Ukraine-Krieg: Russischer Angriff zerstört Einkaufszentrum in Saporischschja

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Ukraine - Die für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Kremlpartei Geeintes Russland wird auch nach der Parlamentswahl voraussichtlich mit einer Zweidrittelmehrheit weiterregieren.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg, der schon unzählige Menschen das Leben gekostet und gewaltige Schäden angerichtet hat.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg, der schon unzählige Menschen das Leben gekostet und gewaltige Schäden angerichtet hat.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Das meldeten die Agentur Interfax und die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" nach Auszählung von gut der Hälfte der abgegebenen Stimmen. Nach vorläufigen Schätzungen komme die Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin mit Direktmandaten auf 309 von 450 Sitzen in der Staatsduma, berichtete "Nowaja Gaseta". Das sind neun Mandate mehr als es zur Änderung der Verfassung braucht.

Putin dürfte die Wahl, zu der nur linientreue Parteien zugelassen wurden, als klares Signal für die Fortsetzung der Vollinvasion in der Ukraine werten.

Kremlgegner bezeichneten die Abstimmung hingegen als Farce. Unabhängige Experten, die Opposition im Exil und selbst die kremlnahen Kommunisten unter ihrem Chef Gennadi Sjuganow warfen der russischen Wahlleitung vor, die Ergebnisse zu fälschen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Wegen des Ausschlusses einer echten Opposition und fehlender Presse- und Meinungsfreiheit wurden die Wahlen - wie schon jene in früheren Jahren - als weder demokratisch noch fair kritisiert.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

21. September, 10.28 Uhr: Russischer Angriff zerstört Einkaufszentrum in Saporischschja

Russische Luftangriffe auf die ukrainische Stadt Saporischschja haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwere Schäden an zivilen Gebäuden angerichtet.

Ein großes Einkaufszentrum brannte lichterloh, wie Aufnahmen aus der frontnahen Großstadt im Süden der Ukraine zeigen. Auch mehrere neunstöckige Wohnblocks und ein Universitätsgebäude seien beschädigt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. Er sprach von fünf Verletzten.

"Russland rückt nicht von seiner Eskalation ab und sendet viele Signale, dass es bereit ist, den Krieg zu eskalieren", erklärte der ukrainische Präsident. Um das zu stoppen, sei größerer Druck auf Moskau notwendig. Dazu gehörten ukrainische Angriffe auf das russische Hinterland. Parallel seien diplomatische Anstrengungen für Frieden notwendig, die er in dieser Woche bei der UN-Generaldebatte in New York fortsetzen wolle.

Wohnblocks, eine Universität und ein Einkaufszentrum: Russische Angriffe treffen Zivilisten.
Wohnblocks, eine Universität und ein Einkaufszentrum: Russische Angriffe treffen Zivilisten.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

21. September, 6.13 Uhr: Angst vor Moskau - Nato testet Drohnen-Netzwerk in Wiesbaden

Kürzlich haben Eurofighter erstmals eine Drohne über Litauen abgeschossen. Und im August kam es zu einem Anschlagsversuch mit einer Sprengdrohne am Flughafen Leipzig/Halle.

Im Natogebiet greift die Furcht vor Drohnenattacken um sich. Das Verteidigungsbündnis reagiert darauf - etwa am Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika in Wiesbaden. Auch hier erweitert die Nato eine zentrale IT-Architektur (Data Backbone) und verbindet damit ein Netzwerk aus Drohnen, Sensoren und anderen KI-gestützten Tools, um notfalls unverzüglich auf Attacken reagieren zu können.

21. September, 6.07 Uhr: Putins Kriegsparlament - Kremlpartei zur Wahlsiegerin erklärt

Die für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Kremlpartei Geeintes Russland wird auch nach der Parlamentswahl voraussichtlich mit einer Zweidrittelmehrheit weiterregieren.

Das meldeten die Agentur Interfax und die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" nach Auszählung von gut der Hälfte der abgegebenen Stimmen. Nach vorläufigen Schätzungen komme die Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin mit Direktmandaten auf 309 von 450 Sitzen in der Staatsduma, berichtete "Nowaja Gaseta". Das sind neun Mandate mehr als es zur Änderung der Verfassung braucht.

Russlands Präsident Wladimir Putin (73).
Russlands Präsident Wladimir Putin (73).  © Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

20. September, 21.53 Uhr: Prognosen sehen Putin-Partei als Wahlsieger in Russland

Die Kremlpartei Geeintes Russland ist bei der dreitägigen Parlamentswahl erwartungsgemäß zur Siegerin erklärt worden.

Mehr dazu hier: Prognosen sehen Putin-Partei als Wahlsieger in Russland - Kremlgegner sprechen von Farce

20. September, 14.52 Uhr: Geistlicher bei russischem Angriff getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet worden.

Vier weitere Geistliche seien bei der Attacke am Vortag verletzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Nach Angaben regionaler Behörden attackierte Russland das Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak. Es liegt am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.

20. September, 14.50 Uhr: Moskauer Bürgermeister - Beispielloser Angriff am Wahltag

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat der Ukraine am letzten Tag der russischen Parlamentswahl massive Störversuche mit Drohnen vorgeworfen.

"Dieser beispiellose Angriff war offensichtlich darauf ausgerichtet, die Wahlen zu sabotieren. Dem Gegner ist dies jedoch nicht gelungen", schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram.

Er sprach vom "massivsten Angriff feindlicher Drohnen auf Moskau". Ihm zufolge wehrte Russland seit dem Vortag 1.600 Drohnen ab, davon 450 beim Anflug auf die Hauptstadt. Allerdings hätten einige Drohnen das Gelände einer Ölraffinerie erreicht, eine davon sei in ein Wohnhaus gestürzt, Tote habe es aber nicht gegeben. Auch an allen vier Hauptstadtflughäfen gab es Einschränkungen wegen der Angriffe.

Während die mehrtägige Wahl des russischen Parlaments am Sonntag endet, spricht der Bürgermeister in Moskau von einem massiven Drohnenangriff – und erhebt Vorwürfe gegen Kiew.
Während die mehrtägige Wahl des russischen Parlaments am Sonntag endet, spricht der Bürgermeister in Moskau von einem massiven Drohnenangriff – und erhebt Vorwürfe gegen Kiew.  © Uncredited/UGC/dpa

20. September, 7.32 Uhr: Ukraine-Krieg laut Slowakei-Premier Robert Fico "nicht unser Krieg"

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Forderung erhärtet, die Nato dürfe sich nicht in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen.

Obwohl Russland mit seinem Angriff "eine Verletzung des Völkerrechts" begangen habe, sei der Krieg in der Ukraine "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato", sagte der Linkspopulist am Samstagabend in einer Videoansprache. Schon jetzt habe der Krieg Millionen Tote und enorme Zerstörungen verursacht. Statt eine weitere Eskalation zu riskieren, müsse ein Ausweg auf dem Verhandlungsweg gesucht werden.

20. September, 7.30 Uhr: Wahl in Russland endet, wie schneidet Putins Partei ab?

In Russland endet heute die dreitägige Parlamentswahl. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen.

Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei "Geeintes Russland" erzielt werden.

Die Wahl wird trotz Protesten der Ukraine erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Auf der schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wird ebenfalls wieder abgestimmt. Die ukrainische Führung sprach von einer Stimmabgabe mit vorgehaltenen Sturmgewehren und will das offizielle Ergebnis in den besetzten Gebieten nicht anerkennen.

Präsident Putin will seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Bei der dreitägigen Wahl zur Staatsduma stehen auch nur kremlnahe Parteien auf dem Stimmzettel.
Präsident Putin will seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Bei der dreitägigen Wahl zur Staatsduma stehen auch nur kremlnahe Parteien auf dem Stimmzettel.  © Uncredited/AP/dpa

20. September, 7.27 Uhr: Ukrainische Drohnen attackieren Moskau am Wahltag

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadtregion Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden.

Seit Mitternacht seien mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister der Millionenmetropole. Allerdings seien laut dem Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, auch mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen, hieß es in dem Bericht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Bei der Wahl in Russland will sich Kremlchef Putin seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Am letzten Tag der Abstimmung meldet die russische Luftabwehr massenhaft aus der Ukraineeinfliegende Drohnen.
Bei der Wahl in Russland will sich Kremlchef Putin seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Am letzten Tag der Abstimmung meldet die russische Luftabwehr massenhaft aus der Ukraineeinfliegende Drohnen.  © -/AP/dpa

20. September, 7.25 Uhr: Mutter und Kinder bei Angriff im Kiewer Umland getötet

Infolge eines russischen Angriffs sind im Umland der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens drei Menschen getötet worden.

Dabei handele es sich um eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, teilte Militärverwaltungschef Tymur Tkatschenko bei Telegram mit. Die "schreckliche Tragödie" habe sich im Landkreis Fastiw südwestlich von Kiew ereignet. Demnach wurden mehrere Wohnhäuser und ein Auto beschädigt. Ein Brand sei gelöscht worden.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: