Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Luftangriff

Ukraine - Kurz vor Beginn einer neuen Gesprächsrunde mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) vor einem massiven russischen Angriff auf Energieanlagen in der Ukraine gewarnt.

Wann herrscht endlich Frieden? Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zeigte sich bereit - unter bestimmten Bedingungen.  © Kay Nietfeld/dpa

"Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die ukrainische Delegation sei bereits am Verhandlungsort Genf in der Schweiz eingetroffen.

Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort", betonte Selenskyj. Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.

Die westlichen Verbündeten mahnte er zu rechtzeitigen Lieferungen von Flugabwehrmitteln. "Es ist notwendig, dass das, worüber wir in München mit den Partnern gesprochen haben, zeitnah umgesetzt wird", hob der Staatschef hervor. Ein Lieferverzug vergrößere nur die von den Angriffen verursachten Schäden.

Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj erwartet Details aus Ukraine-Gesprächen in den USA

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17. Februar, 9.20 Uhr: Russland meldet Abwehr von mehr als 150 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag mehr als 150 ukrainische Drohnen abgewehrt.

Die Luftverteidigungssysteme hätten 151 ukrainische Drohnen abgefangen oder zerstört, erklärte das russische Verteidigungsministerium. 38 der Drohnen seien über der Halbinsel Krim abgewehrt worden. 79 weitere wurden demnach über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgewehrt.

Es sei eine der "längsten Attacken" in der jüngsten Vergangenheit gewesen, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew. Es habe mehrere Verletzte gegeben, darunter ein Kind.

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17. Februar, 6.35 Uhr: Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Luftangriff

"Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort", betonte Selenskyj.

Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.

16. Februar, 16.27 Uhr: Russland will mit Ukraine in Genf über Gebietsfragen reden

Russland will nach Kremlangaben bei den für zwei Tage angesetzten Verhandlungen von Dienstag an in Genf auch über die strittigen Gebietsfragen mit der Ukraine sprechen.

"Hier wird schon die Anwesenheit des Chefunterhändlers, also Medinski, notwendig sein", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Medien zufolge.

Kremlchef Wladimir Putin hatte den früheren Kulturminister Wladimir Medinski zum russischen Verhandlungsführer ernannt. Er steht in der Ukraine aber als nicht ernstzunehmender Verhandler in der Kritik.

Nach Kremlangaben handelt es sich bei der neuen Runde in Genf um ein erweitertes Format, an dem – wie zuletzt – auch der russische Militärgeheimdienstchef Igor Kostjukow teilnehme. Auch Vizeaußenminister Michail Galusin ist bei den Gesprächen dabei.

Der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski (55) wird an den Verhandlungen teilnehmen.  © Emrah Gurel/AP/dpa

16. Februar, 16.26 Uhr: Selenskyj kündigt neue Treffen mit Partnern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für diese Woche neue Gespräche der Ukraine-Unterstützer in Frankreich angekündigt – mit dem Fokus Energieversorgung.

Bei dem Treffen im sogenannten Ramstein-Format sind die G7-Staaten, Partner aus Nordeuropa und dem Baltikum dabei, wie er mitteilte. Explizit nannte er auch Minister aus den USA, Kanada und der EU.

16. Februar, 6.31 Uhr: Russland meldet "schwerste ukrainische Angriffe seit Kriegsbeginn"

In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen.

"Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schrieb Gouverneur Alexander Bogomas bei Telegram.

Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.

Ob auch russische Zivilisten oder Soldaten bei den Angriffen ums Leben gekommen sind, darüber machte Gouverneur Bogomas keine Angaben. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

16. Februar, 6.16 Uhr: Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien für die Ukraine

Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität", sagte der 48-Jährige in seiner abendlichen Videobotschaft am Sonntag.

Die Gespräche über ein Kriegsende sollen in der kommenden Woche unter amerikanischer Vermittlung zwischen Russen und Ukrainern in Genf weitergeführt werden.

Russland will noch mehr Gebiete haben als es schon besetzt hält, fordert konkret die Aufgabe des gesamten Gebietes Donezk - also auch der Landstriche, die Moskaus Truppen auch nach vier Jahren Krieg immer noch nicht besetzen konnten.

Die ukrainische Führung hofft in erster Linie auf Sicherheitsgarantien aus den USA. Unklarheit gibt es noch bei der Länge solcher Zusagen.  © Kay Nietfeld/dpa

15. Februar, 12.44 Uhr: Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen

Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden.

Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall von Bestechlichkeit dauerten an.

Der frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko, der wegen Korruptionsverdachts entlassen wurde, ist bei dem Versuch, das Land zu verlassen, festgenommen worden. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

15. Februar, 8.33 Uhr: Angriff trifft russischen Ölhafen an Schwarzmeerküste

Die Ukraine hat nach russischen Angaben die Schwarzmeerküste Russlands mit Drohnen angegriffen und einen Öltank in Brand geschossen.

Der Gouverneur der betroffenen Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, sprach auf Telegram von einem "massiven Angriff", der die ganze Nacht gedauert habe.

Getroffen wurde demnach ein Tank mit Ölprodukten bei einem Ölverladehafen auf der Halbinsel Taman. Der Terminal war schon mehrmals Ziel ukrainischer Attacken. Kondratjew sprach auch von kleineren Schäden bei Anapa und Sotschi. Es habe zwei Verletzte gegeben.

Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. Februar, 7.14 Uhr: Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden.

Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) in der Münchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk (68).

15. Februar, 7.12 Uhr: Selenskyj gibt sich dialogbereit und drängt auf neue Hilfen

Die Ukraine ist nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) zu Friedensverhandlungen und Kompromissen bereit, fordert selbiges aber auch von Russland.

"Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt", sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich warf er Moskau vor, keine Zugeständnisse zu machen.

Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. "Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren."

Der ukrainische Präsident Selenskyj (48) zeigt sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz verhandlungsbereit - und setzt vor allem auf die Europäer für einen "gerechten Frieden".  © Sven Hoppe/dpa

14. Februar, 18.05 Uhr: Selenskyj für Wahlen bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land erneuert.

Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. "Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten", sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.

Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur, dann sei es möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskyj nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.

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