Ukraine-Krieg: Russland meldet "schwerste ukrainische Angriffe seit Kriegsbeginn"

Ukraine - Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) das Hauptziel Kiews bei den anstehenden Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs.

Wann herrscht endlich Frieden? Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigte sich bereit - unter bestimmten Bedingungen.  © Kay Nietfeld/dpa

Der Schlüssel zur Beendigung des Kriegs liege in der Sicherheitsfrage, sagte Selenskyj am Sonntagabend.

"Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität."

Bislang galt die Territorialfrage als die am schwierigsten zu lösende in den Verhandlungen. Konkret fordert die russische Führung von der Ukraine für einen Frieden die Aufgabe des gesamten Gebietes Donezk - also auch der Landstriche, die Moskaus Truppen auch nach vier Jahren Krieg immer noch nicht besetzen konnten.

Ukraine Auslieferung nach Deutschland: Nord-Stream-Verdächtiger in U-Haft

Kiew hat einen einseitigen Rückzug bislang stets abgelehnt.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

Anzeige

16. Februar, 6.31 Uhr: Russland meldet "schwerste ukrainische Angriffe seit Kriegsbeginn"

In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen.

"Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schrieb Gouverneur Alexander Bogomas bei Telegram.

Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.

Anzeige
Ob auch russische Zivilisten oder Soldaten bei den Angriffen ums Leben gekommen sind, darüber machte Gouverneur Bogomas keine Angaben. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

16. Februar, 6.16 Uhr: Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien für die Ukraine

Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität", sagte der 48-Jährige in seiner abendlichen Videobotschaft am Sonntag.

Die Gespräche über ein Kriegsende sollen in der kommenden Woche unter amerikanischer Vermittlung zwischen Russen und Ukrainern in Genf weitergeführt werden.

Russland will noch mehr Gebiete haben als es schon besetzt hält, fordert konkret die Aufgabe des gesamten Gebietes Donezk - also auch der Landstriche, die Moskaus Truppen auch nach vier Jahren Krieg immer noch nicht besetzen konnten.

Die ukrainische Führung hofft in erster Linie auf Sicherheitsgarantien aus den USA. Unklarheit gibt es noch bei der Länge solcher Zusagen.  © Kay Nietfeld/dpa

15. Februar, 12.44 Uhr: Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen

Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden.

Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall von Bestechlichkeit dauerten an.

Der frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko, der wegen Korruptionsverdachts entlassen wurde, ist bei dem Versuch, das Land zu verlassen, festgenommen worden. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

15. Februar, 8.33 Uhr: Angriff trifft russischen Ölhafen an Schwarzmeerküste

Die Ukraine hat nach russischen Angaben die Schwarzmeerküste Russlands mit Drohnen angegriffen und einen Öltank in Brand geschossen.

Der Gouverneur der betroffenen Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, sprach auf Telegram von einem "massiven Angriff", der die ganze Nacht gedauert habe.

Getroffen wurde demnach ein Tank mit Ölprodukten bei einem Ölverladehafen auf der Halbinsel Taman. Der Terminal war schon mehrmals Ziel ukrainischer Attacken. Kondratjew sprach auch von kleineren Schäden bei Anapa und Sotschi. Es habe zwei Verletzte gegeben.

Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. Februar, 7.14 Uhr: Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden.

Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) in der Münchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk (68).

15. Februar, 7.12 Uhr: Selenskyj gibt sich dialogbereit und drängt auf neue Hilfen

Die Ukraine ist nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu Friedensverhandlungen und Kompromissen bereit, fordert selbiges aber auch von Russland.

"Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt", sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich warf er Moskau vor, keine Zugeständnisse zu machen.

Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. "Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren."

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) zeigt sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz verhandlungsbereit - und setzt vor allem auf die Europäer für einen "gerechten Frieden".  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 18.05 Uhr: Selenskyj für Wahlen bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land erneuert.

Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. "Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten", sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.

Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur, dann sei es möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskyj nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.

14. Februar, 13.54 Uhr: Selenskyj drängt in München zur Eile bei Hilfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei seinem Auftritt auf der Münchener Sicherheitskonferenz den Westen dazu aufgerufen, bei der Unterstützung seines Landes Geschlossenheit und Tempo zu demonstrieren.

Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs massiv weiterentwickelt, dementsprechend schnell brauche die Ukraine bei ihrer Verteidigung Hilfe von ihren Partnern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) spricht dem Westen bei der Sicherheitskonferenz in München Dank für die Hilfen aus. Zugleich mahnt er, dass die Lieferungen schneller nötig seien.  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 11.07 Uhr: Starmer - Müssen zum Kampf bereit sein

Der britische Premierminister Keir Starmer hat angesichts der Bedrohung durch Russland eine Aufrüstung der europäischen Partner angemahnt.

"Hard power", die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei "die Währung unsere Zeit", sagte Starmer während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, und diese müsse aufgebaut werden.

14. Februar, 8.16 Uhr: Verletzte und eine Tote nach russischen Angriffen

Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen.

Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt.

Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden.

Es gab wieder Angriffe auf Odessa.  © IMAGO / Avalon.red

13. Februar, 22.29 Uhr: Selenskyj lehnt Rückzug aus dem Donbass ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt.

Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

Mehr zum Thema Ukraine: