Ukraine-Krieg: Putin verkündet Oster-Waffenruhe

Ukraine - Anlässlich des orthodoxen Osterfests hat der russische Präsident Wladimir Putin laut Kremlangaben eine knapp eineinhalb Tage dauernde Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angekündigt.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) hat eine vorübergehende Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet.  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Sie soll demnach am Samstag um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Die orthodoxen Christen in der Ukraine feiern wie in Russland Ostern erst am kommenden Sonntag (12. April).

Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen, teilte der Kreml mit.

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Die Truppen müssten bereit sein, mögliche Provokationen und jegliche aggressive Handlungen des Gegners zu unterbinden, hieß es in der Mitteilung.

"Wir gehen davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgt."

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9. April, 21.34 Uhr: Putin verkündet Oster-Waffenruhe

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet.

Sie soll demnach am Samstag um 16 Uhr (15 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert.

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Anlässlich des orthodoxen Osterfests hat der russische Präsident Wladimir Putin laut Angaben des Kremls eine vorübergehende Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. (Archivbild)  © Kristina Solovyeva/TASS via ZUMA Press/dpa

9. April, 16.21 Uhr: Moskau und Kiew tauschen mehr als 1000 Soldatenleichen aus

Russland und die Ukraine haben in ihrem Krieg erstmals seit Februar wieder die Leichen von Soldaten ausgetauscht.

Die ukrainische Seite habe 1000 getötete Soldaten erhalten, Russland dagegen 41 Leichen, sagte der Parlamentsabgeordnete Schamsail Saralijew dem russischen Nachrichtenportal "rbc.ru". Der Politiker ist in der Duma für Fragen der "militärischen Spezialoperation", wie der Krieg in Moskau offiziell genannt wird, zuständig. Zuletzt hatten beide Seiten im Februar Überreste von Toten ausgetauscht.

Mehrere Kühlwagen transportieren die Leichen ukrainischer Soldaten zu einem Austauschgebiet in der Nähe von Nowaja Guta (Belarus), wo der groß angelegte Austausch zwischen Russland und der Ukraine beginnen sollte.  © ---/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

9. April, 13.18 Uhr: Französischer General sieht permanente russische Bedrohung

Der Generalstabschef der französischen Streitkräfte, Fabien Mandon (56), hat vor einer permanenten russischen Bedrohung in Europa gewarnt.

Mandon sprach im Verteidigungsausschuss der Nationalversammlung von einem "offenen Krieg, der mit Blick auf die Vorbereitung der Armee meine größte Sorge bleibt. Das ist auf unserem Kontinent." Seit vier Jahren würden die Ukrainer auf heldenhafte Weise durchhalten.

8. April, 14.06 Uhr: Russland hofft auf neue Dreiergespräche mit der Ukraine und den USA

Der Kreml setzt auf eine baldige Wiederaufnahme der seit Beginn des Iran-Krieges ausgesetzten Dreiergespräche mit den USA und der Ukraine über eine Beendigung des Ukraine-Krieges.

"Wir hoffen, dass die US-Vertreter in naher Zukunft mehr Zeit und mehr Möglichkeiten haben werden, um sich im trilateralen Format zu treffen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch vor Journalisten in Moskau. Er fügte hinzu: "Wir freuen uns darauf."

8. April, 13.58 Uhr: Selenskyj erneuert Angebot für Waffenruhe

Vor dem Hintergrund einer vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Angebot für eine Feuerpause an Russland erneuert.

"Wir sind bereit, spiegelbildlich zu antworten, wenn die Russen ihre Angriffe einstellen", schrieb er auf sozialen Netzwerken. Eine Waffenruhe könne die Voraussetzungen für eine Übereinkunft über ein Ende des Krieges schaffen. Gleichzeitig sprach er seine Unterstützung für die Waffenruhe im Iran-Krieg aus.

Selenskyj unterstützt die Waffenruhe am Persischen Golf und fordert Russland erneut zur Einstellung der Kämpfe in der Ukraine auf.  © Vadim Ghirda/AP/dpa

7. April, 22.11 Uhr: Kiewer Militär redet laut Selenskyj bei Straße von Hormus mit

Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. "Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.

Selenskyj verwies auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die vom Iran beschossen worden sind.

7. April, 21.15 Uhr: Tote durch russischen Artilleriebeschuss von Cherson

In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden.

Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.

Der Fluss Dnipro stellt bei Cherson die Frontlinie dar und trennt russische von ukrainischen Truppen. Von der Vorkriegsbevölkerung von knapp 280.000 Menschen sind nach Angaben von Schanko rund 65.000 weiter in der Stadt.

In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

7. April, 15.04 Uhr: Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade

Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen.

Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer, der Deutschen Presse-Agentur.

Moskau profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen.

Je länger die Sperrung der Straße von Hormus dauert, desto mehr profitiert die Rohstoffmacht Russland von den Energiepreisen.  © Igor Russak/dpa

7. April, 10.53 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen in der Ukraine und Russland

Bei russischen Drohnenangriffen im Südosten der Ukraine sind laut Behörden mehrere Menschen getötet worden. Drei Personen kamen Gouverneur Olexander Hanscha zufolge bei einer Attacke auf einen Bus in Nikopol ums Leben. Zwölf weitere seien verletzt worden.

Im Kreis Synelnykowe sei ein Elfjähriger getötet worden, zwei Frauen im Alter von 31 und 61 Jahren sowie ein 33-Jähriger wurden demnach verletzt.

Zwei weitere Verletzte und Schäden an einem Verwaltungsgebäude und Stromleitungen gab es demnach infolge von Angriffen auf die Stadt Pawlohrad und ihr Umland.

In der russischen Region Wladimir wurden nach offiziellen Angaben ein Kind und zwei Erwachsene im Kreis Alexandrow etwa 100 Kilometer nordöstlich von Moskau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Die fünfjährige Tochter des Paares sei verletzt worden.

7. April, 6.17 Uhr: Raketenwerferbeschuss von Slowjansk

In der ostukrainischen Stadt Slowjansk wurde mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet.

Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100.000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

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