Ukraine-Krieg: Russisches Verteilzentrum in Flammen

Ukraine - Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Die Ukraine leistet bei der Verteidigung im russischen Angriffskrieg massiv Gegenwehr mit Drohnenschlägen. Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) lobt die Operation.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow bei Telegram mit. Es gebe auch 25 Verletzte.

Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von der Hauptstadt Moskau entfernt. 

Im Moskauer Gebiet gab es laut Behörden auch mindestens einen Toten sowie Dutzende Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe. Das Ermittlungskomitee warf den ukrainischen Streitkräften Terroranschläge gegen zivile Einrichtungen vor. Die Behörde leitete ein Strafverfahren ein.

Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

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18. Juli, 14.14 Uhr: Selenskyj - Schläge sind Antwort auf russische Angriffe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) veröffentlichte einmal mehr bei Telegram ein Video, auf dem schwarze Rauchsäulen am blauen Himmel zu sehen sind - sowie eine fliegende Drohne und Feuer.

Getroffen worden seien die beiden wichtigen Logistikzentren in den Gebieten Moskau und Tambow, 500 und 700 Kilometer von der ukrainischen Frontlinie entfernt, sagte er. In den Zentren seien mit westlichen Sanktionen belegte Bauteile für Drohnen und Navigationsausrüstung gelagert gewesen, behauptete er. 

Bei den Angriffen handele sich um eine Antwort auf die russischen Angriffe gegen ukrainische Infrastruktur, sagte Selenskyj.

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18. Juli, 14.09 Uhr: Russisches Verteilzentrum in Flammen

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Ein Verteilzentrum ging in Flammen auf.

Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow bei Telegram mit. Es gebe auch 25 Verletzte. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von der Hauptstadt Moskau entfernt. 

Im Moskauer Gebiet gab es laut Behörden auch mindestens einen Toten sowie Dutzende Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe. Das Ermittlungskomitee warf den ukrainischen Streitkräften Terroranschläge gegen zivile Einrichtungen vor. Die Behörde leitete ein Strafverfahren ein.

18. Juli, 14 Uhr: Kiews Drohnentruppen - Moskau verlegt Einheiten von der Front

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen.

Damit steige die Gesamtzahl der im Schwarzen Meer und dem benachbarten Asowschen Meer beschossenen Schiffe auf 172, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. In der Nacht zum Samstag seien acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen worden. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht überprüfbar.

18. Juli, 13.58 Uhr: Frachter bei russischem Raketenangriff auf Odessa beschädigt

Bei russischen Raketenangriffen auf das südukrainische Gebiet Odessa ist ein Frachtschiff beschädigt worden.

Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Das Schiff ist demnach unter der Flagge der Marschallinseln gefahren. Zuvor sei auch "industrielle Infrastruktur" angegriffen worden. Den Angaben nach wurden dabei ein Verwaltungs- und ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt.

17. Juli, 21.28 Uhr: Demos in der Ukraine für entlassenen Minister gehen weiter

In Kiew und anderen Städten der Ukraine gibt es den dritten Tag in Folge Proteste gegen die Personalpolitik von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete.

Viele verlangten auch eine Entlassung des Oberkommandierenden der Armee, Olexander Syrskyj. Gemeinsames Zeichen der Proteste waren die Losungen auf braunen Papptafeln.

Proteste in Kiew nach Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (35).  © Mykola Tys/AP/dpa

17. Juli, 18.19 Uhr: Tote auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff

Auf der von Russland bereits 2014 annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach russischen Angaben mindestens zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden.

Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte regionale Verwaltungschef, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Der Angriff fand demnach im Nordteil der Krim statt. Diese Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

17. Juli, 15.44 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

In der Ukraine sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

"In Odessa wurden zwei Menschen getötet, als Folge des nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohngebäude", teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Es gebe auch fünf Verletzte. Bei einem Luftangriff in der ebenfalls im Süden gelegenen Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden.

Insgesamt habe der Feind in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, sagte Selenskyj. Betroffen gewesen seien mehrere Regionen. Gegen die Region Sumy im Nordosten habe Russland 15 Gleitbomben eingesetzt. Es gebe einen Verletzten. Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur seien beschädigt worden.

Später teilte Selenskyj mit, die ukrainischen Streitkräfte hätten bei Gegenangriffen einen russischen Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 in der Stadt Engels im Gebiet Saratow zerstört - rund 800 Kilometer von der Grenze entfernt. Eine Bestätigung von russischer Seite gab es dafür nicht. Russland nutzt die strategischen Bomber für Luftangriffe auf die Ukraine.

In Odessa wurden bei den jüngsten russischen Angriffen zwei Menschen getötet.  © Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa

17. Juli, 10 Uhr: Scheidender deutscher Botschafter in Moskau sieht keinen Friedenswillen bei Putin

Der scheidende deutsche Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, sieht bei Russlands Staatschef Wladimir Putin weiter "keinen ernsthaften Willen zu Verhandlungen" über ein Ende des Kriegs gegen die Ukraine.

"Putin wirkt sehr entschlossen, den Krieg fortzuführen, um ihn zu gewinnen", sagte Lambsdorff laut Vorabmeldung vom Freitag in einem Interview mit dem Magazin "Der Spiegel".

Lambsdorff warnte, in Moskau redeten derzeit "immer mehr Menschen" über eine zweite mögliche Mobilmachung wehrfähiger Männer nach der Duma-Wahl im September. "Auch ich befürchte, dass noch mal Russen im größeren Maßstab eingezogen werden könnten", fügte der Diplomat hinzu.

16. Juli, 20.39 Uhr: Selenskyj schlägt Geheimdienstler als Verteidigungsminister vor

In der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) den Geheimdienstler Jewhenij Chmara als neuen Verteidigungsminister vorgeschlagen.

Die Kandidatur werde bald im Parlament eingereicht, teilte der Staatschef auf Telegram mit. Bis zur Absolvierung aller rechtlichen Verfahren werde Chmara das Ministerium geschäftsführend leiten.

Gemäß Verfassung hat der Präsident das Vorschlagsrecht für den Posten des Verteidigungsministers. Zuvor war Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen worden.

Chmara leitete den Geheimdienst SBU seit Januar geschäftsführend. Er gilt als Experte für Drohneneinsätze im russischen Hinterland und hat den Rang eines Generalmajors inne. Dem ukrainischen Gesetz nach muss der Minister jedoch ein Zivilist sein.

Mitten im Krieg mit Russland wird im Rahmen eines Regierungsumbaus auch der Verteidigungsminister ausgewechselt. Präsident Selenskyj (48) legt sich nun auf einen Profi für Drohneneinsätze fest.  © Teresa Suarez/POOL EPA/AP/dpa

16. Juli, 16.55 Uhr: Polen fängt dritten Tag in Folge russische Flugzeuge ab

Die polnische Luftwaffe hat nach Militärangaben drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge über der Ostsee abfangen müssen.

"Die Russen testen erneut die Leistungsfähigkeit unserer Flugabwehrsysteme", schrieb Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf dem Portal X.

Demnach fingen zwei polnische Maschinen aus Malbork (früher Marienburg) zunächst zwei russische Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 ab. Dann sei ein russisches Aufklärungsflugzeug etwa 30 Kilometer vor der pommerschen Ostseeküste bei Jastrebia Gora gesichtet worden.

Die polnischen Flieger hätten die Iljuschin Il-20 weiter aufs Meer hinaus eskortiert, wo schwedische Jets die Begleitung übernommen hätten. Der polnische Luftraum sei in beiden Fällen nicht verletzt worden, teilte der Verteidigungsminister mit.

Russische Jets vor Polens Küste, polnische Piloten im Einsatz – wie gefährlich sind solche Zwischenfälle in der Luft?  © Vitaliy Timkiv/AP/dpa

16. Juli, 16.53 Uhr: Ukrainisches Parlament bestätigt neue Regierung

Im Rahmen eines von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeleiteten Kabinettumbaus hat das ukrainische Parlament einer neuen Regierung zugestimmt.

Für die insgesamt 16 Minister stimmte eine deutliche Mehrheit von 264 Abgeordneten. 226 wären notwendig gewesen. Die Kandidaturen wurden vom kurz vorher bestätigten Regierungschef Serhij Korezkyj vorgestellt und in einem Paket zur Abstimmung gestellt.

Ausgenommen sind der Außen- und der Verteidigungsminister. Für diese hat Selenskyj gemäß Verfassung das Vorschlagsrecht. Erwartet wird, dass der bisherige Außenminister Andrij Sybiha seinen Posten behält.

Für die Leitung des Verteidigungsressorts ist Ex-Innenminister Ihor Klymenko im Gespräch. Der bisherige Amtsinhaber Mychajlo Fedorow hofft jedoch vor dem Hintergrund von Demonstrationen zu seiner Unterstützung, dass Selenskyj sich erneut für ihn ausspricht.

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