Ukraine-Krieg: Selenskyj trifft belarussische Oppositionelle

Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.  © dpa/AP | Mindaugas Kulbis

Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schrieb die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram.

Ihren Angaben nach war es das erste bilaterale Treffen der beiden. Tichanowskaja dankte dem ukrainischen Präsidenten für die Aufnahme freigelassener politischer Häftlinge aus Belarus. Selenskyj schrieb zunächst nichts über das Treffen in sozialen Medien.

Auf Drängen der USA hatte in Belarus Machthaber Alexander Lukaschenko im Dezember mehr als 100 politische Gegner nach jahrelanger Gefangenschaft in die Freiheit entlassen. Zahlreiche wurden per Bus außer Landes in die Ukraine gebracht. Darunter war auch die prominente Oppositionelle Maria Kolesnikowa.

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

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26. Januar, 6.15 Uhr: Dokument über Sicherheitsgarantien der USA fertig

Ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge unterschriftsreif.

Das Papier sei "zu 100 Prozent" fertig, sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Litauen. Kiew erwarte nun von seinen Partnern die Bereitschaft, Ort und Zeit zur Unterschrift zu nennen, danach komme das Dokument zur Ratifizierung in den US-Kongress und das ukrainische Parlament.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schüttelt dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda nach einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Nawrocki im Präsidentenpalast, die Hand.  © dpa/AP | Mindaugas Kulbis

26. Januar, 6 Uhr: Selenskyj trifft belarussische Oppositionelle Tichanowskaja

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen.

Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schrieb die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram.

25. Januar, 14.20 Uhr: Kreml schließt Verhandlungen mit "inkompetenter" EU-Führung aus

Der Kreml hat vor dem Hintergrund der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs die politische Führung der EU als inkompetent kritisiert und Verhandlungen mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ausgeschlossen.

Der EU-Führung fehle es an vorausschauenden Visionären, beklagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. "Das sind irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können." Darunter leide das gesamte System der internationalen Beziehungen, sagte er.

So habe sich die EU von einer ausgedachten Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nun in die Abhängigkeit von den USA begeben, argumentierte er.

Der Kremlsprecher Dmitri Peskow beklagt im russischen Staatsfernsehen, dass es der EU-Führung an vorausschauenden Visionären fehle.  © -/Kremlin Press Office/dpa

25. Januar, 12.31 Uhr: Neue Angriffe auf die Ukraine - Tausende in Kiew ohne Heizung

Trotz der Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine hat Russland das Land erneut mit Drohnen und Raketen beschossen.

Zum Einsatz gekommen seien 102 Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 87 Drohnen wurden demnach abgewehrt, es gab aber auch Einschläge an zehn unterschiedlichen Orten.

Unterdessen bleibt die Lage in der Hauptstadt Kiew infolge vorangegangener russischer Attacken schwierig. Zwar sei der größte Teil der am Samstag in 6000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden, doch 1676 Wohnblocks seien immer noch ohne Wärmeversorgung, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. In der Nacht lagen die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich.

25. Januar, 7.07 Uhr: Ukraine-Gespräche sollen kommende Woche in Abu Dhabi fortgesetzt werden

Nach US-Angaben sind in der kommenden Woche weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.

Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien "sehr konstruktiv" gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, "die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen."

Die trilateralen Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sollen laut Steve Witkoff in den Vereinigten Arabischen Emiraten fortgesetzt werden. (Archivbild)  © Evan Vucci/AP/dpa

24. Januar, 21.43 Uhr: Behörden melden schwersten Raketenangriff seit Kriegsbeginn auf russische Grenzregion

Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden.

"Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)", schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.

In Belgorod gab es laut russischen Behörden massiven Raketenbeschuss. (Archivbild)  © Vadim Ghirda/AP/dpa

24. Januar, 19.30 Uhr: Selenskyj lobt konstruktive Verhandlungen in Abu Dhabi

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hat die trilateralen Verhandlungen zwischen Washington, Moskau und Kiew über ein Ende des russischen Kriegs in seinem Land als konstruktiv gelobt.

Es seien viele Themen besprochen worden bei dem ersten Treffen der beiden Kriegsgegner seit längerer Zeit, schrieb er in sozialen Netzwerken. Er erwarte nun den genauen Bericht der ukrainischen Delegation nach ihrer Rückkehr.

Das weitere Vorgehen werde auf Ebene der Staats- und Regierungschefs entschieden. Die an den Verhandlungen beteiligten "Militärs haben eine Liste von Themen für ein mögliches neues Treffen erstellt." Dieses könne bei entsprechendem Willen schon in der kommenden Woche stattfinden - Kiew sei dazu bereit, betonte er.

In Abu Dhabi fanden Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs statt. (Archivbild)  © Sina Schuldt/dpa

24. Januar, 15.25 Uhr: Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet

Der zweite Verhandlungstag bei den trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine ist beendet.

Die Delegationen seien in ihre Hotels zurückgekehrt, eine Fortsetzung heute sei nicht mehr geplant, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

Nach aus Verhandlungskreisen durchdringenden Informationen sind beide Kriegsparteien grundsätzlich mit dem Verlauf der Gespräche zufrieden. Es gebe Resultate, doch diese würden von den Verantwortlichen daheim verkündet, zitierte Tass ein Mitglied der russischen Verhandlungsdelegation.

24. Januar, 12.59 Uhr: Ukraine-Verhandlungen am zweiten Tag auch über Gebietsfragen

Die Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine haben nach Medieninformationen am zweiten Tag auch mit Gesprächen über das heikle Thema Gebietsabtretungen begonnen.

Mehrere Dokumente würden studiert und erörtert, hieß es der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge aus russischen Delegationskreisen. "Sowohl Territorien als auch (Sicherheits-) Garantien und andere Aspekte", zitierte die Agentur ihren Informanten.

Das Thema Gebietsabtretungen ist eins der heikelsten bei den Gesprächen über einen Frieden. Russland fordert neben den ohnehin schon besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche, konkret die auch nach knapp vier Jahren noch nicht eroberten Reste des Gebietes Donezk, für sich ein. Die Ukraine wiederum lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab.

24. Januar, 11.41 Uhr: Selenskyj will nach russischen Angriffen Flugabwehr stärken

Die russischen Luftangriffe in der Nacht auf die Ukraine gehörten nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu den schwersten seit Wochen.

"In der Nacht hat Russland unsere Regionen massiv attackiert - sie haben 370 Kampfdrohnen und 21 Raketen unterschiedlicher Typen abgefeuert", schrieb er auf Telegram. Als Reaktion bat er um schnelle westliche Hilfe bei der Stärkung der Flugabwehr.

Trotz der laufenden Verhandlungen über einen Frieden beschießt Russland die benachbarte Ukraine auch in dieser Nacht massiv. Nach schweren Schäden fordert Präsident Selenskyj eine Reaktion. (Archivbild)  © Markus Schreiber/AP/dpa

24. Januar, 7.21 Uhr: Ukrainer und Russen setzen Gespräche über Kriegsende fort

Die direkten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien über ein Ende des russischen Feldzugs gegen die Ukraine sind nach monatelanger Pause wieder angelaufen.

Nach dem Auftakt der Gespräche am Vorabend in Abu Dhabi werden heute ranghohe Militärvertreter beider Seiten unter Vermittlung der USA aufeinandertreffen.

Ziel des diplomatischen Ringens in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate sei ein würdiger und dauerhafter Frieden, teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow nach der ersten Runde mit.

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