonders heftig von russischen Raketen getroffen. Diesmal schlug eine in einem Wohnhaus ein – mit schweren Folgen.  © Andrii Marienko/AP/dpa

7. März, 6.59 Uhr: Selenskyj warnt vor russischer Frühlingsoffensive

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt.

Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.

Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht.

Seit vier Jahren versucht Russland die Region Donezk im Osten der Ukraine zu erobern. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigt mit einem Frontbesuch, dass er die Region nicht kampflos räumen will. (Archivbild)
Seit vier Jahren versucht Russland die Region Donezk im Osten der Ukraine zu erobern. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigt mit einem Frontbesuch, dass er die Region nicht kampflos räumen will. (Archivbild)  © Iryna Rybakova/Ukrainian 93rd Mechanized brigade/dpa

6. März, 17.38 Uhr: Selenskyj besucht ostukrainische Region Donezk nahe der Front

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat nach eigenen Angaben am Freitag die umkämpfte Region Donezk im Osten der Ukraine besucht.

"Die Russen geben den Krieg nicht auf und bereiten hier in der Region Donezk eine Offensive für den Frühling vor", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. "Es ist wichtig, dass unsere Positionen stark sind", betonte er. Selenskyj veröffentlichte ein Video, das ihn offenbar in der Stadt Druschkiwa zeigte - etwa 15 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

6. März, 14.33 Uhr: EU-Kommission rügt Wortwahl Selenskyjs als inakzeptabel

Zwischen Ungarn und der Ukraine fliegen Beleidigungen hin und her. Nun hat die EU-Kommission von Ursula von der Leyen die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegen Ungarn scharf verurteilt.

"Eine solche Wortwahl ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", sagte ein Sprecher der Kommission in Brüssel. Ganz allgemein sei die "eskalierende und aufrührerische Rhetorik" von allen Seiten nicht hilfreich.

Im Streit über von Ungarn blockierte Finanzhilfen für die Ukraine hatte Selenskyj zuvor dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban offen gedroht. "Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden", sagte Selenskyj.

Von der Regierung in Budapest wurden die Äußerungen als Einschüchterungs- und Erpressungsversuch gesehen.

Hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban (62) mit der Armee gedroht?
Hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban (62) mit der Armee gedroht?  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

6. März, 12.42 Uhr: Ukraine und Russland tauschen weitere Kriegsgefangene

Innerhalb von zwei Tagen haben die Ukraine und Russland zum zweiten Mal Kriegsgefangene ausgetauscht.

"Weitere 300 Verteidiger kehren aus der russischen Gefangenschaft zurück", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Russland habe ebenfalls zwei ukrainische Zivilisten übergeben. Die zwischen 26 und 60 Jahre alten Militärs sind demnach zum Teil seit 2022 in Kriegsgefangenschaft gewesen.

6. März, 6.21 Uhr: Mindestens neun Verletzte nach Angriff in Sewastopol

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden.

Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei in der Hafenstadt Sewastopol von einer abgeschossenen Drohne schwer beschädigt worden, teilte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram mit.

Die nahe dem Haus abgestürzte Drohne sei mit Metallkugeln und Sprengstoff gefüllt gewesen, erklärte Raswoschajew weiter. Sechs der Verletzten, darunter auch drei Kinder, seien mit Schnittwunden in Krankenhäuser gebracht worden.

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Stadt Sewastopol sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden.
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs auf die russisch besetzte Stadt Sewastopol sind nach russischer Darstellung mindestens neun Menschen verletzt worden.  © Ulf Mauder/dpa

6. März, 5 Uhr: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen

Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.

Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. "Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen", betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei.

Der Finanzminister sprach von einer "Überbrückungsmaßnahme", die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.

Titelfoto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

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