Ukraine-Krieg: Tote durch russischen Artilleriebeschuss von Cherson

Ukraine - Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Zivilisten durch explosive Gegenstände getötet worden.

Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. (Archivbild)
Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. (Archivbild)  © Francisco Richart/ZUMA Press Wire/dpa

Einer Mitteilung des Militärgouverneurs Oleh Hryhorow bei Telegram zufolge wurden ein Mann und eine Frau in der Gemeinde Swessa beim Löschen von brennendem Gras durch die Explosion eines Sprengkörpers tödlich verletzt.

Ebenso in Swessa seien zwei weitere Männer bei der Fahrt mit einem Traktor auf einen explodierenden Sprengkörper geraten. Beide mussten demnach mit Splitterverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Hryhorow warnte vor Sprengkörpern, die von russischen Drohnen abgeworfen werden. Die Gemeinde Swessa liegt nur etwa zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom
Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

7. April, 22.11 Uhr: Kiewer Militär redet laut Selenskyj bei Straße von Hormus mit

Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. "Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.

Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.

Selenskyj verwies auf die rasche Hilfe der Ukraine mit ihrer erfahrenen Drohnenabwehr für die Golfstaaten, die vom Iran beschossen worden sind.

7. April, 21.15 Uhr: Tote durch russischen Artilleriebeschuss von Cherson

In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden.

Fünf weitere seien durch russische Gleitbomben verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Cherson, Jaroslaw Schanko, bei Telegram mit. Es habe Schäden an Busoberleitungen gegeben. Er warnte zugleich vor dem Abwurf von Sprengsätzen.

Der Fluss Dnipro stellt bei Cherson die Frontlinie dar und trennt russische von ukrainischen Truppen. Von der Vorkriegsbevölkerung von knapp 280.000 Menschen sind nach Angaben von Schanko rund 65.000 weiter in der Stadt.

In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden.
In der südukrainischen Großstadt Cherson sind mindestens vier Menschen durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

7. April, 15.04 Uhr: Russland gewinnt Milliarden durch Hormus-Blockade

Russland erzielt nach Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus hohe zusätzliche Milliardeneinnahmen.

Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt Matthias Schepp, der Vorstandsvorsitzende der Kammer, der Deutschen Presse-Agentur.

Moskau profitiert von den gestiegenen Preisen für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, weil es andere Exportrouten nutzt. Das alles könnte "Russland einen unverhofften Geldsegen in historischem Ausmaß bescheren", wie Schepp in Moskau sagt. Allein bei einem anhaltenden Ölpreis von etwa 100 US-Dollar kann Russland demnach mit einem Plus gegenüber dem Haushaltsplan von 71,8 Milliarden US-Dollar (62,1 Milliarden Euro) jährlich rechnen.

Je länger die Sperrung der Straße von Hormus dauert, desto mehr profitiert die Rohstoffmacht Russland von den Energiepreisen.
Je länger die Sperrung der Straße von Hormus dauert, desto mehr profitiert die Rohstoffmacht Russland von den Energiepreisen.  © Igor Russak/dpa

7. April, 10.53 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen in der Ukraine und Russland

Bei russischen Drohnenangriffen im Südosten der Ukraine sind laut Behörden mehrere Menschen getötet worden. Drei Personen kamen Gouverneur Olexander Hanscha zufolge bei einer Attacke auf einen Bus in Nikopol ums Leben. Zwölf weitere seien verletzt worden.

Im Kreis Synelnykowe sei ein Elfjähriger getötet worden, zwei Frauen im Alter von 31 und 61 Jahren sowie ein 33-Jähriger wurden demnach verletzt.

Zwei weitere Verletzte und Schäden an einem Verwaltungsgebäude und Stromleitungen gab es demnach infolge von Angriffen auf die Stadt Pawlohrad und ihr Umland.

In der russischen Region Wladimir wurden nach offiziellen Angaben ein Kind und zwei Erwachsene im Kreis Alexandrow etwa 100 Kilometer nordöstlich von Moskau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Die fünfjährige Tochter des Paares sei verletzt worden.

7. April, 6.17 Uhr: Raketenwerferbeschuss von Slowjansk

In der ostukrainischen Stadt Slowjansk wurde mindestens ein Mensch durch russischen Raketenwerferbeschuss getötet.

Fünf weitere wurden nach Angaben des Militärgouverneurs der Region Donezk, Wadym Filaschkin, verletzt. Russische Truppen sind nur noch gut 20 Kilometer von der Stadt entfernt. Von der Vorkriegsbevölkerung von über 100.000 Menschen harren nur noch rund 40 Prozent in Slowjansk aus.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

6. April, 20.46 Uhr: Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Kraftwerke vor

Die Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten.

"Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft.

Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen.

Der ukrainische Präsident Selenskyj schlägt Russland eine Teilwaffenruhe vor.
Der ukrainische Präsident Selenskyj schlägt Russland eine Teilwaffenruhe vor.  © Ansgar Haase/dpa

6. April, 10.39 Uhr: Tote und Verletzte in Odessa nach russischen Angriffen

Bei neuen schweren russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer sind mindestens drei Menschen getötet worden.

15 Bewohner, unter ihnen eine Schwangere und zwei Kinder, seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Demnach traf eine Drohne ein mehrgeschossiges Wohnhaus. Bei den Toten handele es sich um eine 30 Jahre alte Frau und ihre zweieinhalb Jahre alte Tochter sowie um eine 53 Jahre alte Frau. Kiper berichtete von Bränden und erheblichen Zerstörungen.

Eine Drohne traf ein mehrgeschossiges Wohnhaus.
Eine Drohne traf ein mehrgeschossiges Wohnhaus.  © Michael Shtekel/AP/dpa

6. April, 7.24 Uhr: Verletzte nach Angriff auf Odessa

Bei einem massiven Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden.

In mehreren Bezirken seien in der Nacht Wohngebiete getroffen worden, teilte der Chef der städtischen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnenangriffen in der Region gewarnt.

In einem der Bezirke sei ein Hochhaus getroffen worden. Es gebe schwere Schäden vom fünften bis zum dritten Stock. Unter den Trümmern könnten sich Menschen befinden, sagte Lyssak weiter. Rettungskräfte seien im Einsatz.

Ein städtischer Arbeiter räumt die Trümmer eines Wohnhauses in Odessa auf, das nach einem russischen Drohnenangriff beschädigt wurde. (Archivbild)
Ein städtischer Arbeiter räumt die Trümmer eines Wohnhauses in Odessa auf, das nach einem russischen Drohnenangriff beschädigt wurde. (Archivbild)  © Oleg Grekov/AP/dpa

5. April, 22.07 Uhr: Sprengstoff an Pipeline - Ungarn lenkt Verdacht auf Ukraine

Nachdem Serbien den Fund von Sprengstoff an einer Gas-Pipeline nach Ungarn gemeldet hat, richtet der ungarische Regierungschef Viktor Orban den Verdacht auf die Ukraine.

Orban und sein Außenminister ließen nach einer Sondersitzung des nationalen Verteidigungsrats in Budapest durchblicken, dass sie die Ukraineverdächtigen, einen Sabotage-Akt an dieser Pipeline geplant zu haben. Die ungarische Opposition hatte Orban dagegen bereits zuvor Panikmache aus wahlkampftaktischen Gründen vorgeworfen. Bei der Parlamentswahl am kommenden Sonntag muss Orban um die Macht zittern.

Orban kämpft seit Monaten hauptsächlich mit Kritik an der Ukraine und an den EU-Hilfen für das vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Land um Wählerstimmen.

Serbien meldet den Fund von Sprengstoff an der Balkan-Stream-Pipeline. Ungarns Regierungschef Orban (62) sieht einen Sabotage-Plan – doch sein schärfster innenpolitischer Gegner wittert Wahlkampftricks. (Archivbild)
Serbien meldet den Fund von Sprengstoff an der Balkan-Stream-Pipeline. Ungarns Regierungschef Orban (62) sieht einen Sabotage-Plan – doch sein schärfster innenpolitischer Gegner wittert Wahlkampftricks. (Archivbild)  © Daniel Alfoldi/ZUMA Press Wire/dpa

5. April, 18.56 Uhr: Selenskyj in Syrien zum Austausch von Kriegserfahrungen

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen in der Türkei nun in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa getroffen.

"Es gibt ein großes Interesse, die Erfahrungen im militärischen und Sicherheitsbereich auszutauschen", sagte Selenskyj, der von einer großen ukrainischen Delegation begleitet wurde. Beide Seiten hätten vereinbart, für die Entwicklung ihrer Gesellschaften zusammenzuarbeiten, sagte der Ukrainer.

Gesprochen worden sei auch über die Ukraine als verlässlicher Lieferant von Lebensmittelprodukten, sagte Selenskyj. "Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie im Interesse echter Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit fort", teilte er in den sozialen Netzwerken mit. "Jedes Volk, jede Region verdient ein Leben in Frieden", sagte er angesichts der langjährigen Kriegserfahrungen Syriens.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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