Ukraine-Krieg: Erster Gesprächstag über Kriegsende in Genf beendet

Ukraine - Unter dem Eindruck schwerer gegenseitiger Luftangriffe haben Russland und die Ukraine unter US-Vermittlung in der Schweiz ihre zweitägigen Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgenommen.

In Genf verhandeln beide Kriegsparteien gemeinsam mit Vertretern aus den USA über ein mögliches Kriegsende.
In Genf verhandeln beide Kriegsparteien gemeinsam mit Vertretern aus den USA über ein mögliches Kriegsende.  © -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa

"Auf der Tagesordnung stehen Sicherheits- und humanitäre Fragen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow bei Telegram mit.

Die Gespräche, an denen US-Vermittler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump (79), Jared Kushner, teilnehmen, laufen hinter verschlossenen Türen in einem Hotel in Genf.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) sagte, dass heute noch keine Neuigkeiten zu erwarten seien, weil die Gespräche bis Mittwoch angesetzt seien.

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17. Februar, 19.59 Uhr: Erster Gesprächstag zwischen Ukrainern und Russen in Genf beendet

In der Schweiz ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen beendet.

"Nach dem gemeinsamen Teil ist die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow auf Telegram mit. Die Unterhändler haben sich demnach auf "praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen" konzentriert. Er erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch würden die Gespräche fortgesetzt.

Auf russischer Seite bestätigten staatliche Nachrichtenagenturen das Ende der Unterredungen.

17. Februar, 19.30 Uhr: Tote nach Explosion in russischem Polizeigebäude

Bei einer Explosion in einem Militärpolizeigebäude im Norden Russlands sind drei Menschen getötet worden.

Die Leichen wurden unter den Trümmern des zum Teil zerstörten Gebäudes in Sertolowo nahe von St. Petersburg gefunden, wie Gouverneur Alexander Drosdenko bei Telegram mitteilte. Nach Medienberichten gibt es zudem weitere Verletzte. Die Explosion ist Zeugen zufolge kilometerweit zu hören gewesen.

Zu der Ursache wurde zunächst nichts bekannt. Es seien Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und einem Verstoß gegen Brandschutzvorschriften aufgenommen worden, teilte das Ermittlungskomitee mit.

Seit dem russischen Überfall auf die benachbarte Ukraine vor knapp vier Jahren verüben ukrainische Geheimdienste regelmäßig Anschläge in Russland vor allem auf militärische Objekte.

17. Februar, 19.17 Uhr: Russland droht mit Kriegsmarine zum Schutz seines Seehandels

Russland droht dem Westen mit dem Einsatz von Kriegsschiffen, um seine Handelsflotte zu beschützen.

Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew sprach in der Moskauer Zeitung "Argumenty i Fakty" von "piratenähnlichen Angriffen" westlicher Staaten auf den Seehandel seines Landes. Moskau erwartet demnach künftig noch mehr Versuche, russische Öltanker und andere Handelsschiffe festzusetzen.

Russland will seine Handelsflotte mit Kriegsschiffen beschützen. (Archivbild)
Russland will seine Handelsflotte mit Kriegsschiffen beschützen. (Archivbild)  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

17. Februar, 19.14 Uhr: Ukrainer und Russen verhandeln über Kriegsende in Genf

Unter dem Eindruck schwerer gegenseitiger Luftangriffe haben Russland und die Ukraine unter US-Vermittlung in der Schweiz ihre zweitägigen Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgenommen.

"Auf der Tagesordnung stehen Sicherheits- und humanitäre Fragen", teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow bei Telegram mit.

17. Februar, 10.39 Uhr: Außenminister wirft Moskau vor, Bemühungen um Frieden zu untergraben

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat Moskau vorgeworfen, mit massiven Angriffen in der Nacht zum Dienstag die aktuellen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu untergraben.

"Das Ausmaß, in dem Russland Friedensbemühungen missachtet: Ein massiver Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine kurz vor der nächsten Gesprächsrunde in Genf", schrieb Sybiha am Dienstag.

Russland habe 29 Raketen und 396 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, erklärte derweil die ukrainische Luftwaffe. Die Angriffe in der Nacht zum Dienstag seien auf kritische Infrastruktur des Landes gerichtet gewesen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erhob schwere Vorwürfe gegen Russland.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erhob schwere Vorwürfe gegen Russland.  © Soeren Stache/dpa

17. Februar, 9.20 Uhr: Russland meldet Abwehr von mehr als 150 ukrainischen Drohnen

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag mehr als 150 ukrainische Drohnen abgewehrt.

Die Luftverteidigungssysteme hätten 151 ukrainische Drohnen abgefangen oder zerstört, erklärte das russische Verteidigungsministerium. 38 der Drohnen seien über der Halbinsel Krim abgewehrt worden. 79 weitere wurden demnach über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgewehrt.

Es sei eine der "längsten Attacken" in der jüngsten Vergangenheit gewesen, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew. Es habe mehrere Verletzte gegeben, darunter ein Kind.

17. Februar, 6.35 Uhr: Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Luftangriff

"Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft.

Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein. "Russland verwirft alles, setzt die Sturmangriffe an der Front und die Luftschläge auf unsere Städte und die Energieversorgung fort", betonte Selenskyj.

Russland müsse zum Frieden unter anderem mit neuen Sanktionen gezwungen werden.

16. Februar, 16.27 Uhr: Russland will mit Ukraine in Genf über Gebietsfragen reden

Russland will nach Kremlangaben bei den für zwei Tage angesetzten Verhandlungen von Dienstag an in Genf auch über die strittigen Gebietsfragen mit der Ukraine sprechen.

"Hier wird schon die Anwesenheit des Chefunterhändlers, also Medinski, notwendig sein", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Medien zufolge.

Kremlchef Wladimir Putin hatte den früheren Kulturminister Wladimir Medinski zum russischen Verhandlungsführer ernannt. Er steht in der Ukraine aber als nicht ernstzunehmender Verhandler in der Kritik.

Nach Kremlangaben handelt es sich bei der neuen Runde in Genf um ein erweitertes Format, an dem – wie zuletzt – auch der russische Militärgeheimdienstchef Igor Kostjukow teilnehme. Auch Vizeaußenminister Michail Galusin ist bei den Gesprächen dabei.

Der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski (55) wird an den Verhandlungen teilnehmen.
Der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski (55) wird an den Verhandlungen teilnehmen.  © Emrah Gurel/AP/dpa

16. Februar, 16.26 Uhr: Selenskyj kündigt neue Treffen mit Partnern an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für diese Woche neue Gespräche der Ukraine-Unterstützer in Frankreich angekündigt – mit dem Fokus Energieversorgung.

Bei dem Treffen im sogenannten Ramstein-Format sind die G7-Staaten, Partner aus Nordeuropa und dem Baltikum dabei, wie er mitteilte. Explizit nannte er auch Minister aus den USA, Kanada und der EU.

16. Februar, 6.31 Uhr: Russland meldet "schwerste ukrainische Angriffe seit Kriegsbeginn"

In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen.

"Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schrieb Gouverneur Alexander Bogomas bei Telegram.

Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.

Ob auch russische Zivilisten oder Soldaten bei den Angriffen ums Leben gekommen sind, darüber machte Gouverneur Bogomas keine Angaben. (Archivfoto)
Ob auch russische Zivilisten oder Soldaten bei den Angriffen ums Leben gekommen sind, darüber machte Gouverneur Bogomas keine Angaben. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

16. Februar, 6.16 Uhr: Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien für die Ukraine

Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität", sagte der 48-Jährige in seiner abendlichen Videobotschaft am Sonntag.

Die Gespräche über ein Kriegsende sollen in der kommenden Woche unter amerikanischer Vermittlung zwischen Russen und Ukrainern in Genf weitergeführt werden.

Russland will noch mehr Gebiete haben als es schon besetzt hält, fordert konkret die Aufgabe des gesamten Gebietes Donezk - also auch der Landstriche, die Moskaus Truppen auch nach vier Jahren Krieg immer noch nicht besetzen konnten.

Die ukrainische Führung hofft in erster Linie auf Sicherheitsgarantien aus den USA. Unklarheit gibt es noch bei der Länge solcher Zusagen.
Die ukrainische Führung hofft in erster Linie auf Sicherheitsgarantien aus den USA. Unklarheit gibt es noch bei der Länge solcher Zusagen.  © Kay Nietfeld/dpa

15. Februar, 12.44 Uhr: Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen

Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden.

Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall von Bestechlichkeit dauerten an.

Der frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko, der wegen Korruptionsverdachts entlassen wurde, ist bei dem Versuch, das Land zu verlassen, festgenommen worden. (Archivbild)
Der frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko, der wegen Korruptionsverdachts entlassen wurde, ist bei dem Versuch, das Land zu verlassen, festgenommen worden. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

15. Februar, 8.33 Uhr: Angriff trifft russischen Ölhafen an Schwarzmeerküste

Die Ukraine hat nach russischen Angaben die Schwarzmeerküste Russlands mit Drohnen angegriffen und einen Öltank in Brand geschossen.

Der Gouverneur der betroffenen Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, sprach auf Telegram von einem "massiven Angriff", der die ganze Nacht gedauert habe.

Getroffen wurde demnach ein Tank mit Ölprodukten bei einem Ölverladehafen auf der Halbinsel Taman. Der Terminal war schon mehrmals Ziel ukrainischer Attacken. Kondratjew sprach auch von kleineren Schäden bei Anapa und Sotschi. Es habe zwei Verletzte gegeben.

Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)
Nach russischen Angaben hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Öltank an der Schwarzmeerküste getroffen. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. Februar, 7.14 Uhr: Selenskyj erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer

Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden.

Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59, CSU) in der Münchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk (68).

Titelfoto: -/Ukrainian National Security and Defense Council press office/AP/dpa

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