Ukraine-Krieg: Selenskyj und Erdogan sprachen über Sicherheit und Gasprojekte

Ukraine - Argentiniens Präsident Javier Milei (55) stuft eine mutmaßliche russische Desinformations-Kampagne als schweren Spionagefall ein.

Der argentinische Präsident Javier Milei (55) hat sich zu einem Spionage-Netzwerk im Zusammenhang mit der Ukraine-Unterstützung geäußert.
Der argentinische Präsident Javier Milei (55) hat sich zu einem Spionage-Netzwerk im Zusammenhang mit der Ukraine-Unterstützung geäußert.  © Kena Betancur/AP/dpa

"Die bekanntgewordene Spionage ist von einer institutionellen Schwere, wie sie in der Geschichte nur selten zu sehen war", schrieb Milei auf der Plattform X.

Die Zeitung "La Nación" und weitere Medien berichteten unter Berufung auf ein internationales Recherchekonsortium, ein Netzwerk habe 2024 zugunsten Russlands versucht, die Unterstützung der argentinischen Regierung für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu schwächen und politische Spannungen im Land zu verschärfen.

Nach Angaben der argentinischen Geheimdienstbehörde (SIDE) war das Netzwerk schon länger im Visier. Es handle sich um eine Organisation namens "La Compañía", bestehend aus in Argentinien ansässigen russischen Staatsbürgern mit lokalen Kontakten und externer Finanzierung.

Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

4. April, 19.36 Uhr: Selenskyj und Erdogan sprachen über Sicherheit und Gasprojekte

Bei einem Besuch in der Türkei hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72) unter anderem die Situation im Nahen Osten besprochen.

"Wir haben neue Schritte bei der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vereinbart", teilte Selenskyj anschließend auf sozialen Netzwerken mit. Ohne konkretere Angaben schrieb der Staatschef von einer ukrainischen Unterstützung mit "Expertise, Technologie, Erfahrung". 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72, r.).
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72, r.).  © -/Turkish Presidency/dpa

4. April, 18.12 Uhr: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Luhansk

Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff nach russischen Angaben mindestens drei Zivilisten getötet worden.

Im etwa 45 Kilometer von der Frontlinie entfernten Dorf Mychajliwka im Landkreis Kreminna seien Wohnhäuser angegriffen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik bei Telegram mit. Ukrainische Drohnenangriffe hat es demnach auch in anderen Landkreisen des Gebiets gegeben. Unter anderem sei die Eisenbahninfrastruktur Ziel gewesen.

Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff mehrere Zivilisten gestorben. (Archivbild)
Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff mehrere Zivilisten gestorben. (Archivbild)  © -/AP/dpa

4. April, 13.34 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Drohnenangriff in Südostukraine

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff mit mehreren Drohnen getötet worden.

Gouverneur Olexander Hanscha zufolge wurden 19 Menschen bei der Attacke auf die Stadt Nikopol verletzt, darunter ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen demnach drei Frauen und zwei Männer.

4. April, 10.30 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen mit Drohnen und Gleitbomben in der Ukraine

In der nordostukrainischen Stadt Sumy sind bei russischen Drohnenangriffen mindestens elf Menschen verletzt worden.

Darunter sei auch eine 15-jährige Person, teilte die Polizei mit. In Kramatorsk in der Ostukraine wurden bei einem Angriff mit Gleitbomben am frühen Abend der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge vier Menschen getötet, darunter ein 16-Jähriger. Zwei weitere seien verletzt worden.

In der Hauptstadt Kiew brach laut Bürgermeister Vitali Klitschko (54) durch herabfallende Drohnentrümmer ein Feuer im obersten Stock eines Bürogebäudes aus. Russland attackierte die Ukraine nach Angaben der Luftstreitkräfte in der Nacht mit 286 Kampfdrohnen, von denen 260 abgewehrt worden seien. Elf Einschläge gab es demnach aber.

In Sumy ist ein Wohnhaus getroffen worden.
In Sumy ist ein Wohnhaus getroffen worden.  © Ukrainian Emergency Service/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

4. April, 8.43 Uhr: Gouverneur meldet einen Toten und vier Verletzte nach Angriff im Süden Russlands

Bei einem Angriff mit Drohnen und Raketen ist im Süden Russlands ein Mensch getötet worden.

Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Region Rostow schwer verletzt worden, erklärte der Regionalgouverneur Juri Slyusar am Samstag auf Telegram. Die Verletzten schwebten seinen Angaben zufolge in Lebensgefahr. "Eine Rakete traf eine gewerbliche Einrichtung", erklärte der Gouverneur.

Bei dem Angriff in der Hafenstadt Taganrog sei zudem ein Frachtschiff im Asowschen Meer durch herabfallende Trümmerteile beschädigt worden. Die Luftabwehr habe Drohnen über der Bucht von Taganrog und in anderen Gebieten zerstört.

In der Region Rostow ist ein Mensch bei ukrainischen Angriffen getötet worden. (Archivbild)
In der Region Rostow ist ein Mensch bei ukrainischen Angriffen getötet worden. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

4. April, 8.38 Uhr: 14 Todesopfer laut Behörden nach russischer Angriffswelle auf Ukraine am Karfreitag

Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag kamen nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen ums Leben.

Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj (48) warf Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.

4. April, 8.33 Uhr: Wadephul dringt nach Blockade von Ukraine-Hilfen auf Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) wünscht sich, dass die Europäische Union das Einstimmigkeitsprinzip bald aufgibt.

"Um international ein handlungsfähiger Akteur zu sein, um wirklich erwachsen zu werden, sollten wir in der EU das Einstimmigkeitsprinzip in der Außen- und Sicherheitspolitik abschaffen, bevor diese Wahlperiode zu Ende geht", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Ich bin dafür, in der Europäischen Union mit einem System qualifizierter Mehrheiten zu arbeiten. Alle Erfahrungen, die wir in den letzten Wochen mit Hilfen für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland gemacht haben, sprechen dafür", fügte Wadephul hinzu. Das von Ministerpräsident Viktor Orban (62) regierte Ungarn blockiert derzeit einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine. Er wirft der Ukraine vor, eine Wiederaufnahme russischer Öllieferungen über die Druschba-Pipeline zu verhindern.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) plädiert für ein Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) plädiert für ein Ende des EU-Einstimmigkeitsprinzips.  © Lilli Förter/dpa

3. April, 20.19 Uhr: Russischer Kampfjet auf der Krim abgestürzt

Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist nach Moskauer Angaben bei einem Übungsflug auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim abgestürzt.

Die Besatzung habe sich mit dem Schleudersitz retten können, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach diesen Angaben habe die Maschine keine Munition an Bord gehabt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist über der Krim abgestürzt. (Symbolbild)
Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-30 ist über der Krim abgestürzt. (Symbolbild)  © Vitaliy Timkiv/AP/dpa

3. April, 11.35 Uhr: Ukrainische Großstadt Charkiw unter Dauerbeschuss

Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen.

In der Nacht auf Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden.

Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. In der Stadt herrschte fast rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Die Großstadt Charkiw befindet sich derzeit unter russischem Dauerbeschuss. (Archivbild)
Die Großstadt Charkiw befindet sich derzeit unter russischem Dauerbeschuss. (Archivbild)  © Andrii Marienko/AP/dpa

2. April, 8.43 Uhr: Toter und Verletzte in der Ukraine

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk wurde nach Angaben von Gouverneur Olexander Hanscha ein Mensch bei russischen Angriffen mit Drohnen und Artillerie in der Stadt Synelnykowe getötet.

Ein Zwölfjähriger und eine 42 Jahre alte Frau seien verletzt worden. Russland attackierte das Nachbarland in der Nacht mit 172 Kampfdrohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Davon seien 147 abgewehrt worden, 22 seien eingeschlagen.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie auch Ziele im russischen Hinterland an. Kiew nimmt dabei gezielt die Ölindustrie ins Visier, um Moskaus Kriegskasse zu schaden und Treibstoffnachschub für die Armee zu erschweren.

Titelfoto: -/Turkish Presidency/dpa

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