Ukraine-Krieg: USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

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Ukraine - Die USA lockern angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl.

Ein russischer Öltanker schwimmt auf dem Meer. (Archivbild)
Ein russischer Öltanker schwimmt auf dem Meer. (Archivbild)  © Ramon Espinosa/AP/dpa

Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte.

Die USA versuchen damit erneut, globale Energiemärkte zu beruhigen.

Eine solche Ausnahme hatten die USA bereits Mitte März gemacht, die bis zum 11. April dauerte. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt.

Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine
Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

18. April, 7.03 Uhr: USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl.

Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte. Die USA versuchen damit erneut, globale Energiemärkte zu beruhigen.

18. April, 6.57 Uhr: Ukrainische Drohnenangriffe auf Krim-Stadt Sewastopol

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten.

Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol.

Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Nach einem Drohnenangriff auf Sewastopol ist dort ein Öldepot in Brand geraten. (Archivbild)
Nach einem Drohnenangriff auf Sewastopol ist dort ein Öldepot in Brand geraten. (Archivbild)  © Uncredited/AP/dpa

17. April, 22.28 Uhr: Selenskyj warnt Belarus vor Beteiligung am russischen Krieg

Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Straßen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen.

"Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.

"Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen", fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.

Mit einem Verweis auf Venezuela mahnt Wolodymyr Selenskyj (48) Minsk eindringlich.
Mit einem Verweis auf Venezuela mahnt Wolodymyr Selenskyj (48) Minsk eindringlich.  © Sven Hoppe/dpa

17. April, 14.36 Uhr: Deutsche Bank meldet Verstöße gegen Russland-Sanktionen

Die Deutsche Bank hat einem Medienbericht zufolge Verstöße gegen Russland-Sanktionen zugegeben.

So sollen Privatkunden mit russischem oder belarussischem Pass mehr Guthaben auf Konten oder Depots bei der Bank unterhalten haben, als ihnen erlaubt war, berichtete der Branchendienst "Finanz-Szene". Der Dax-Konzern habe die Verstöße bei einer internen Prüfung entdeckt und selbst an die Deutsche Bundesbank als Aufsichtsbehörde gemeldet.

Seit einer Verschärfung der Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen Kunden aus Russland und Belarus demnach höchstens 100.000 Euro bei einer Bank in Deutschland unterhalten. Diese Schwelle kann aber ohne bewusstes Zutun überschritten werden, etwa wenn Vermögenswerte in einem Depot an Wert gewinnen.

17. April, 6.07 Uhr: Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an

In der Nacht attackierte das russische Militär die ukrainische Stadt Tschernihiw, wodurch in mehreren Vierteln der Strom ausfiel.

Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Anlagen der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Zunächst lagen keine Informationen über mögliche Verletzte vor. In seiner Mitteilung auf Telegram machte Bryschinskyj keine Angaben dazu, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

Immer wieder greift Russland zivile Ziele in der Ukraine an. (Archivbild)
Immer wieder greift Russland zivile Ziele in der Ukraine an. (Archivbild)  © Ukrainian Emergency Service/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

17. April, 6.06 Uhr: Großbrand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff

Der ukrainische Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse hat einen Großbrand der dortigen Ölanlagen verursacht.

Rettungskräfte der Region Krasnodar berichteten am Nachmittag, dass Löscharbeiten im Gang seien, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Bis zum Abend fehlte die sonst übliche Meldung, dass der Brand eingedämmt oder gelöscht sei.

16. April, 18.57 Uhr: Tschechien protestiert gegen Drohungen aus Moskau

Der tschechische Außenminister Petr Macinka (47) hat nach Drohgebärden aus Moskau gegen europäische Rüstungshersteller den russischen Botschafter einbestellt.

Man fordere eine Erklärung zu den jüngsten Verlautbarungen des russischen Verteidigungsministeriums und des Ex-Präsidenten Dmitri Medwedew (60), teilte ein Sprecher mit. "Die Äußerungen richteten sich gegen mehrere tschechische Firmen, die als mögliche Ziele russischer Angriffe bezeichnet wurden", hieß es in Prag.

Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium eine Liste von Firmen mit Adressen veröffentlicht, die angeblich Drohnenteile oder Drohnen für die Ukraine herstellen. Auch deutsche Firmen werden genannt. Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als "Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte". Wie schnell solche Schläge Realität würden, hänge von der weiteren Entwicklung ab, drohte er.

Tschechiens Außenminister Petr Macinka (47) ließ den russischen Botschafter einbestellen. (Archivbild)
Tschechiens Außenminister Petr Macinka (47) ließ den russischen Botschafter einbestellen. (Archivbild)  © Kamaryt Michal/CTK/dpa

16. April, 18.51 Uhr: Schoigu droht Finnland und den Balten

Der frühere russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu (70) hat Finnland und den baltischen Staaten Unterstützung für ukrainische Drohnenangriffe unterstellt und mit militärischer Gegenwehr gedroht.

Entweder sei die Flugabwehr dieser Staaten schlecht, oder sie stellten bewusst ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung, erklärte der jetzige Sekretär des russischen Sicherheitsrates in Moskau. "Dann werden sie offen zu Teilnehmern einer Aggression gegen Russland", sagte Schoigu der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Moskau habe dann ein von den Vereinten Nationen verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.

Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen mit Langstreckendrohnen attackiert. Auf dem mehrere Hundert Kilometer langen Flug gerieten mehrmals Drohnen auf das Gebiet Finnlands oder der baltischen Staaten - sei es irrtümlich oder weil sie elektronisch gestört wurden. Mehrere Drohnen stürzten ab. In Estland wurde ein Kraftwerk getroffen, das an der Grenze zu Russland liegt.

Die baltischen Staaten haben um verstärkten Schutz der Nato vor solchen Zwischenfällen gebeten. Die Schuld daran liege trotzdem nicht bei der Ukraine, sondern bei Russland, das den Krieg begonnen habe.

Sergej Schoigu (70), der Sekretär des russischen Sicherheitsrates in Moskau, richtet drohende Worte an Finnland und die baltischen Staaten. (Archivbild)
Sergej Schoigu (70), der Sekretär des russischen Sicherheitsrates in Moskau, richtet drohende Worte an Finnland und die baltischen Staaten. (Archivbild)  © Dmitry Astakhov/Pool Sputnik Government/AP/dpa

16. April, 12.32 Uhr: Tote nach ukrainischen Angriffen

In der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer sind nach Behördenangaben zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden.

Unter den Toten sei eine 14-Jährige, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew in den sozialen Netzwerken mit. Verletzt wurden demnach sieben Menschen.

Im Landkreis Tuapse sei ein Notstand ausgerufen worden. Drohnentrümmer beschädigten demnach 24 Privathäuser und sechs Mehrfamilienhäuser, zwei Bildungseinrichtungen und eine Musikschule. Trümmer seien auch auf das Gelände einer Fabrik im Hafengebiet gefallen. In Noworossisjk sei auf einem zivilen Schiff ein Feuer durch Drohnentrümmer entstanden, aber schnell gelöscht worden, schrieb Kondratjew. Eine Person sei verletzt worden.

16. April, 12.31 Uhr: Viele Tote nach russischen Angriffen auf Hafenstadt Odessa

Bei massiven russischen Angriffen sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens acht Menschen getötet worden.

16 Menschen seien verletzt worden, schrieb Militärverwaltungschef Serhij Lyssak bei Telegram. Moskau habe in mehreren Wellen mit Raketen und Drohnen angegriffen. Auch Infrastruktureinrichtungen und Gebäude seien beschädigt worden.

Moskau greift die Ukraine in mehreren Wellen massiv mit Raketen und Drohnen an. An mehreren Orten kommen Menschen ums Leben. Allein in der Hafenstadt Odessagibt es acht Todesopfer.
Moskau greift die Ukraine in mehreren Wellen massiv mit Raketen und Drohnen an. An mehreren Orten kommen Menschen ums Leben. Allein in der Hafenstadt Odessagibt es acht Todesopfer.  © Natasha Rudenko/ZUMA Press Wire/dpa

16. April, 6.10 Uhr: Angriffe auf mehrere Regionen der Ukraine

Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst.

In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kamen bei einem russischen Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.

Auch aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa wurden in der Nacht Explosionen gemeldet, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schrieb. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt.

Titelfoto: Ramon Espinosa/AP/dpa

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