Ukraine-Krieg: Russen feiern Bündnis mit Nordkorea

Ukraine - Die Ukraine kann auf eine baldige Geldspritze aus Europa hoffen: Nach einer monatelangen Blockade durch Ungarn haben die EU-Länder der Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits an Kiew zugestimmt.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban. hat die Blockade der EU-Hilfen aufgegeben. (Archivfoto))  © Omar Havana/AP/dpa

Die Botschafter aller 27 billigten Mitgliedstaaten am Mittwoch in Brüssel die notwendige Anpassung des EU-Haushalts, wie eine Sprecherin der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Freigabe der Gelder als "richtiges Signal".

Selenskyj erklärte in Onlinediensten, die Umsetzung der EU-Unterstützung für die kommenden zwei Jahre sei „nun faktisch angelaufen“. Russland müsse „seinen Krieg beenden“.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sprach von „guten Nachrichten aus Brüssel“. Ungarn habe seine „viel zu lange anhaltende“ Blockade „endlich aufgegeben“.

Ukraine Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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23. April, 9.28 Uhr: Russische Ölanlagen erneut im Fokus ukrainischer Angriffe

Die Ukraine hat in der Nacht erneut mit Drohnen Ölanlagen tief im Hinterland Russlands attackiert.

In Nowokyjbyschew sei bei einem Angriff auf ein Industrieobjekt ein Mensch ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine zum Ölkonzern Rosneft gehörende Chemiefabrik.

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23. April, 7.46 Uhr: Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Dnipro

Ein nächtlicher russischer Drohnenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro hat nach Behördenangaben mindestens zwei Tote gefordert.

Weitere neun Personen, darunter zwei Kinder, seien verletzt worden, teilte Gouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Die Opfer lebten demnach in einem 13-stöckigen Wohnhaus. Das Gebäude brannte nach dem Drohneneinschlag auf mehreren Etagen aus.

Eine Kampfdrohne vermutlich vom Typ Shahed 136 (Schahed 136) iranischer Bauart. (Archivfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

23. April, 6.39 Uhr: Russen feiern Bündnis mit Nordkorea

Mit einem Brückenbau an der gemeinsamen Landesgrenze und einem "Freundschaftskrankenhaus" wollen Russland und Nordkorea ihre Zusammenarbeit vorantreiben.

Vertreter beider Staaten legten den Grundstein für den Bau der Klinik im nordkoreanischen Wonsan, bei der Zeremonie hielt Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko laut der Nachrichtenagentur KCNA eine Rede. Das Projekt geht demnach auf eine Vereinbarung zurück, die Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Russlands Präsident Wladimir Putin 2024 beim gemeinsamen Gipfel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang trafen.

Als Freundschaftskrankenhaus - ein Begriff, der vor allem aus sozialistischen Ländern bekannt ist - werden zumeist Kliniken bezeichnet, die im Zuge internationaler Kooperationen zwischen politisch eng verbundenen Staaten gebaut werden. Nordkorea hat Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine mit tausenden Soldaten unterstützt, im Gegenzug erhält Pjöngjang von Moskau unter anderem Sicherheitsgarantien und mutmaßlich auch Militärtechnik. 

Vertreter Russlands und Nordkoreas auf einer Straßenbrücke, die die Grenze zwischen Nordkorea und Russland verbindet.  © Uncredited/KCNA/KNS/dpa

22. April, 15.49 Uhr: Lage an der Front laut Kiew so gut wie seit einem Jahr nicht

Die Ukraine steht nach eigenen Angaben in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg so gut da wie seit einem Jahr nicht mehr. "Wir haben die russische Überlegenheit in der Truppenstärke durch den Einsatz von Drohnen minimiert", sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einer Erklärung vor Journalisten. Die jetzige Situation der Ukraine auf dem Schlachtfeld sei auch dank der verstärkten Luftabwehr "tatsächlich die stärkste, oder die solideste" seit einem Jahr.

Laut Sybiha ist die Ukraine inzwischen in der Lage, "bis zu 90 Prozent" der Angriffe auf ukrainische Städte abzuwehren. Auch nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP von Daten der ukrainischen Luftwaffe konnten die Streitkräfte in den vergangenen Monaten regelmäßig 80 bis 90 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abfangen.

Analysten zufolge liegen die Ursachen für Kiews gestärkte Position in der ukrainischen Drohnen-Überlegenheit und in Kommunikationsproblemen der russischen Armee. Moskau wurde in den vergangenen Monaten vom US-Satelliten-System Starlink abgeschnitten und hat zudem versucht, den Zugang zu der an der Front viel genutzten Messenger-App Telegram einzuschränken.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat gute Nachrichten.  © Kay Nietfeld/dpa

22. April, 15.11 Uhr: Russisches Öl wieder auf dem Weg nach Ungarn

Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über Belarus und die Ukraine nach Ungarn transportiert, hat nach ungarischer Darstellung ihren Betrieb wieder aufgenommen.

"Nach den uns vorliegenden Informationen hat die Öldurchleitung über die Druschba-Pipeline heute um 11.35 Uhr von Belarus in Richtung Ukraine wieder begonnen", schrieb der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Janos Boka (47), auf seiner Facebook-Seite.

22. April, 14.41 Uhr: Druschba-Pipeline wieder in Betrieb

Nach einer monatelangen Blockade durch Ungarn haben die EU-Länder der Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits an Kiew zugestimmt.

Die Botschafter aller 27 Mitgliedstaaten billigten am Mittwoch in Brüssel die dafür notwendige Anpassung des EU-Haushalts, wie eine Sprecherin der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Zuvor hatte Kiew die lange gestoppte Lieferung von russischem Öl durch die Druschba-Pipeline in Richtung Ungarn und der Slowakei wieder aufgenommen.

22. April, 13.05 Uhr: Orban gibt Blockade von Ukraine-Hilfe und Sanktionen auf

Ungarn hat seine monatelange Blockade des geplanten milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine aufgegeben.

Die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban trug in Brüssel eine Entscheidung mit, die ein Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten. Zudem konnte auch ein neues Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg gebracht werden - die formellen Beschlüsse müssen in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstag abgeschlossen sein soll.

Ministerpräsident Viktor Orban hat seine monatelange Blockade aufgegeben.  © Omar Havana/AP/dpa

22. April, 11.54 Uhr: Russland will ab Mai kein kasachisches Öl mehr nach Deutschland durchleiten

Russland will ab Mai kein Öl aus Kasachstan mehr über die sogenannte Druschba-Pipeline zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt leiten.

Die Entscheidung geht den Angaben nach auf das russische Energieministerium zurück, welches ab dem 1. Mai die Durchleitung von kasachischem Öl für die PCK Schwedt über russisches Staatsgebiet verbietet.

Die unter staatlicher Treuhandverwaltung stehende deutsche Tochter des russischen Rosneft-Konzern habe darüber die Bundesnetzagentur informiert, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch.

"Rosneft Deutschland prüft derzeit die Auswirkungen und wird sich einer etwaigen neuen Lage anpassen", erklärte sie weiter. Die PCK ist für die Versorgung Berlins und des Nordostens Deutschlands mit Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl wichtig.

22. April, 11.41 Uhr: Tote und Verletzte nach ukrainischem Angriff

Nach russischen Behördenangaben seien eine Frau und ein Kind in der Stadt Sysran an der Wolga getötet worden.

Sie seien aus den Trümmern eines teilweise eingestürzten Wohnblocks gezogen worden. Zwölf Menschen seien verletzt worden. Zudem beschädigten am Morgen ukrainische Drohnen zwei Mehrfamilienhäuser.

Im Südosten der Ukraine kam wiederum ein Mensch durch einen russischen Angriff ums Leben. Ein Rangierbahnhof in Saporischschja sei mit Drohnen attackiert worden, ein Zug habe sich zu dem Zeitpunkt auf den Gleisen befunden, schrieb der ukrainische Minister Olexij Kuleba. Der Lokführerassistent sei getötet, der Lokführer ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Minister sprach auch von Schäden in Odessa am Schwarzen Meer nach Angriffen auf die Hafeninfrastruktur. Er warf Russland Terror vor.

22. April, 11.10 Uhr: Druschba-Pipeline soll öffnen - "in wenigen Stunden" fließt wieder Öl

Die Röhre werde gegen 13 Uhr (MESZ) wieder ihren Betrieb aufnehmen, sagte ein ranghoher ukrainischer Beamter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dies könne aber auch schon früher der Fall sein, fügte er hinzu.

Die Ukraine hatte am Dienstag erklärt, die nach eigenen Angaben im Januar durch einen russischen Angriff beschädigte Pipeline repariert zu haben. Sie warte nun auf einen Antrag aus Ungarn zur Wiederaufnahme der Lieferungen.

Eine entsprechende Anfrage wurde ukrainischen Angaben zufolge nun durch den ungarischen Energiekonzern MOL gestellt. Das Unternehmen, das Ungarn und die Slowakei beliefert, forderte demnach rund 100.000 Tonnen Öl an.

Kiew hofft, dass durch die Wiederinbetriebnahme die letzte Hürde für die Auszahlung eines 90 Milliarden Euro schweren Kredits der EU für die Ukraine aus dem Weg geräumt wird.

Der Betrieb der Erdölleitung "Druschba" (Freundschaft) aus Russland in die Europäische Union soll wieder aufgenommen werden.  © ATTILA KISBENEDEK / AFP

22. April, 6.25 Uhr: Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung"

Im Onlinedienst X erklärte Selenskyj am Dienstagabend, in einem Gespräch mit Merz habe er dessen "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt.

Sie hätten Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen gesprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben".

Thema des Gesprächs waren laut Selenskyj auch "Treffen und Verhandlungen diese Woche". "Danke, Friedrich, für die Unterstützung und die Bereitschaft, bei allem zu helfen!", schloss der ukrainische Präsident seine Erklärung.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, r.) scheinen sich gut zu verstehen.  © Michael Kappeler/dpa

21. April, 21.09 Uhr: Selenskyj verkündet Reparatur der "Druschba"-Pipeline

Kurz vor Beratungen über ein weiteres Darlehen für die Ukraine hat Kiew die Reparatur der Erdölleitung "Druschba" (Freundschaft) aus Russland in die Europäische Union verkündet.

"Die Ölpipeline kann ihren Betrieb wieder aufnehmen", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bei Telegram. Kiew erwarte nun die Freigabe von blockierten EU-Mitteln von 90 Milliarden Euro als Unterstützungspaket.

Selenskyj telefonierte nach eigenen Angaben mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) und EU-Ratspräsident António Costa (64) und betonte, dass die Ukraine alle Forderungen erfüllt habe und nun dringend das Geld brauche. "Diese Mittel werden nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa stärken", sagte er. Das Land will den Großteil des Geldes für den Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg nutzen.

Die Erdölleitung "Druschba" führt aus Russland in die Europäische Union. (Archivbild)  © Zsolt Szigetvary/MTI/epa/dpa

21. April, 12.01 Uhr: Mindestens 25 Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind in verschiedenen Regionen des Landes mindestens 25 Menschen verletzt worden.

In der nordöstlichen Stadt Sumy seien 15 Menschen durch Drohnenangriffe verletzt worden, mehrere Wohnhäuser und medizinische Einrichtungen seien dabei beschädigt worden, erklärte der örtliche Regionalgouverneur Oleh Grigorow am Dienstag. Bei weiteren Luftangriffen auf die östliche Region Charkiw und die Stadt Slowjansk wurden den Behörden zufolge jeweils drei Menschen verletzt, vier weitere in der Region Dnipropetrowsk.

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