Ukraine-Krieg: Russischer Frachter sinkt im Asowschen Meer - Gab es einen Drohnenangriff?

Ukraine - Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Die Gespräche über ein mögliches Ende des Konflikts waren zuletzt ins Stocken gekommen.

Im Asowschen Meer toben seit vier Jahren schwere Kämpfe. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

Wolodymyr Selenskyj (48) hatte unter anderem von Druck der USA berichtet, die Ukraine solle für einen Frieden - wie von Russland gefordert - ihre letzten Stellungen in der östlichen Industrieregion Donbass räumen.

Erst am Mittwoch hatte er per Videoschalte mit Trumps Unterhändlern sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) über den Friedensprozess beraten.

Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um US-Sicherheitsgarantien gegangen sein, falls es nach einem Waffenruheabkommen zu einer erneuten russischen Aggression kommen sollte.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

"Wir haben schon vor langer Zeit klargemacht, was wir wollen. Ich denke, das dürfte bald umgesetzt werden", erklärte Kyrylo Budanow (40).

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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5. April, 22.07 Uhr: Sprengstoff an Pipeline - Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine

Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine.

Orban und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraineverdächtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern.

Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen.

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Serbien meldet den Fund von Sprengstoff an der Balkan-Stream-Pipeline. Ungarns Regierungschef Orban (62) sieht einen Sabotage-Plan – doch sein schärfster innenpolitischer Gegner wittert Wahlkampftricks. (Archivbild)  © Daniel Alfoldi/ZUMA Press Wire/dpa

5. April, 18.56 Uhr: Selenskyj in Syrien zum Austausch von Kriegserfahrungen

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen in der Türkei nun in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa getroffen.

"Es gibt ein großes Interesse, die Erfahrungen im militärischen und Sicherheitsbereich auszutauschen", sagte Selenskyj, der von einer großen ukrainischen Delegation begleitet wurde. Beide Seiten hätten vereinbart, für die Entwicklung ihrer Gesellschaften zusammenzuarbeiten, sagte der Ukrainer.

Gesprochen worden sei auch über die Ukraine als verlässlicher Lieferant von Lebensmittelprodukten, sagte Selenskyj. "Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie im Interesse echter Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit fort", teilte er in den sozialen Netzwerken mit. "Jedes Volk, jede Region verdient ein Leben in Frieden", sagte er angesichts der langjährigen Kriegserfahrungen Syriens.

5. April, 15.18 Uhr: Russischer Frachter sinkt im Asowschen Meer - gab es einen Drohnenangriff?

Im Asowschen Meer ist nach Angaben russischer Besatzungsbehörden ein mit Getreide beladener Frachter gesunken. Mindestens ein Seemann sei gestorben, zwei Männer würden noch vermisst, teilte der von Moskau eingesetzte Chef des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, bei Telegram mit.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete unter Berufung auf eigene Quellen, dass das Schiff von einer Drohne getroffen worden sei. Es gebe insgesamt zwei Tote.

Das Schiff vom Typ Wolgo-Balt habe Weizen an Bord gehabt, teilte Saldo weiter mit. Neun Mitglieder der Schiffsbesatzung hätten sich an die Küste des Gebiets Cherson retten können. "Die Umstände des Vorfalls werden derzeit geklärt, es laufen Ermittlungen", so Saldo. 

Das Gebiet Cherson im Süden der Ukraine wird zum größten Teil von russischen Besatzern verwaltet, die gleichnamige Gebietshauptstadt aber steht unter Kontrolle Kiews. In der Region toben schwere Kämpfe.

Die Ukraine hatte im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieges die Kontrolle über ihren Teil des Asowschen Meeres verloren. Kiew greift in den Gewässern immer wieder russische Schiffe an. In der Vergangenheit sind bereits Ölfrachter gesunken.

5. April, 9.33 Uhr: Ukraine setzt russische Ölanlagen in Brand

Die Ukraine hat bei neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Objekte in Brand gesetzt.

Im Gebiet Nischni Nowgorod berichtete Gouverneur Gleb Nikitin (48) bei Telegram, es seien 30 ukrainische Drohnenschläge abgewehrt worden. Herabfallende Trümmer hätten Feuer in zwei Objekten des Ölkonzerns Lukoil ausgelöst. Es seien auch Wohnhäuser und ein Heizkraftwerk beschädigt worden

In Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war wie zuletzt schon mehrfach der Hafen Primorsk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko (61) bei Telegram mitteilte. Dort sei es an einer Ölleitung zu einem "ungefährlichen Brand" gekommen.

Es ist nicht der erste ukrainische Drohnenangriff.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

5. April, 7.17 Uhr: Kiew erwartet Besuch von US-Delegation

Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs rechnet die Ukraine noch im April mit dem Besuch einer US-Delegation in der Hauptstadt Kiew.

Das sagte der Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) in einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Delegation könnte bereits kurz nach dem orthodoxen Osterfest eintreffen, das am 12. April begangen wird, sagte Kyrylo Budanow (40) demnach. 

Die Delegation soll laut Budanow vom US-Sondergesandten Steve Witkoff (69) und dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner (45), geleitet werden. Die beiden waren bereits mehrfach in Russland zu Gast, es wäre aber ihr erster offizieller Besuch in der Ukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) rechnet bereits in den nächsten Tagen mit Besuch aus den USA.  © Sven Hoppe/dpa

4. April, 19.36 Uhr: Selenskyj und Erdogan sprachen über Sicherheit und Gasprojekte

Bei einem Besuch in der Türkei hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72) unter anderem die Situation im Nahen Osten besprochen.

"Wir haben neue Schritte bei der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vereinbart", teilte Selenskyj anschließend auf sozialen Netzwerken mit. Ohne konkretere Angaben schrieb der Staatschef von einer ukrainischen Unterstützung mit "Expertise, Technologie, Erfahrung". 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) mit seinem Kollegen Recep Tayyip Erdogan (72, r.).  © -/Turkish Presidency/dpa

4. April, 18.12 Uhr: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Luhansk

Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff nach russischen Angaben mindestens drei Zivilisten getötet worden.

Im etwa 45 Kilometer von der Frontlinie entfernten Dorf Mychajliwka im Landkreis Kreminna seien Wohnhäuser angegriffen worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Leonid Passetschnik bei Telegram mit. Ukrainische Drohnenangriffe hat es demnach auch in anderen Landkreisen des Gebiets gegeben. Unter anderem sei die Eisenbahninfrastruktur Ziel gewesen.

Im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebiets Luhansk sind bei einem Drohnenangriff mehrere Zivilisten gestorben. (Archivbild)  © -/AP/dpa

4. April, 13.34 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Drohnenangriff in Südostukraine

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens fünf Menschen bei einem russischen Angriff mit mehreren Drohnen getötet worden.

Gouverneur Olexander Hanscha zufolge wurden 19 Menschen bei der Attacke auf die Stadt Nikopol verletzt, darunter ein 14 Jahre altes Mädchen. Ums Leben kamen demnach drei Frauen und zwei Männer.

4. April, 10.30 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen mit Drohnen und Gleitbomben in der Ukraine

In der nordostukrainischen Stadt Sumy sind bei russischen Drohnenangriffen mindestens elf Menschen verletzt worden.

Darunter sei auch eine 15-jährige Person, teilte die Polizei mit. In Kramatorsk in der Ostukraine wurden bei einem Angriff mit Gleitbomben am frühen Abend der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge vier Menschen getötet, darunter ein 16-Jähriger. Zwei weitere seien verletzt worden.

In der Hauptstadt Kiew brach laut Bürgermeister Vitali Klitschko (54) durch herabfallende Drohnentrümmer ein Feuer im obersten Stock eines Bürogebäudes aus. Russland attackierte die Ukraine nach Angaben der Luftstreitkräfte in der Nacht mit 286 Kampfdrohnen, von denen 260 abgewehrt worden seien. Elf Einschläge gab es demnach aber.

In Sumy ist ein Wohnhaus getroffen worden.  © Ukrainian Emergency Service/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

4. April, 8.43 Uhr: Gouverneur meldet einen Toten und vier Verletzte nach Angriff im Süden Russlands

Bei einem Angriff mit Drohnen und Raketen ist im Süden Russlands ein Mensch getötet worden.

Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Region Rostow schwer verletzt worden, erklärte der Regionalgouverneur Juri Slyusar am Samstag auf Telegram. Die Verletzten schwebten seinen Angaben zufolge in Lebensgefahr. "Eine Rakete traf eine gewerbliche Einrichtung", erklärte der Gouverneur.

Bei dem Angriff in der Hafenstadt Taganrog sei zudem ein Frachtschiff im Asowschen Meer durch herabfallende Trümmerteile beschädigt worden. Die Luftabwehr habe Drohnen über der Bucht von Taganrog und in anderen Gebieten zerstört.

In der Region Rostow ist ein Mensch bei ukrainischen Angriffen getötet worden. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

4. April, 8.38 Uhr: 14 Todesopfer laut Behörden nach russischer Angriffswelle auf Ukraine am Karfreitag

Bei der russischen Angriffswelle am Karfreitag kamen nach jüngsten ukrainischen Behördenangaben 14 Menschen ums Leben.

Drei Menschen wurden demnach bei den Attacken am helllichten Tag in der nordukrainischen Region Sumy getötet, insgesamt zwei weitere in der Region Schytomyr im Nordwesten und Dnipropetrowsk im Zentrum der Ukraine, weitere acht in den frontnahen Gebieten Charkiw, Donzek, Cherson und Saporischschja. Ein Mensch kam laut Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk in der Hauptstadtregion Kiew ums Leben.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, insgesamt habe die russische Armee das Staatsgebiet der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und dutzenden Raketen unter Beschuss genommen. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj (48) warf Russland eine "Eskalation an Ostern" vor.

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