Ukraine-Krieg: Russische Fregatte feuert Leuchtkörper auf dänische Streitkräfte ab

Ukraine - In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen.

Die Slowakei fordert, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow (r.) aufzuheben.  © Aleksey Nikolskyi/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

Wie ein Sprecher der derzeitigen irischen Ratspräsidentschaft mitteilte, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, heute auslaufende Strafmaßnahmen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern.

Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage bis Mitternacht am 22. September. Bis dahin sollen nun weitere Gespräche über Streitfragen geführt werden.

Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmaßnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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15. September, 10.10 Uhr: Russische Fregatte feuert Leuchtkörper auf Dänen-Helikopter

Eine russische Fregatte hat am Montagabend nach Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums in der Ostsee zwei Leuchtkörper auf einen Hubschrauber der dänischen Streitkräfte abgefeuert.

Der Vorfall ereignete sich "in Verbindung mit einer routinemäßigen Foto-Aufklärung" der Fregatte in internationalen Gewässern vor dem dänischen Hafenort Gedser, teilte das Ministerium mit. Eine der abgefeuerten sogenannten "flares" sei in geringem Abstand an dem Hubschrauber vorbeigeflogen. Der Besatzung sei nichts passiert.

Die Leuchtkörper können der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge auf See als Aufmerksamkeits- oder Notsignale eingesetzt werden. Nach Einschätzung des Forschers Peter Viggo Jakobsen von der dänischen Verteidigungsakademie ist bei diesem Vorfall aber von Warnschüssen oder einer Machtdemonstration auszugehen: "Die Russen sagen damit: Lasst es sein, uns zu fotografieren, und fliegt nicht so dicht an uns heran."

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen bezeichnete den Vorfall bei X "absolut inakzeptabel" und bestellte den russischen Botschafter in Dänemark ein.

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Eine russische Fregatte hat mit Leuchtkörpern auf einen dänischen Militärhubschrauber geschossen. (Archivfoto)  © Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa

15. September, 10.08 Uhr: Ukraine greift russische Anlage trotz Trump-Ansage an

Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Industrieanlage in Russland angegriffen.

Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. Todesopfer habe es nicht gegeben.

Rund 40 Drohnen seien abgeschossen worden. Laut ukrainischen Berichten handelte es sich bei der Industrieanlage um eine Ölraffinerie. 

Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur "ein erster Schritt in Richtung Frieden" sein könnte. Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

15. September, 6.15 Uhr: Deutschland gibt Million Euro für ukrainische Atomsicherheit

Die Bundesregierung stellt eine zusätzliche Million Euro zur Verbesserung der Sicherheitslage an den ukrainischen Atomkraftwerken bereit.

Das will die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), bei einer Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an diesem Dienstag in Wien ankündigen, wie das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mitteilte. Deutschland hat die IAEA für ihre Präsenz in der Ukraine bislang bereits mit 7,3 Millionen Euro unterstützt.

Das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja - das größte Kernkraftwerk Europas - steht seit Kriegsbeginn im Zentrum nuklearer Sicherheitsbedenken. Immer wieder wird die Anlage von Drohnenangriffen getroffen oder verliert ihre externe Stromversorgung, Notstromgeneratoren müssen einspringen. 

Die Bundesregierung gibt mehr Geld für die Sicherheit ukrainischer Atomkraftwerke. Denn die sind im russischen Angriffskrieg immer wieder betroffen.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

15. September, 6.12 Uhr: Nato registriert steigende Zahl russischer Hybrid-Angriffe

Die Zahl der hybriden Angriffe Russlands auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben aus dem Militärbündnis deutlich zu.

Allein im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 200 erfasst. Dabei seien die alltäglichen Cyberangriffe nicht eingerechnet, erklärte ein ranghoher Nato-Beamter in Brüssel. Von diesen gebe es allein gegen das Nato-Hauptquartier jeden Monat Tausende.

Zum Fall der Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle sagte der Nato-Vertreter, der gefundene Sprengstoff deute nach seiner Einschätzung darauf hin, dass ein russischer Geheimdienst direkt involviert gewesen sei. "Semtex ist nichts, was man irgendeinem Jugendlichen in die Hand drückt, den man beim Videospielen rekrutiert hat", sagte er.

Die jüngsten hybriden Angriffe Russlands sorgen bei Nato-Generalsekretär Mark Rutte (r) und Bundesaußenminister Johann Wadephul für Besorgnis.  © Sebastian Gollnow/dpa

15. September, 6.10 Uhr: Kampfflugzeuge schießen Drohne über Litauen ab

Kampfflugzeuge der Nato haben über Litauen nach Regierungsangaben eine Drohne abgeschossen.

"Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion", schrieb Präsident Gitanas Nauseda auf der Plattform X. "Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen."

14. September, 21.43 Uhr: Selenskyj - Ukraine zu Deeskalation bereit

Nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über eine Feuerpause zwischen der Ukraine und Russland bei ihren gegenseitigen Angriffen auf Energieanlagen hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in diesem Zusammenhang von einem "nachdrücklichen Vorschlag" gesprochen.

Die Ukraine sei allerdings bereit, diese Deeskalation zu unterstützen, wenn Russland seine Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Ukraine einstelle, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Die Ukraine erkenne, dass Moskau nach den Gegenangriffen auf die russische Kriegswirtschaft unter Druck stehe. "Und bislang hat noch niemand einen echten Willen Russlands erkannt, den Krieg zu beenden", bekräftigte er seine Zweifel an Russlands Bereitschaft zu einem baldigen Kriegsende.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj (†48).  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

14. September, 18.38 Uhr: Erneut Streit in der EU um Russland-Sanktionen

In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen.

Wie ein Sprecher der derzeitigen irischen Ratspräsidentschaft mitteilte, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, an diesem Dienstag auslaufende Strafmaßnahmen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern. Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage bis Mitternacht am 22. September. Bis dahin sollen nun weitere Gespräche über Streitfragen geführt werden.

Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmaßnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt.

14. September, 17.59 Uhr: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen

Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten.

Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen. Aus Moskau und Kiew lagen zunächst keine Bestätigungen vor.

US-Präsident Donald Trump zufolge haben sich Russland und die Ukraine darauf verständigt, auf Angriffe gegen die Energieinfrastruktur der jeweils anderen Seite zu verzichten. (Archivbild)  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

13. September, 19.59 Uhr: Polen durch Angriff auf Zug nach Warschau alarmiert

Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine zu Polen hat die polnische Regierung Moskau eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen.

"Die Eskalation von russischer Seite ist nun Realität geworden, und die Beispiele dafür rücken immer näher an unsere Grenze heran", sagte Polens Regierungschef Donald Tusk bei einer Sitzung des Krisenstabs. Auch westliche Politiker sind bei ihren Reisen nach Kiew auf die Bahnverbindung von Polen in die Ukraine angewiesen – der Luftraum über dem Land ist gesperrt.

Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau ist Polen in Alarmbereitschaft. (Archivfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. September, 10.09 Uhr: Zwei Tote in Russland nach ukrainischen Angriffen

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden.

Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. 

Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei. 

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