Ukraine-Krieg: Selenskyj überzeugt - "Putin will Krieg nicht beenden"

Ukraine - Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) plädiert für die Beschlagnahmung von russischem Erdöl.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte.

Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden.

Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen.

Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

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22. März, 21.58 Uhr: Selenskyj überzeugt - "Putin will Krieg nicht beenden"

In den USA hat eine ukrainische Unterhändlergruppe zwei Tage lang mit US-Vertretern über Wege zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges gesprochen. Daran anknüpfend meldete sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zu Wort.

"Insgesamt bleibt die Lage recht klar: [Der russische Präsident Wladimir] Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagte der 48-Jährige nach einem Telefonat mit den Unterhändlern in einer Videobotschaft. 

Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagte Selenskyj. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat sich zu den neuerlichen Gesprächen über ein Kriegs-Ende geäußert.  © -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

22. März, 20.06 Uhr: Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden.

Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.

Mindestens zwei Menschen kamen im Landkreis Nikopol bei russischen Angriffen ums Leben. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

22. März, 15.56 Uhr: Merz telefoniert mit Trump

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs und nach der Absage einer Beteiligung an Militäraktionen mit US-Präsident Donald Trump (79) ausgetauscht.

"Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump an diesem Wochenende angekündigt und auch gesagt: "Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat am Sonntag ein Telefonat mit dem US-Präsidenten geführt.  © Markus Lenhardt/dpa

22. März, 13.54 Uhr: Selenskyj - Putin profitiert von einem langen Krieg im Iran

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes.

"Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine", sagte Selenskyj in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. "Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran."

22. März, 9.07 Uhr: Tödlicher Unfall bei Drohnenangriff auf Zug in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen.

Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden.

Drohnenalarm in Odessa: Eine Schaffnerin stirbt beim Versuch, Passagiere zu retten. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Railway Press Office via AP/dpa

21. März, 22.20 Uhr: Selenskyj fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl

Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen "Schattenflotte" hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert.

"Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.

Überdies haben ukrainische Unterhändler in den USA mit US-Vertretern zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine Gespräche geführt. "Wichtig für uns alle in der Welt ist, dass die Diplomatie fortgesetzt wird und wir versuchen diesen Krieg zu beenden - den Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) plädiert für die Beschlagnahmung von russischem Erdöl.  © Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa

21. März, 18.52 Uhr: Mehrere Frauen tot durch ukrainischen Angriff bei Belgorod

Im russischen Grenzgebiet Belgorod sind nach Behördenangaben durch ukrainischen Beschuss mindestens vier Frauen getötet worden.

Getroffen worden sei eine soziale Einrichtung im Dorf Smorodino, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit. Das Dorf im Landkreis Graiworon liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, schrieb Gladkow. Es sei nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden. Das Gebiet Belgorod liegt in Reichweite ukrainischer Drohnen und Artillerie. Die Ukraine schießt bei ihrer Abwehr der russischen Invasion auch über die Grenze hinweg in Feindesland.

In der Region Belgorod sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Vadim Ghirda/AP/dpa

21. März, 11.20 Uhr: Schwere Kämpfe im Donbass

Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt.

Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Morgenbericht des Generalstabs für Samstag hieß es, dass binnen 24 Stunden 1240 russische Soldaten verletzt oder tot ausgeschaltet worden seien. Es habe 161 einzelne Gefechte gegeben.

Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden.

In der Ostukraine toben heftige Gefechte: Kiew meldet hohe russische Verluste, Geländegewinne werden aber nicht bestätigt. (Archivbild)  © Oleksandr Klymenko/ukrin/dpa

21. März, 9.55 Uhr: Russischer Angriff auf Stromnetz von Tschernihiw

Ein russischer Drohnenangriff in der Nacht legte die Stromversorgung im nordukrainischen Gebiet Tschernihiw weitgehend lahm, wie Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram mittelte.

In der Stadt Saporischschja im Süden kamen nach Behördenangaben bei einem Treffer auf ein Wohnhaus ein Mann und eine Frau ums Leben, zwei Kinder wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben 154 feindliche Drohnen, von den 148 ausgeschaltet worden seien.

21. März, 9.54 Uhr: Russland meldet großen Drohnenangriff der Ukraine

Das russische Militär berichtet von einem großen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht.

283 feindliche Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Ein Schwerpunkt des Angriffs lag demnach im südrussischen Gebiet Rostow. Dort wurden nach Mitteilung von Gouverneur Juri Sljussar etwa 90 ukrainische Drohnen ausgeschaltet.

Bei ihren nächtlichen Luftangriffen setzen Russland und die Ukraine mittlerweile Hunderte Kampfdrohnen ein. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

20. März, 12.54 Uhr: Orban verteidigt Veto bei EU-Gipfel: «Ist unser Recht»

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban versucht seine Blockade von milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine beim jüngsten Brüsseler EU-Gipfel zu rechtfertigen.

"Es kam ein wenig Stottern ins Getriebe", sagte er in der Nacht zum Freitag vor ungarischen Journalisten in Brüssel. "Aber die juristische Lage ist völlig klar, wir haben das Recht dazu", fügte er mit Blick auf seine Vetodrohung hinzu. "Denn der Entscheidungsprozess war noch nicht abgeschlossen", zitierten ihn ungarische Medien.

Ungarns Regierungschef hatte dem Unterstützungsdarlehen für die Ukraine beim Dezember-Gipfel eigentlich schon zugestimmt. Jetzt beruft sich Orban darauf, dass die Ukraine die Erdölpipeline Druschba willkürlich "abgedreht" hätte. Durch sie erhalten Ungarn und die Slowakei als die einzigen EU-Länder noch Öl aus Russland, das einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

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