Ukraine-Krieg: Russland meldet Stromausfälle in besetzten Gebieten

Ukraine - Erneute russische Angriffe auf die Ukraine! In der nordöstlichen Region Sumy wurden nach Angaben von Rettungskräften bei Luftangriffen auf eine Wohngegend drei Frauen und ein sieben Jahre altes Kind verletzt.

In der Region Sumy kam es erneut zu russischen Luftangriffen. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

Eine vorläufige Prüfung ergab Schäden an 15 Wohngebäuden.

In der südukrainischen Region Odessa gab es nach Angaben der Behörden im Bezirk Ismail erneut einen russischen Angriff auf kritische Infrastruktur. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen niemand.

Die Angriffe erfolgten, nachdem Vertreter der ukrainischen Regierung am Samstag in den USA eingetroffen waren, um mit der Regierung von Präsident Donald Trump (79) erneut über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs zu verhandeln.

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18. Januar, 12.42 Uhr: Russland meldet Stromausfälle in besetzten Gebieten nach ukrainischen Angriffen

Nach Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf die von Russland besetzten Gebiete im Süden der Ukraine sind nach russischen Angaben mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom.

Wegen eines "feindlichen Angriffs" auf die Energieinfrastruktur sei in weiten Teilen der Region Saporischschja der Strom ausgefallen, erklärte der von Russland eingesetzte Regionalgouverneur Jewgeni Balizki am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Mehr als 380 Ortschaften seien ohne Strom.

Der ebenfalls von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, hatte am Samstag einen ukrainischen Angriff auf ein Umspannwerk gemeldet, was zu Stromausfällen in 14 Städten und 450 Dörfern geführt habe.

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Ukrainische Soldaten griffen offenbar von Russland besetzte Gebiete im Süden des Landes an und legten die damit die Stromversorgung lahm. (Symbolfoto)  © Andriy Andriyenko/Ukrainian 65 Mechanized brigade/AP/dpa

18. Januar, 10.54 Uhr: Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an

Russland greift täglich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind großflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab.

"Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.

Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen.

18. Januar, 10.51 Uhr: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden.

"Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen", teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.

"Allein in dieser Woche wurden mehr als 1300 Angriffsdrohnen, rund 1050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt", teilte Selenskyj weiter mit. "Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme." Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47).  © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

18. Januar, 9 Uhr: 20-Jährige stirbt bei russischem Angriff in Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine 20-jährige Frau getötet worden.

Eine Frau sei nach den vorliegenden Informationen durch einen Drohnenangriff auf ein privates Haus gestorben, erklärte der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, am frühen Sonntagmorgen. Regionalgouverneur Oleh Synehubow erklärte später, das Opfer sei erst 20 Jahre alt gewesen.

Bei dem Angriff sei ein weiterer Mensch verletzt worden, führte der Gouverneur aus Außerdem habe eine 41-Jährige in der Folge eine "akute Stressreaktion" erlitten.

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