Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt Belarus erneut vor Kriegseintritt

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Ukraine - Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ums Leben gekommen.

Um Kremlchef Wladimir Putin (73) seine Kriegsfinanzierung zu erschweren, attackiert die Ukraine auch russische Öl-Anlagen.
Um Kremlchef Wladimir Putin (73) seine Kriegsfinanzierung zu erschweren, attackiert die Ukraine auch russische Öl-Anlagen.  © Sergey Bobylev/Kremlin/dpa

"Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden – sechs Männer und eine Frau", teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit.

Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der folgenschwere Angriff ereignete sich demnach gegen 7 Uhr morgens Ortszeit (6 MEZ).

Kurz nach Beginn des Kriegs eroberte Russland Cherson. Die russischen Militärs mussten die Gebietshauptstadt am Dnipro im Herbst 2022 nach einer ukrainischen Gegenoffensive aber wieder räumen und sich hinter den Fluss zurückziehen.

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Ukraine Tot geglaubter Soldat meldet sich bei Familie: Jetzt will der Staat ein Haufen Geld

Seither verläuft die Frontlinie östlich der Stadt. Cherson wird oft von den russischen Truppen mit Artillerie, Drohnen und Raketen beschossen.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

2. Mai, 17.25 Uhr: Selenskyj warnt Belarus erneut vor Kriegseintritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus erneut vor einem Kriegseintritt gegen sein Land gewarnt.

Am Vortag habe es ungewöhnliche Aktivitäten von belarussischer Seite an der gemeinsamen Grenze gegeben, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew beobachte die Situation. "Und wenn es erforderlich ist, dann werden wir reagieren", warnte er. Konkretere Angaben machte er nicht.

Bereits im April warnte Selenskyj Minsk vor einer Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine. Seitdem verhängte Kiew neue Sanktionen gegen Belarus, dabei unter anderem gegen zwei Söhne von Staatschef Alexander Lukaschenko.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einer Videobotschaft, die Lage an der Grenze zu Belarus im Blick zu behalten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einer Videobotschaft, die Lage an der Grenze zu Belarus im Blick zu behalten.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

2. Mai, 13.59 Uhr: Ukraine will russische Kampfjets im Ural attackiert haben

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben zwei russische Kampfjets im Uralgebirge rund 1700 Kilometer von der Grenze entfernt mit Drohnen angegriffen.

"Getroffen wurden eine Su-57 und eine Su-34", heißt es in einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs vom Freitag. Der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, schrieb später auf Telegram von einer weiteren nicht identifizierten Maschine des Flugzeugbauers Suchoi, die ebenfalls getroffen worden sei.

Der Angriff auf den Militärflugplatz Schagol im Gebiet Tscheljabinsk soll demnach bereits Ende vergangener Woche erfolgt sein. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft, heißt es.

2. Mai, 9.37 Uhr: Tote bei russischer Attacke auf Kleinbus

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ums Leben gekommen.

"Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden – sechs Männer und eine Frau", teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 7.00 Uhr morgens Ortszeit (6.00 MEZ).v

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Stadt Cherson sind lmindestens zwei Personen getötet worden. (Archivbild)
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Stadt Cherson sind lmindestens zwei Personen getötet worden. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. Mai, 20.58 Uhr: Selenskyj verspricht stärkere Flugabwehr für Odessa und Dnipro

Nach harten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) für die Großstädte Odessa und Dnipro eine Stärkung der Flugabwehr in Aussicht gestellt.

"Für Dnipro gibt es zusätzliche Radare, elektronische Störsysteme, zusätzliche Mannschaften", sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Auch für Odessa gebe es Lösungen und die Abschussquote steige bereits. "Doch muss sie noch höher sein", gab Selenskyj als Ziel vor. Das russische Militär versuche mit häufigen und intensiven Angriffen die ukrainische Flugabwehr zu überwinden.

Neue Radare und Störsysteme: Selenskyj (48) will Odessa und Dnipro besser vor russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen schützen. (Archivbild)
Neue Radare und Störsysteme: Selenskyj (48) will Odessa und Dnipro besser vor russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen schützen. (Archivbild)  © -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

1. Mai, 18.15 Uhr: Mitten im Krieg - Selenskyj kündigt Reform der Armee an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat mitten im Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt.

"Ich habe die Aufgabe gestellt, die Soldzahlungen spürbar zu erhöhen", teilte der Staatschef bei Telegram mit. Dabei sollen vor allem die Zahlungen bei Kampfeinsätzen erhöht und entsprechende Erfahrungen stärker berücksichtigt werden. Der Sold im Hinterland soll um fast 50 Prozent auf umgerechnet knapp 400 Euro steigen. Für Kampfeinsätze von Infanteristen stellte er mehr als eine Verdreifachung der bisherigen Frontzuschläge von etwas über 1900 Euro in Aussicht.

Wie die erhöhten Ausgaben finanziert werden sollen, erklärte Selenskyj nicht. Im April hatte die Europäische Union allerdings einen Kredit über 90 Milliarden Euro freigegeben. Medienberichten zufolge kann Kiew mit dem Geld nun erstmals direkt die Armee finanzieren.

Wolodymyr Selenskyj (48) hat im laufenden Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. (Archivbild)
Wolodymyr Selenskyj (48) hat im laufenden Krieg mit Russland Reformen in der Armee angekündigt. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

1. Mai, 15.53 Uhr: Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine

In der westukrainischen Großstadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt worden.

"Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt", teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.

1. Mai, 15.52 Uhr: Selenskyj - Drohnenangriffe kosten Russland Milliarden Euro

Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt.

"Durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen", zählte Selenskyj bei Telegram auf. Dabei hätten die Attacken im April ein neues Niveau erreicht, schrieb er.

Drohnen würden inzwischen nicht nur weiter fliegen als je zuvor, sondern auch die Intensität der Angriffe sei auf Rekordlevel. Das wiederum führe zum stärksten Schrumpfen der russischen Gewinne aus der Ölindustrie seit Kriegsbeginn, zeigte sich Selenskyj überzeugt.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sollen ukrainische Drohnenangriffe seit Jahresbeginn der russischen Ölindustrie Schäden von mindestens sechs Milliarden Euro verursacht haben.
Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sollen ukrainische Drohnenangriffe seit Jahresbeginn der russischen Ölindustrie Schäden von mindestens sechs Milliarden Euro verursacht haben.  © Uncredited/AP/dpa

1. Mai, 12.21 Uhr: Mehr russische Drohnenangriffe auf Ukraine im April als je zuvor

Die russische Armee hat die Ukraine im April mit der größten monatlichen Anzahl an Drohnen seit Kriegsbeginn angegriffen.

Im vergangenen Monat setzte Russland mindestens 6583 Drohnen mit hoher Reichweite in der Ukraine ein, wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage täglicher Berichte der ukrainischen Luftwaffe zeigte. Dies stellte einen Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem Vormonat März dar.

Die ukrainische Luftwaffe fing eigenen Angaben zufolge fast 88 Prozent der russischen Drohnen und Raketen ab. Dennoch verursachten die Angriffe im April viele zivile Opfer, auch weitab der Front. Die meisten Angriffe fanden nachts statt, zuletzt belegten die Daten aber auch einen Anstieg der Attacken am helllichten Tag.

1. Mai, 8.38 Uhr: Kiew lässt erneut Ölterminal am Schwarzen Meer attackieren

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer offiziellen Angaben zufolge erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst.

Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Demnach sind mehr als 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos.

In der russischen Hafenstadt Tuapse ist erneut ein Ölterminal von der ukrainischen Armee angegriffen worden. (Archivbild)
In der russischen Hafenstadt Tuapse ist erneut ein Ölterminal von der ukrainischen Armee angegriffen worden. (Archivbild)  © Uncredited/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

1. Mai, 8.31 Uhr: Behörden melden zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Grenzregion Belgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind Behördenangaben zufolge zwei Menschen getötet worden.

Im Zuge des Angriffs in der Nacht zum Freitag seien zwei junge Männer auf einem Motorrad getroffen worden, erklärte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die beiden Männer im Alter von 18 und 15 Jahren seien noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen.

Titelfoto: Danylo Antoniuk/AP/dpa

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