Ukraine-Krieg: Selenskyj drängt erneut auf mehr Flugabwehr

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Ukraine - Die ukrainische Armee hat nach russischen Angaben Moskau mit mehr als 400 Drohnen ins Visier genommen.

Aus mehreren ukrainischen Stadtteilen wurden heftige Einschläge gemeldet.
Aus mehreren ukrainischen Stadtteilen wurden heftige Einschläge gemeldet.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

452 unbemannte Flugobjekte seien über 17 russischen Regionen abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

"Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in großer Entfernung neutralisiert. 36 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört."

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Die neuen Angriffe in der Nacht zum Dienstag erfolgten kurz vor Beginn des Nato-Gipfels in der Türkei.

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Ukraine Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

7. Juli, 16.38 Uhr: Selenskyj drängt erneut auf mehr Flugabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die Abwehr russischer ballistischer Raketen erneut größere Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen von den Partnerstaaten eingefordert.

"Das ist Russlands letzter großer Vorteil", sagte der Staatschef bei einem Auftritt im Rahmen des Nato-Gipfels in Ankara. Der Aufbau europäischer Kapazitäten zur Produktion von eigenen Abwehrsystemen und zugehörigen Raketen müsse Priorität haben. "Alles andere können wir selbst produzieren", sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert beim Nato-Gipfel zum wiederholten Male mehr Patriot-Raketen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert beim Nato-Gipfel zum wiederholten Male mehr Patriot-Raketen.  © Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa

7. Juli, 16.31 Uhr: Selenskyj - Nato mit Ukraine ist das Bündnis der Zukunft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Rande des Nato-Gipfels in Ankara eindringlich für einen Bündnisbeitritt seines Landes geworben.

"Die Nato mit der Ukraine ist das Bündnis der Zukunft", sagte er bei einem Verteidigungsindustrieforum. Die Allianz müsse den Herausforderungen der modernen Welt gewachsen sein - gemeinsam mit der Ukraine, der Stärke ihrer Verteidigungsindustrie und der Widerstandskraft der Menschen.

7. Juli, 16.24 Uhr: Selenskyj bietet Nato verstärkte Kooperation bei Drohnen an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rät den Nato-Alliierten zu schnelleren Vorbereitungen auf eine Kriegsführung mit und gegen Drohnen.

Zugleich rief er auf dem Rüstungsforum der Nato beim Gipfeltreffen in Ankara auf, sich an einer Initiative zur gemeinsamen Produktion unbemannter Systeme zu beteiligen.

Drohnen und die Technologie der Kampfführung auf Entfernung bedeuteten einen revolutionären Wandel in der Kriegstechnik, sagte er. Ukrainische Rüstungsunternehmen zählten dabei nun zu den stärksten in Europa und hätten sich im modernen Krieg bewährt.

7. Juli, 8.35 Uhr: Größter Drohnenangriff auf Moskau seit zwei Jahren?

Schäden meldeten unter anderem die grenznahe Region Belgorod und das Industriegebiet Kaluga südwestlich von Moskau.

Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin steuerten "mehr als 430 Drohnen" die russische Hauptstadt an. Die meisten davon seien schon weit vor Moskau abgeschossen worden, 36 im direkten Anflug auf das Stadtgebiet, schrieb er bei Telegram.

Das wäre der zahlenmäßig größte ukrainische Drohnenangriff auf Moskau in den vergangenen zwei Jahren. Allerdings ist unklar, welche Drohnen in die Statistik Sobjanins eingeflossen sind. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben nicht. Schäden meldete er nicht, die Flughäfen der Hauptstadt waren aber stundenlang gesperrt.

Viele Drohnen wurden auf die russische Hauptstadt Moskau abgefeuert, aber auch abgefangen.
Viele Drohnen wurden auf die russische Hauptstadt Moskau abgefeuert, aber auch abgefangen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

7. Juli, 6.25 Uhr: Welche Rolle die Türkei im Ukraine-Krieg hat

Für die Nato-Verbündeten ist die Situation ein Dilemma. Zu wichtig ist die Türkei als Verbündeter an der Schnittstelle zwischen Europa und Nahem Osten, zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer.

Die Türkei hat die zweitgrößte Armee der Allianz und eine vielversprechende Rüstungsindustrie, in der Vergangenheit vermittelte sie auch im Ukraine-Krieg.

Gerade in einer Zeit, in der die Beziehung der USA zu vielen europäischen Partnern angespannt ist, ist auch der Wert von Erdogans enger Beziehung zu Trump nicht zu unterschätzen. "Erdogan ist eine großartige Führungsperson", lobte der US-Präsident vor knapp zwei Wochen im Weißen Haus. Der türkische Präsident habe alles getan, worum er ihn jemals gebeten habe, sagte Trump.

Andere Nato-Partner in Europa hatte der US-Präsident zuletzt mehrfach mit Kritik überzogen. Er warf ihnen mangelnde Unterstützung für seinen Krieg gegen den Iran vor - und reagierte auf Kritik an dem Militäreinsatz ungehalten. Auf die Frage, was er sich von Alliierten wünsche, sagte Trump jüngst geradeheraus: "Ich will einfach nur ihre Loyalität".

Die Rolle vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (72, links) ist nicht zu unterschätzen. Er trat im Ukraine-Krieg bereits als Vermittler auf.
Die Rolle vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (72, links) ist nicht zu unterschätzen. Er trat im Ukraine-Krieg bereits als Vermittler auf.  © Evan Vucci/AP/dpa

6. Juli, 22.14 Uhr: Selenskyj - Krieg wird am Himmel entschieden

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine wird nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "die entscheidende Schlacht am Himmel" ausgetragen.

"Wenn sie den Feind am Schlachtfeld stoppen, wenn sie den Krieg an Land aufhalten und wenn sie ihm die Seeherrschaft nehmen, wie wir es getan haben, dann wird der Himmel zum nächsten Schlachtfeld", sagte Selenskyj in einem Interview der "Financial Times".

6. Juli, 20.50 Uhr: Selenskyj hofft auf Erfolg beim Nato-Gipfel

Nach dem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew setzt Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) große Hoffnungen in den Nato-Gipfel in Ankara.

Der Gipfel dürfe nicht nur "leere Worte" hervorbringen, sondern mehr Schutz für die Ukraine, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

"Es war ein brutaler Angriff", beschrieb er die russischen Drohnen- und Raketenattacken gegen Kiew und das Umland in der Nacht zum Montag. Es seien 22 Menschen getötet und rund 90 weitere verletzt worden.

Er erhoffe sich "keine leeren Worte" vom Nato-Gipfel, sagte Ukraines Präsident Selenskyj und er beklagte einmal mehr einen Munitionsmangel der Patriot-Systeme.
Er erhoffe sich "keine leeren Worte" vom Nato-Gipfel, sagte Ukraines Präsident Selenskyj und er beklagte einmal mehr einen Munitionsmangel der Patriot-Systeme.  © Niall Carson/PA Wire/dpa

6. Juli, 18.19 Uhr: Trump - Einigung im Ukraine-Krieg näher als viele denken

US-Präsident Donald Trump hat sich vor dem Nato-Gipfel optimistisch über mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geäußert.

Nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sei er sich sicher, dass dieser den Krieg beenden wolle. "Präsident Putin will, dass es endet. Das kann ich Ihnen sehr deutlich sagen", erklärte Trump im Weißen Haus.

Auf die Frage, warum Putin nach dem Telefonat dennoch offensichtlich keinen ausreichenden Druck zu verhandeln verspüre, sagte Trump, man sei mit Russland und der Ukraine in Gesprächen. Eine Einigung sei näher, "als die Menschen glauben". Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wolle ein Ende des Kriegs.

Vor dem NATO-Gipfel zeigt sich US-Präsident Donald Trump (80) optimistisch hinsichtlich möglicher Fortschritte im Ukraine-Krieg.
Vor dem NATO-Gipfel zeigt sich US-Präsident Donald Trump (80) optimistisch hinsichtlich möglicher Fortschritte im Ukraine-Krieg.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

6. Juli, 18.13 Uhr: Polnische Ukraine-Hilfen: Tusk fordert Rückkehr zu Konsens

Polens Ministerpräsident Donald Tusk fordert eine Rückkehr zu parteiübergreifender Einigkeit über Militärhilfen für die Ukraine.

"Man darf unsere Zusammenarbeit mit der Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriff nicht gefährden", sagte Tusk in der Stadt Bydgoszcz, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete. Er warnte andere Politiker einschließlich des rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki davor, in dieser Frage mit dem Feuer zu spielen.

6. Juli, 18.08 Uhr: Ukrainische Drohnen greifen Omsk in Sibirien an

Ukrainische Drohnen haben die mehr als 2400 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernte sibirische Industriestadt Omsk angegriffen.

"Einigen Drohnen gelang es, das nördliche Industriegebiet von Omsk zu erreichen", teilte der Gouverneur des Gebiets Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Demnach gab es Schäden. In ukrainischen Telegramkanälen kursierten Videos, auf denen Drohnen die nördlich von Omsk liegende Erdölraffinerie anfliegen.

Augenzeugen dokumentierten auch einen Brand in der Anlage. Die Raffinerie in Omsk ist die größte in ganz Russland mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als 20 Millionen Tonnen pro Jahr.

Titelfoto: Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa

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