Ukraine-Krieg: Selenskyj und Erdogan sprachen über Sicherheit und Gasprojekte
Ukraine - Argentiniens Präsident Javier Milei (55) stuft eine mutmaßliche russische Desinformations-Kampagne als schweren Spionagefall ein.
"Die bekanntgewordene Spionage ist von einer institutionellen Schwere, wie sie in der Geschichte nur selten zu sehen war", schrieb Milei auf der Plattform X.
Die Zeitung "La Nación" und weitere Medien berichteten unter Berufung auf ein internationales Recherchekonsortium, ein Netzwerk habe 2024 zugunsten Russlands versucht, die Unterstützung der argentinischen Regierung für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu schwächen und politische Spannungen im Land zu verschärfen.
Nach Angaben der argentinischen Geheimdienstbehörde (SIDE) war das Netzwerk schon länger im Visier. Es handle sich um eine Organisation namens "La Compañía", bestehend aus in Argentinien ansässigen russischen Staatsbürgern mit lokalen Kontakten und externer Finanzierung.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
4. April, 19.36 Uhr: Selenskyj und Erdogan sprachen über Sicherheit und Gasprojekte
Bei einem Besuch in der Türkei hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72) unter anderem die Situation im Nahen Osten besprochen.
"Wir haben neue Schritte bei der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vereinbart", teilte Selenskyj anschließend auf sozialen Netzwerken mit. Ohne konkretere Angaben schrieb der Staatschef von einer ukrainischen Unterstützung mit "Expertise, Technologie, Erfahrung".
4. April, 18.12 Uhr: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Luhansk
Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff nach russischen Angaben mindestens drei Zivilisten getötet worden.
Im etwa 45 Kilometer von der Frontlinie entfernten Dorf Mychajliwka im Landkreis Kreminna seien Wohnhäuser angegriffen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik bei Telegram mit. Ukrainische Drohnenangriffe hat es demnach auch in anderen Landkreisen des Gebiets gegeben. Unter anderem sei die Eisenbahninfrastruktur Ziel gewesen.
4. April, 13.34 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Drohnenangriff in Südostukraine
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff mit mehreren Drohnen getötet worden.
Gouverneur Olexander Hanscha zufolge wurden 19 Menschen bei der Attacke auf die Stadt Nikopol verletzt, darunter ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen demnach drei Frauen und zwei Männer.
4. April, 10.30 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen mit Drohnen und Gleitbomben in der Ukraine
In der nordostukrainischen Stadt Sumy sind bei russischen Drohnenangriffen mindestens elf Menschen verletzt worden.
Darunter sei auch eine 15-jährige Person, teilte die Polizei mit. In Kramatorsk in der Ostukraine wurden bei einem Angriff mit Gleitbomben am frühen Abend der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge vier Menschen getötet, darunter ein 16-Jähriger. Zwei weitere seien verletzt worden.
In der Hauptstadt Kiew brach laut Bürgermeister Vitali Klitschko (54) durch herabfallende Drohnentrümmer ein Feuer im obersten Stock eines Bürogebäudes aus. Russland attackierte die Ukraine nach Angaben der Luftstreitkräfte in der Nacht mit 286 Kampfdrohnen, von denen 260 abgewehrt worden seien. Elf Einschläge gab es demnach aber.
4. April, 8.43 Uhr: Gouverneur meldet einen Toten und vier Verletzte nach Angriff im Süden Russlands
Bei einem Angriff mit Drohnen und Raketen ist im Süden Russlands ein Mensch getötet worden.
Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Region Rostow schwer verletzt worden, erklärte der Regionalgouverneur Juri Slyusar am Samstag auf Telegram. Die Verletzten schwebten seinen Angaben zufolge in Lebensgefahr. "Eine Rakete traf eine gewerbliche Einrichtung", erklärte der Gouverneur.
Bei dem Angriff in der Hafenstadt Taganrog sei zudem ein Frachtschiff im Asowschen Meer durch herabfallende Trümmerteile beschädigt worden. Die Luftabwehr habe Drohnen über der Bucht von Taganrog und in anderen Gebieten zerstört.
4. April, 8.38 Uhr: 14 Todesopfer laut Behörden nach russischer Angriffswelle auf Ukraine am Karfreitag
Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag kamen nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen ums Leben.
Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben.
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj (48) warf Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.
4. April, 8.33 Uhr: Wadephul dringt nach Blockade von Ukraine-Hilfen auf Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) wünscht sich, dass die Europäische Union das Einstimmigkeitsprinzip bald aufgibt.
"Um international ein handlungsfähiger Akteur zu sein, um wirklich erwachsen zu werden, sollten wir in der EU das Einstimmigkeitsprinzip in der Außen- und Sicherheitspolitik abschaffen, bevor diese Wahlperiode zu Ende geht", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
"Ich bin dafür, in der Europäischen Union mit einem System qualifizierter Mehrheiten zu arbeiten. Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür", fügte Wadephul hinzu. Das von Ministerpräsident Viktor Orban (62) regierte Ungarn blockiert derzeit einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine. Er wirft der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme russischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline zu verhindern.
3. April, 20.19 Uhr: Russischer Kampfjet auf der Krim abgestürzt
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist nach Moskauer Angaben bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt.
Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach diesen Angaben habe die Maschine keine Munition an Bord gehabt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.
3. April, 11.35 Uhr: Ukrainische Großstadt Charkiw unter Dauerbeschuss
Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen.
In der Nacht auf Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden.
Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. In der Stadt herrschte fast rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
2. April, 8.43 Uhr: Toter und Verletzte in der Ukraine
Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet.
Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele im russischen Hinterland an. Kiew nimmt dabei gezielt die Ölindustrie ins Visier, um Moskaus Kriegskasse zu schaden und Treibstoffnachschub für die Armee zu erschweren.
2. April, 8.42 Uhr: Brand nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölraffinerie
Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie hat nach russischen Angaben einen Brand in der Teilrepublik Baschkortostan ausgelöst.
Mehrere Drohnen seien beim Anflug auf die Anlage in der Großstadt Ufa abgewehrt worden, schrieb Republikchef Radi Chabirow bei Telegram.
Trümmer einer Drohne seien im Gewerbegebiet abgestürzt, auf dem Gelände einer Fabrik brenne es, führte er aus. Eine weitere Drohne habe ein Wohnhaus getroffen.
2. April, 6.41 Uhr: Nato-Chef reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump (79) nach Washington reisen.
Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagte seine Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.
Themen der Beratungen dürften die andauernden Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie der im Sommer anstehende Nato-Gipfel in der Türkei sein.
1. April, 20.37 Uhr: Selenskyj spricht mit Trump-Vertretern über Friedensprozess
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump (79) über den Friedensprozess für sein Land beraten.
Selenskyj schrieb im Portal X, von US-Seite seien der Sondergesandte Steve Witkoff (69), Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (45) und Senator Lindsey Graham (70) zugeschaltet gewesen. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) nahm demnach an der Videoschalte teil.
"Die Ukraine schätzt jeden Einsatz Amerikas, einen würdigen Frieden zu schaffen", schrieb Selenskyj in Kiew. Man sei übereingekommen, dass die Teams in den kommenden Tagen weiter an einem Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine arbeiten. "Das ist, was den Weg zu einem zuverlässigen Ende des Krieges bahnen kann."
1. April, 16.54 Uhr: Vier Tote bei Drohnenexplosion
In der Zentralukraine sind vier Menschen infolge einer Drohnenexplosion getötet worden. Sie haben sich einer abgestürzten Drohne aus Neugier genähert, wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Tscherkassy mitteilte.
Der Flugkörper sei während eines Luftalarms im Landkreis Solotonoscha auf offenen Gelände außerhalb von Ortschaften herabgestürzt. Nach Angaben von Gouverneur Ihor Taburez handelte es sich um eine russische Drohne.
1. April, 16.19 Uhr: Abgestürzte Drohne in Finnland stammte aus der Ukraine
Eine Drohne, die nahe der russischen Grenze in Finnland abgestürzt war, stammt aus der Ukraine. Das bestätigte die finnische Polizei am Mittwoch.
Die Drohne war am Dienstag auf einem zugefrorenen See in Parikkala an der Ostgrenze des Landes entdeckt worden. Mit einer kontrollierten Explosion machte die Polizei sie unschädlich. Erst vor wenigen Tagen waren zwei ukrainische Drohnen im Südosten Finnlands abgestürzt. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand.
Kiew hatte sich für den Vorfall am Sonntag entschuldigt. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Drohnen durch elektronische Störsignale der russischen Flugabwehr vom ursprünglichen Kurs abgebracht worden seien, hieß es.
1. April, 14.41 Uhr: EU-Kommission treibt Vorbereitungen für Ukraine-Kredit voran
Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen (67) treibt die Vorbereitungen zur Auszahlung neuer Milliardenhilfen an die Ukraine ungeachtet des ungarischen Vetos voran.
Die Behörde legte in Brüssel einen Vorschlag vor, der nach einer Aufhebung der Blockade Budapests die Bereitstellung von 45 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres ermöglichen soll.
Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland ermöglichen. Ungarns Regierungschef Viktor Orban (62) hat ein Veto gegen das derzeitige Finanzierungskonzept für die neuen Ukraine-Hilfen eingelegt.
1. April, 6.27 Uhr: EU-Außenbeauftragte für gemeinsames Vorgehen gegen Schattenflotte
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, für ein Ende des Ukraine-Kriegs den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen.
"Wir müssen mit der Schattenflotte etwas tun, denn das ist ein Instrument, das Russland nutzt, um Öl herauszuholen aus Russland und zu verteilen", sagte Kallas den ARD-"Tagesthemen". Auf diese Weise bekomme Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
"Hier müssen wir kreativ sein, wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen", sagte sie. Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, so dass Moskau diesen Krieg beende. Sie betonte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Mit der russischen Schattenflotte sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.
31. März 21.23 Uhr: Selenskyj kündigt Videogespräch mit US-Vertretern an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Videogespräch mit US-Vertretern angekündigt. Es sei für den morgigen Mittwoch geplant und die US-Seite habe darum gebeten, hatte er vor einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew gesagt.
Dabei sein sollen demnach Selenskyj selbst und der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Senator Lindsey Graham. Es werde darum gehen "wo wir stehen" und wie nah ein dreiseitiges Treffen sei, sagte Selenskyj.
31. März, 19.13 Uhr: Oster-Waffenruhe? - Kreml fordert von Selenskyj Vorschlag
Russland hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Konkretisierung seines Vorschlags einer Waffenruhe über Ostern aufgefordert und zugleich Bedenken gezeigt.
Eine klare Formulierung der Initiative habe Moskau bisher nicht gesehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Er machte deutlich, dass Russland vielmehr eine grundsätzliche Lösung des Konflikts anstrebe.
31. März, 17.07 Uhr: Explosion in russischer Chemiefabrik - Drohnenangriff?
Eine starke Explosion hat ein russisches Chemiewerk in der Teilrepublik Tatarstan erschüttert. Nach Angaben des Unternehmens in Nischnekamsk wurden zwei Menschen getötet, es habe mehr als 70 Verletzte gegeben.
Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Allerdings war der Betrieb des Flughafens kurz vorher laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde Rosawiazija eingeschränkt worden. Dies bedeutet meist, dass ukrainische Drohnen in der Luft geortet werden.
31. März, 9.44 Uhr: Vier Jahre nach Butscha-Massaker - EU-Außenminister in Kiew
Außenminister Johann Wadephul (CDU, 63) und EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) sind gemeinsam mit Kollegen zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen.
Die Spitzenpolitiker wollen am Vormittag bei einer Gedenkfeier an die Opfer des russischen Massakers in der Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew erinnern. Später ist dann ein Ministertreffen in der Hauptstadt geplant.
Bei den Beratungen soll es um die Frage gehen, wie sichergestellt werden kann, dass die russischen Kriegsverbrechen auch nach einem möglichen Waffenstillstand nicht straflos bleiben. Zudem dürfte die aktuelle Blockade von milliardenschweren EU-Finanzhilfen für die Ukrainedurch Ungarn Thema sein.
31. März, 9.43 Uhr: Ukrainische Angriffsserie - Ölhafen Ust-Luga wieder getroffen
Ukrainische Langstreckendrohnen haben zum wiederholten Mal den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei St. Petersburg angegriffen.
Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, sprach von Schäden an den Hafenanlagen, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.
Am Finnischen Meerbusen seien Drohnen auch über den Landkreisen Kingisepp an der Grenze zu Estland und Wyborg an der Grenze zu Finnland geortet worden. Am Flughafen der Millionenstadt St. Petersburg mussten wegen der Drohnengefahr mehr als 60 Flüge gestrichen oder verschoben werden.
31. März, 6.12 Uhr: Toter und Verletzte in Region Poltawa
Bei einem russischen Drohnenangriff ist im zentralukrainischen Gebiet Poltawa nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden.
Zudem wurden drei Menschen verletzt, wie Militärgouverneur Witalij Djakiwnytsch auf Telegram schrieb. Zwei von ihnen, darunter ein elfjähriger Junge, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
30. März, 18.56 Uhr: Deutschland und Polen sichern Ukraine Unterstützung zu
Deutschland und Polen sichern der Ukraine auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ihre unverbrüchliche Unterstützung zu.
Es gebe "die Gefahr, dass die Eskalation im Nahen Osten den Fokus der internationalen Unterstützung von der Ukraine ablenkt und die Entwicklung auf den Energiemärkten Russlands in die Hände spielt", sagte Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) bei einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski (63) in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Krzyzowa (Kreisau).
30. März, 18.53 Uhr: Selenskyj spricht mit wegen Drohnen-Absturz mit Finnlands Staatschef
Nach dem Absturz ukrainischer Drohnen in Finnland hat Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ein Telefonat mit seinem finnischen Kollegen Alexander Stubb (57) geführt.
"Natürlich haben wir den Drohnenvorfall erwähnt, der sich kürzlich auf dem Territorium Finnlands ereignet hat. Alex und ich sehen die Situation auf gleiche Weise", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Kiew werde alle notwendigen Informationen bereitstellen.
30. März, 14 Uhr: Tichanowskaja - EU-Sanktionen gegen Belarus nicht lockern
Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hält eine Lockerung von EU-Sanktionen gegen ihr Heimatland für den falschen Weg und weist entsprechende US-Forderungen zurück.
"Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern und drängen sie, keinen Druck auf die EU-Länder, insbesondere Litauen, auszuüben, die europäischen Sanktionen aufzuheben", sagte Tichanowskaja litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. "Uns allen ist klar, dass beispielsweise die Aufhebung der Sanktionen gegen Kalidünger das Regime nur stärken und zusätzliche Mittel für Repressionen und den Krieg in der Ukraine bereitstellen würde."
30. März, 11.34 Uhr: Moskau weist erneut britischen Diplomaten aus
Russland hat erneut einen britischen Diplomaten unter dem Vorwurf angeblicher Spionage ausgewiesen. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mit. Der Mann im Rang eines zweiten Sekretärs müsse Russland binnen zwei Wochen verlassen.
Schon im März hatte Moskau einem britischen Diplomaten die Akkreditierung entzogen, also die offizielle Arbeitserlaubnis. Der FSB warnte russische Bürger, zu Veranstaltungen in die britische Botschaft zu gehen, weil man dort auch auf Geheimdienstler stoßen könne.
Immer wieder streiten die beiden Länder, weil Diplomaten ihren Aufenthalt angeblich für geheimdienstliche Tätigkeit nutzen.
30. März, 6.42 Uhr: Empörung in Ukraine über Äußerung von Rheinmetall-Chef
Mit der Gleichsetzung ukrainischer Drohnenhersteller mit "Hausfrauen" hat Rheinmetall-Chef Armin Papperger Empörung in der Ukraine ausgelöst. Das Rüstungsunternehmen aus Düsseldorf versuchte am Sonntag zu beschwichtigen und lobte den Beitrag "jeder einzelnen Frau und jedes Mannes in der Ukraine" zur Verteidigung des Landes.
In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "The Atlantic" hatte Papperger auf eine Frage zur Entwicklung von Drohnentechnologie in der Ukraine gesagt, dies sei "wie mit Lego zu spielen". Der Rheinmetall-Chef verglich zudem wichtige ukrainische Drohnenbauer mit "Hausfrauen": "Sie haben 3-D-Drucker in der Küche, und sie stellen Drohnenteile her. Das ist keine Innovation."
Die Äußerung löste eine scharfe Reaktion des ukrainischen Präsidentenberaters Alexander Kamyschin aus, der im Onlinedienst X die Erfolge ukrainischer Drohnen gegen russische Panzer hervorhob. Bei seinen Besuchen in Waffenfabriken habe er häufig ukrainische Frauen gesehen, die genauso arbeiteten wie Männer: "Sie sind großartige Hausfrauen, und doch müssen sie hart in den Militärfabriken arbeiten", schrieb Kamyschin. An Rheinmetall gewandt fügte er hinzu: "Sie verdienen Respekt."
30. März, 5 Uhr: Trump freut sich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat
US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko "herzlichst" für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt.
Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert.
Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Kritiker lehnen den Friedensrat als Angriff auf die Vereinten Nationen ab. Das umstrittene Gremium ist auf Trump zugeschnitten und gilt - anders als die UN - nicht als unparteiisch.
Titelfoto: -/Turkish Presidency/dpa
