Ukraine - Nach gegenseitigen Angriffen beklagen die Ukraine und Russland Tote. Ein 48-jähriger Mann, eine 43-jährige Frau und ihr 57 Jahre alter Nachbar wurden nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow bei einem russischen Angriff auf Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet.
Außerdem seien infolge der Attacke 1500 Kunden ohne Strom. Moskaus Streitkräfte zielen verstärkt auf das Energiesystem der Ukraine.
Auch russische Behörden meldeten Opfer. In der Region Belgorod kam laut Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow ein Mitarbeiter des Sicherheitschefs im Kreis Graiworon bei einem Drohnenangriff ums Leben.
Von zwei weiteren Toten infolge eines Drohnenangriffs schrieb der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Alexander Bogomas, bei Telegram.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
21. Januar, 19.09 Uhr: Trump will Selenskyj treffen
US-Präsident Donald Trump (79) will nach eigenen Angaben den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj (47) im Schweizer Alpenort Davos treffen.
Zunächst sprach er von einem Treffen noch am heutigen Mittwoch, korrigierte die Aussage später aber vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.
Er glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos, wo er am Weltwirtschaftsforum teilnahm. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.
21. Januar, 17.46 Uhr: US-Vertreter in Moskau erwartet
Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen in die nächste Runde.
Nach mehreren Gesprächen zwischen US-Vertretern, der Ukraine und den Europäern wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff (68) nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin (73) in Moskau erwartet. Der Kontakt stehe im Terminkalender Putins, erklärte sein Sprecher Dmitri Peskow (58).
Witkoff hatte dem US-Sender CNBC ein Treffen mit Putin am Donnerstag angekündigt. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner (45), werde ihn erneut begleiten. Die beiden waren bereits im Dezember zu einem Gespräch mit Putin in Moskau. Am Dienstagabend hatten sie am Rande des Wirtschaftsforums in Davos mit dem Moskauer Unterhändler Kirill Dmitrijew (50) gesprochen.
21. Januar, 15.30 Uhr: Großer Teil von Kiew offenbar weiter ohne Strom und Heizung
Nach russischen Raketen- und Drohnenschlägen sind weiter große Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew ohne Fernwärme und Strom.
"Zum Stand heute früh waren etwa 4.000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung, fast 60 Prozent der Hauptstadt sind ohne Elektrizität", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) auf sozialen Netzwerken. Er rügte dabei erneut die Stadtregierung und verlangte, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen.
Ausgehend von Handydaten haben Bürgermeister Vitali Klitschko (54) zufolge gut 600.000 Einwohner die Dreimillionenstadt vorübergehend verlassen.
21. Januar, 11.48 Uhr: Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppen festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" festnehmen lassen.
Sie wirft den Männern die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen vor, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.
21. Januar, 9.47 Uhr: Vertreter der USA und Russlands verhandeln in Davos
Vertreter Russlands und der USA haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen.
An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.
Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Witkoff äußerte sich nicht über seine sonst üblichen Kanäle. Vor einer Kamera der russischen Zeitung "Iswestija" sprach er von einem "sehr positiven Treffen".
21. Januar, 6.07 Uhr: Mehrere Verletzte nach Hausbrand in Russland gemeldet
Bei einem Hochhausbrand nach mutmaßlichen Explosionen in der russischen Teilrepublik Adygeja östlich des Schwarzen Meers sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden.
Republikchef Murat Kumpilow sprach von einem Drohnenangriff und einem Feuer, das in der Siedlung Nowaja Adygeja ausgebrochen sei. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, 15 Autos ausgebrannt und 25 weitere beschädigt worden. Tote gebe es nicht. In sozialen Medien gibt es Zweifel, ob es sich tatsächlich um einen Drohnenanschlag gehandelt habe.
20. Januar, 21.20 Uhr: Mehr als eine Million Verbraucher in Kiew ohne Strom
Nach den schweren russischen Angriffen sind dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) zufolge mehr als eine Million Verbraucher allein in Kiew ohne Strom.
Mehr als 4.000 Hochhäuser in der Dreimillionenstadt seien ohne Heizung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er forderte den Energieversorger Ukrenergo, die Regierung, regionale Behörden und Stadtverwaltungen - dabei explizit die der Hauptstadt - auf, jede Stunde an der Energieversorgung zu arbeiten.
Selenskyj kritisierte außerdem erneut die Flugabwehr. Die Arbeit der Luftstreitkräfte gegen die Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed sei unbefriedigend, sagte er.
20. Januar, 20.19 Uhr: Ehemaliges AKW Tschernobyl nach russischen Angriffen wieder am Stromnetz
In der Ukraine sind das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl und andere atomare Anlagen in der radioaktiv verseuchten Sperrzone um das AKW wieder am Stromnetz.
"Das Kraftwerk ist mit den notwendigen Treibstoffvorräten und funktionierenden Reservestromquellen für den Fall neuer (russischer) Angriffe ausgestattet", versicherte das Energieministerium in Kiew in einer Mitteilung. Die Strahlungswerte um die Industrieanlagen und im Sperrgebiet seien innerhalb der Normen.
Am Morgen war die Stromversorgung infolge russischer Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Umspannwerke unterbrochen worden. Vom Stromausfall betroffen war nicht nur der Schutzbau über dem 1986 havarierten Atomreaktor, sondern auch mehrere in dem Gebiet vorhandene Zwischenlager für radioaktive Abfälle.
Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige Umspannwerke seien von großflächigen Militäraktionen betroffen gewesen. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf Tschernobyl, sondern auch auf die Stromversorgung anderer Kernkraftwerke.
20. Januar, 16.23 Uhr: Kiew benötigt gut 600 Milliarden Euro für Armee
Für den Unterhalt der ukrainischen Armee sind nach Angaben der Regierung innerhalb der nächsten zehn Jahre mehrere Hundert Milliarden Euro notwendig.
"Wenn sich die Situation nicht ändert, das heißt das aggressive Verhalten Russland bezüglich Europas und der Welt, dann kann das in den nächsten zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar (gut 600 Milliarden Euro) kosten", sagte der für die EU- und Nato-Integration zuständige ukrainische Vizeregierungschef Taras Katschka bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
20. Januar, 6.22 Uhr: Ukraine organisiert ihre Drohnenabwehr neu
Zum besseren Schutz vor feindlichen Drohnen organisiert die Ukraine ihre Flugabwehr um.
Mit dieser Aufgabe hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den erfolgreichen Kommandeur einer Drohneneinheit, Pawlo Jelisarow, betraut und ihn zum Vizekommandeur der Luftwaffe gemacht. Es gehe um einen verbesserten Einsatz der mobilen Flugabwehrtrupps und Anti-Drohnen-Einheiten im Nahbereich, sagte der Präsident in seiner Videoansprache.
20. Januar, 6.14 Uhr: Mörder von ukrainischen Gefangenen gefasst
Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) einen Russen gefangengenommen, der für die Tötung von neun ukrainischen Kriegsgefangenen verantwortlich sein soll.
Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden", sagte er. Details nannte Selenskyj nicht.
18. Januar, 18.48 Uhr: Ein Todesopfer bei russischem Bombenangriff auf Charkiw
Durch einen russischen Bombenangriff ist mindestens eine Frau in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Elf Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit.
Den Angaben nach hatten russische Flugzeuge nachmittags drei sogenannte Gleitbomben abgeworfen, die in einem Viertel mit Einfamilienhäusern einschlugen. Bei solchen Angriffen bleiben die russischen Jets im eigenen Luftraum, die Bomben gleiten über Dutzende Kilometer bis zum Ziel. Charkiw liegt nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
18. Januar, 22.58 Uhr: Kiews Oberbefehlshaber Syrskyj kündigt neue Offensive an
Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hat parallel zu den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende in einem Interview eine neue Offensive gegen Russlands Truppen angekündigt.
Es gebe Erfolge bei der Mobilmachung und der Ausrüstung der ukrainischen Soldaten, sagte Syrskyj in einem Interview des Medienportals "LB.ua". Die Ergebnisse seien besser als noch vor sieben Monaten. Syrskyj geht demnach davon aus, dass Russland sich weiter die gesamte Ukraine einverleiben wolle.
18. Januar, 12.42 Uhr: Russland meldet Stromausfälle in besetzten Gebieten nach ukrainischen Angriffen
Nach Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf die von Russland besetzten Gebiete im Süden der Ukraine sind nach russischen Angaben mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom.
Wegen eines "feindlichen Angriffs" auf die Energieinfrastruktur sei in weiten Teilen der Region Saporischschja der Strom ausgefallen, erklärte der von Russland eingesetzte Regionalgouverneur Jewgeni Balizki am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Mehr als 380 Ortschaften seien ohne Strom.
Der ebenfalls von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, hatte am Samstag einen ukrainischen Angriff auf ein Umspannwerk gemeldet, was zu Stromausfällen in 14 Städten und 450 Dörfern geführt habe.
18. Januar, 10.54 Uhr: Russland greift gezielt Energieinfrastruktur an
Russland greift täglich an, vor allem auch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Die Folge sind großflächige Strom- und Heizungsausfälle. Damit will Moskau auch den Druck auf das Land erhöhen, sich auf einen Friedensplan zu russischen Bedingungen einzulassen. Kiew lehnt das ab.
"Die Lage im Energiesystem bleibt schwierig, aber wir tun alles, um alle Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", sagte Selenskyj. Die Reparaturteams seien unter schweren winterlichen Wetterbedingungen rund um die Uhr im Einsatz.
Nach ukrainischen Gegenangriffen in russischen Regionen kämpfen auch da Einsatzkräfte gegen Stromausfälle. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen von 63 abgeschossenen ukrainischen Drohnen.
18. Januar, 10.51 Uhr: Tote und viele Verletzte nach Russlands Angriffen
Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Dutzende Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden.
"Mein Beileid gilt ihren Familien und Angehörigen", teilte der Staatschef am Morgen in den sozialen Netzwerken mit. Russland habe erneut mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Betroffen gewesen seien die Gebiete Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte erneut mehr Hilfe von den Verbündeten.
"Allein in dieser Woche wurden mehr als 1300 Angriffsdrohnen, rund 1050 Gleitbomben und insgesamt 29 Raketen verschiedener Typen eingesetzt", teilte Selenskyj weiter mit. "Deshalb braucht die Ukraine noch mehr Schutz – vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme." Das sei von den Verbündeten auch versprochen worden, hieß es in einem Video, das Selenskyj mit Bildern von den Schäden und Folgen der russischen Angriffe veröffentlichte.
18. Januar, 9 Uhr: 20-Jährige stirbt bei russischem Angriff in Charkiw
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine 20-jährige Frau getötet worden.
Eine Frau sei nach den vorliegenden Informationen durch einen Drohnenangriff auf ein privates Haus gestorben, erklärte der Bürgermeister von Charkiw, Igor Terechow, am frühen Sonntagmorgen. Regionalgouverneur Oleh Synehubow erklärte später, das Opfer sei erst 20 Jahre alt gewesen.
Bei dem Angriff sei ein weiterer Mensch verletzt worden, führte der Gouverneur aus Außerdem habe eine 41-Jährige in der Folge eine "akute Stressreaktion" erlitten.