Ukraine-Krieg: Trump verwirft Moskau als Treffpunkt für Putin und Selenskyj

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Ukraine - Kiew ist am Mittwochmorgen von einer regelmäßigen Serie von Explosionen erschüttert worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert "mehr Entschlossenheit".
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert "mehr Entschlossenheit".  © Jens Büttner/dpa

Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP aus der ukrainischen Hauptstadt berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch vor Ertönen der Luftschutzsirenen.

Die neue Angriffswelle erfolgte nur einen Tag, nachdem durch Angriffe der Truppen Moskaus in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen getötet worden waren.

Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben dringend Nachschub für ihre Luftabwehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) forderte am Dienstag unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Ankara "mehr Entschlossenheit" bei der Versorgung seines Landes.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

8. Juli, 17.51 Uhr: Trump verwirft Moskau als Treffpunkt für Putin und Selenskyj

US-Präsident Donald Trump rechnet im Zusammenhang mit möglichen Friedensgesprächen Russlands und der Ukraine mit einem Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Bei einem Treffen mit Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels in Ankara sagte Trump, Putin habe als Ort für ein Treffen "idealerweise Moskau" vorgeschlagen. Er habe darauf erwidert: "Du wirst dich nicht in Moskau treffen – das funktioniert einfach nicht."

Er habe sich dabei in Selenskyjs Lage versetzt, sagte Trump weiter. Von Trump gefragt, ob er doch nach Moskau reisen würde, erwiderte der ukrainische Präsident: "Das ist schwierig. Es gibt viele ukrainische Drohnen dort." Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion immer wieder auch Ziele in der russischen Hauptstadt an.

Ein Treffen werde aber auf die eine oder andere Weise stattfinden, zeigte sich Trump überzeugt. "Etwas Positives wird passieren", sagte er.

Trump spricht über ein mögliches Treffen von Putin und Selenskyj sowie die Frage, ob er nach Kiew reisen würde – und kündigt "etwas Positives" an.
Trump spricht über ein mögliches Treffen von Putin und Selenskyj sowie die Frage, ob er nach Kiew reisen würde – und kündigt "etwas Positives" an.  © Alex Brandon/AP/dpa

8. Juli, 17.03 Uhr: Tote durch russische Drohnenangriffe in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind durch russische Drohnenangriffe im Laufe des Tages mindestens drei Menschen getötet worden.

Weitere zehn Menschen seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Am Ostufer der Stadt gab es demnach Einschläge in ein Hochhaus und unweit einer Gasverteilstation.

Bereits in der Nacht wurde die Dreimillionenstadt von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen. Am Mittwoch herrschte auch aufgrund ständiger russischer Drohnenanflüge mehr als sechs Stunden Luftalarm. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Nach Angriffen mit ballistischen Raketen lässt Russland die ukrainische Hauptstadt nicht zur Ruhe kommen. Ständig fliegen neue Drohnen in Richtung der Dreimillionenstadt. Und es gibt Tote.
Nach Angriffen mit ballistischen Raketen lässt Russland die ukrainische Hauptstadt nicht zur Ruhe kommen. Ständig fliegen neue Drohnen in Richtung der Dreimillionenstadt. Und es gibt Tote.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

8. Juli, 15.48 Uhr: Trump stellt Selenskyj Lizenz für Patriot- Produktion in Aussicht

US-Präsident Donald Trump (80) hat der Ukraine die Vergabe einer Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in Aussicht gestellt.

Eines der Themen, über die er mit ihm sprechen werde, sei, dass die USA der Ukraine eine Lizenz erteilen werden, um Patriots herzustellen, sagte Trump zu dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) vor einem Gespräch der beiden am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. "Das ist ziemlich cool." So könnte sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkkörper gebe. "Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen", fügte er hinzu.

Für Selenskyj ist diese Aussicht ein großer Erfolg. Mehrere Wochen lang hat er angesichts verheerender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen für eine eigene Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine und die Vergabe dieser Lizenz geworben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) und US-Präsident Donald Trump (80, r.) auf dem NATO-Gipfel in Ankara.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48, l.) und US-Präsident Donald Trump (80, r.) auf dem NATO-Gipfel in Ankara.  © Alex Brandon/AP/dpa

8. Juli, 15.21 Uhr: Nato-Staaten versprechen Ukraine bei Gipfel Milliardenbetrag

Die von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten.

Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht.

Die NATO-Staaten haben der Ukraine 70 Milliarden Euro zugesagt.
Die NATO-Staaten haben der Ukraine 70 Milliarden Euro zugesagt.  © Michael Kappeler/dpa

8. Juli, 13.40 Uhr: Kreml lobt Aufhebung der Sanktionen gegen russische Sportler

Der Kreml hat die vorläufige Aufhebung der Sanktionen gegen russische Athleten durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) begrüßt.

Die Kehrtwende sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung der legitimen Rechte unserer Sportler auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben", kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Beschluss russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Moskau werde aber seine Arbeit fortsetzen, um die vollwertigen Rechte aller russischen Athleten auf internationaler Ebene zu erstreiten, fügte er hinzu. Zuvor hatte das IOC die bisher geltenden Beschränkungen für die Teilnahme von Russen an internationalen Wettbewerben auch im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 außer Kraft gesetzt.

8. Juli, 8.34 Uhr: Zwei russische Raffinerien brennen nach Drohnenangriffen

Die ukrainische Armee hat Russland erneut mit Drohnenangriffen bis tief ins Hinterland überzogen und auf die Ölindustrie des Gegners gezielt.

In den Raffinerien von Saratow an der Wolga und Nischnekamsk in Tatarstan brachen Brände aus, wie ukrainische und russische Telegramkanäle berichteten.

In Saratow knapp 800 Kilometer von der Ukraine entfernt wurde nach Angaben von Gouverneur Roman Bussargin ein Mann getötet. Er bestätigte ansonsten nur Schäden an der zivilen Infrastruktur. Nischnekamsk liegt etwa 1200 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, bis zum Morgen seien über russischem Gebiet 415 feindliche Drohnen abgefangen worden.

In den vergangenen Stunden wurde Russland von mehreren ukrainischen Drohnen angegriffen
In den vergangenen Stunden wurde Russland von mehreren ukrainischen Drohnen angegriffen  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

8. Juli, 6.19 Uhr: Erneut russischer Angriff mit ballistischen Raketen auf Kiew

Während in der Türkei der Nato-Gipfel begonnen hat, ist die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut von Russland mit ballistischen Raketen angegriffen worden.

Kurz nach Mitternacht Ortszeit erschütterten mehrere Explosionen die Dreimillionenstadt. Im Zentrum Kiews war Brandgeruch spürbar, wie ein Reporter vor Ort berichtete.

Bürgermeister Vitali Klitschko (54) informierte bei Telegram über mehrere Brände in zwei Stadtteilen. Der Luftalarm wurde erst mit Verzögerung nach den ersten Explosionen ausgelöst. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden zwei Menschen bei dem nächtlichen Angriff verletzt.

Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde Behördenangaben zufolge in der Nacht angegriffen. In zwei Bezirken wurden Raketeneinschläge registriert, wie Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitteilte. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden.

Vitali Klitschko (54), Bürgermeister von Kiew, bestätigte zwei Brände in der Hauptstadt.
Vitali Klitschko (54), Bürgermeister von Kiew, bestätigte zwei Brände in der Hauptstadt.  © Aleksandr Gusev/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

7. Juli, 22.25 Uhr: Kremlsprecher - Kiew wird von Europa zur Kriegsführung provoziert

Die Länder Europas drängen die Ukraine nach Ansicht von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur Fortsetzung des Kriegs gegen Russland.

"Die Europäer glauben immer noch, dass man Russland strategisch besiegen kann", sagte Peskow in einem Interview der Schweizer "Weltwoche". Dies sei "der größte Fehler überhaupt". Und mit diesem europäischen Rückhalt sei Kiew nicht flexibel.

Die aktuelle Entwicklung in Europa, das aktuell massiv aufrüstet, bewertete der Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin als Transformationsprozess. "Europa hat verstanden, dass es keine richtigen Sicherheitsgarantien der USA mehr gibt", sagte er und kritisierte die Verwendung von Steuergeldern für die europäische Aufrüstung. "Das ist Gehirnwäsche der europäischen Steuerzahler."

7. Juli, 22.23 Uhr: Nato-Gipfel befasst sich mit Lastenteilung und Ukraine

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten setzen die Beratungen bei ihrem Gipfel in Ankara am Mittwoch fort.

Am zweiten und letzten Tag des Treffens in Ankara geht es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt die Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Partner beklagt - diese betonten dagegen, dass sie ihre Investitionen zuletzt deutlich gesteigert haben.

7. Juli, 22.22 Uhr: Kiew berichtet von Angriffen gegen russische Tanker

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigener Darstellung mehrere Tanker der russischen Schattenflotte im Asowschen Meer angegriffen und beschädigt.

Bei dem nächtlichen Drohnenangriff seien insgesamt acht Tanker angegriffen worden, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram mit. Die Schiffe seien nunmehr manövrierunfähig. "Der Kampf um das Benzin für die Krim im Asowschen Meer geht weiter."

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa

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