Ukraine-Krieg: Selenskyj drängt in München zur Eile bei Hilfen

Ukraine - US-Präsident Donald Trump (79) hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen für ein Ende des russischen Krieges gegen dessen Land aufgefordert.

Nächste Woche steht eine neue Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA an. Kurz davor erhöht Trump (79) den Druck auf Kiew. (Archivbild)  © Matt Rourke/AP/dpa

Trump sagte vor Journalisten am Weißen Haus: "Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance."

Damit erhöht die US-Regierung den Druck auf Kiew vor einer neuen Verhandlungsrunde, die nach russischen Angaben für nächste Woche in Genf geplant ist. Selenskyj und andere ukrainische Vertreter hatten zuletzt erklärt, dass die USA eine Friedensvereinbarung bis Juni anstreben.

Einem Bericht der "The New York Times" zufolge liegt dabei der Blick der US-Regierung vor allem auf den anstehenden US-Zwischenwahlen.

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Trump wolle einen außenpolitischen Erfolg vorweisen, zudem könnte sich der Fokus der Regierung danach stärker auf die Innenpolitik verlagern. Unklar bleibt demnach, welche Konsequenzen Washington ziehen würde, sollte Kiew bei strittigen Fragen wie Gebietsabtretungen nicht einlenken.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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14. Februar, 16.25 Uhr: Selenskyj nur bereit für "echten Frieden"

Die Friedensverhandlungen mit Russland scheitern nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht an der ukrainischen Verhandlungsbereitschaft.

"Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt", sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne.

"Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren."

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14. Februar, 13.54 Uhr: Selenskyj drängt in München zur Eile bei Hilfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat bei seinem Auftritt auf der Münchener Sicherheitskonferenz den Westen dazu aufgerufen, bei der Unterstützung seines Landes Geschlossenheit und Tempo zu demonstrieren.

Russland habe seine Angriffswaffen während des Kriegs massiv weiterentwickelt, dementsprechend schnell brauche die Ukraine bei ihrer Verteidigung Hilfe von ihren Partnern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) spricht dem Westen bei der Sicherheitskonferenz in München Dank für die Hilfen aus. Zugleich mahnt er, dass die Lieferungen schneller nötig seien.  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 11.07 Uhr: Starmer - Müssen zum Kampf bereit sein

Der britische Premierminister Keir Starmer hat angesichts der Bedrohung durch Russland eine Aufrüstung der europäischen Partner angemahnt.

"Hard power", die Fähigkeit, die eigenen Interessen militärisch und wirtschaftlich durchzusetzen, sei "die Währung unsere Zeit", sagte Starmer während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, und diese müsse aufgebaut werden.

14. Februar, 8.16 Uhr: Verletzte und eine Tote nach russischen Angriffen

Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen.

Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt.

Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden.

Es gab wieder Angriffe auf Odessa.  © IMAGO / Avalon.red

13. Februar, 22.29 Uhr: Selenskyj lehnt Rückzug aus dem Donbass ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt.

Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben.

13. Februar, 16.47 Uhr: Schneckentempo! Rutte spottet über russische Streitkräfte

Der Nato-Generalsekretär hat das Tempo des russischen Vormarsches in der Ukraine mit dem einer Gartenschnecke verglichen.

"Dieser sogenannte russische Bär existiert nicht", sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Unterm Strich bewegt sich das kaum schneller als eine Gartenschnecke."

Rutte (58) verwies zudem auf die enormen Verluste der russischen Streitkräfte in dem Angriffskrieg. Allein im Dezember seien 35.000 russische Soldaten gefallen, im Januar ebenfalls 30.000. "Das sind die Fakten. Deshalb müssen wir die Ukraine stark halten, denn wir sehen, dass sie unsere Unterstützung bestmöglich nutzt", sagte er. Er wolle bei der Münchner Sicherheitskonferenz klarmachen, dass die Russen nicht gewinnen, wie manche dächten.

Mark Rutte (58), NATO-Generalsekretär, am Freitag in München.  © Marijan Murat/dpa

13. Februar, 16.44 Uhr: Deutsch-ukrainische Drohnenproduktion für die Front startet

Ein erstes gemeinsames deutsch-ukrainisches Rüstungsunternehmen will bis Jahresende mindestens 10.000 Drohnen für die gegen die russische Invasion kämpfenden Streitkräfte der Ukraine liefern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) nahm vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz eine frisch produzierte Drohne aus der in Süddeutschland gelegenen Anlage entgegen - die Örtlichkeit soll geheim bleiben.

13. Februar, 10.09 Uhr: Tote, Verletzte, Stromausfälle - Russland setzt Angriffe fort

Bei russischen Angriffen sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen in der Ukraine getötet worden.

Im Osten seien drei Brüder beim Beschuss von Kramatorsk am Donnerstagabend ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mit. Die älteren seien 19 Jahre und der jüngste acht Jahre alt gewesen. Ihre Mutter und ihre Großmutter wurden demnach bei dem direkten Einschlag in ein Wohnhaus verletzt. Bürgermeister Olexander Hontscharenko zufolge wurde bei dem Angriff ein weiterer Mann getötet.

Die Region Odessa am Schwarzen Meer war ebenso einmal mehr im Visier russischer Angriffe. Gouverneur Oleh Kiper zufolge wurde auch dort ein Mensch getötet, sechs weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacken waren den Angaben nach Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur. Der ukrainische Zivilschutz sprach von einem massiven Angriff mit Drohnen. In der Nacht berichtete er zudem von erheblichen Aussetzern der Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

In Kramatorsk kam es in der Nacht zu russischen Angriffen.  © Tommaso Fumagalli/ZUMA Press Wire/dpa

12. Februar, 21.47 Uhr: Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Flugabwehrraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert angesichts schwerer russischer Luftangriffe von den europäischen Partnern eine schnellere Versorgung mit Flugabwehrraketen.

"Das ist derzeit nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine zentrale Aufgabe", sagte Selenskyj. "Die Russen dürfen sich nicht daran gewöhnen, dass ihre Raketen und Shahed(-Drohnen) ihnen irgendwie helfen."

Ein kombinierter russischer Luftangriff mit 25 Raketen und mehr als 200 Drohnen hatte in der Nacht auf Donnerstag erneut schwere Schäden an der Energieversorgung von Kiew, Odessa und Dnipro verursacht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von den europäischen Partnern eine schnellere Versorgung mit Luftabwehrraketen.  © Jens Büttner/dpa

12. Februar, 19.27 Uhr: Beschädigte Energieanlagen produzieren zu wenig Strom

Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bürger.

Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagte Energieminister Denys Schmyhal. Millionen Ukrainer haben länger als 20 Stunden täglich keinen Strom.

In den Tagen zuvor mit zweistelligen Minusgraden in einigen Teilen des Landes war der Bedarf an Strom den Angaben zufolge auf bis zu 18 Gigawatt gestiegen.

Die beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren derzeit zu wenig Strom. Erst im Frühling ist Besserung in Sicht.  © -/kyodo/dpa

12. Februar, 7.38 Uhr: Russland überzieht Ukraine mit neuen schweren Angriffen

In der Nacht hat Russland die benachbarte Ukraine erneut mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen.

Schwere Schäden und Verletzte gab es Behördenangaben nach in der Hauptstadt Kiew und im Schwarzmeerhafen Odessa. Zwei Menschen seien bei dem Raketenangriff auf Kiew verletzt worden, einer davon schwer, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.

Nach Klitschkos Angaben waren erneut Infrastrukturobjekte Ziel der Raketenangriffe. Es habe aber auch Einschläge in privaten Wohnhäusern gegeben.

Einen Verletzten gab es auch in Odessa nach einem massiven russischen Drohnenangriff.

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