Ukraine-Krieg: Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Ukraine - Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten.

Eine ukrainische Rakete fängt während eines russischen Angriffs auf Kiew eine russische ballistische Rakete ab.
Eine ukrainische Rakete fängt während eines russischen Angriffs auf Kiew eine russische ballistische Rakete ab.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit.

Sie riefen die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich in Schutzräume zu begeben. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von mehreren Angriffswellen. Mindestens sechs Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt.

Bei den nächtlichen Attacken sei es in mehreren Bezirken zu Bränden gekommen. Nach vorläufigen Angaben Tkatschenkos gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus. Zudem sei ein unbewohntes Gebäude beschädigt worden.

Nach Monaco-Explosion: Verdächtige tot in Ukraine gefunden
Ukraine Nach Monaco-Explosion: Verdächtige tot in Ukraine gefunden

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

11. Juli, 7.12 Uhr: Verletzte bei Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht erneut unter Raketenbeschuss geraten.

Der Feind habe die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen, teilten Bürgermeister Vitali Klitschko und Militärgouverneur Tymur Tkatschenko auf Telegram mit.

Mindestens sechs Menschen wurden laut Klitschko bei den Angriffen verletzt.

Anwohner räumen Trümmer eines Wohngebäudes in Kiew weg.
Anwohner räumen Trümmer eines Wohngebäudes in Kiew weg.  © Dan Bashakov/AP/dpa

10. Juli, 20.43 Uhr: Tote nach russischen Gleitbomben auf ukrainische Städte

Durch russische Gleitbomben sind in der Ostukraine mindestens vier Menschen getötet worden. 13 weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit.

Das russische Militär habe sieben Bomben auf die Stadt Kramatorsk und die nahe Siedlung Bilenke abgeworfen. Dabei seien ein Hochhaus und ein Geschäft getroffen worden. Kramatorsk ist nur gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Auch die südostukrainische Großstadt Saporischschja wurde Behördenangaben nach schwer bombardiert. Mindestens ein Zivilist sei getötet und 16 weitere seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow auf seinem Telegramkanal mit. Die Attacke zielte den Angaben nach auf das Zentrum der Industriestadt ab. Mehr als ein Dutzend Häuser seien dabei zerstört worden. Russische Truppen haben sich der Stadt bis auf etwas mehr als 20 Kilometer genähert.

Rettungskräfte räumen die Trümmer weg, nachdem eine russische Bombe das Zentrum von Saporischschja in der Ukraine getroffen hatte.
Rettungskräfte räumen die Trümmer weg, nachdem eine russische Bombe das Zentrum von Saporischschja in der Ukraine getroffen hatte.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

10. Juli, 12.30 Uhr: Russische Verluste hoch und Eroberungstempo halbiert

Das russische Militär hat nach Angaben aus Kiew im ersten Halbjahr 2026 trotz extrem hoher Verluste weniger als halb so viel ukrainisches Territorium erobert wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Russland habe eine großangelegte Offensive geplant, aber praktisch keins seiner gesteckten Ziele erreicht, schrieb der Oberbefehlshaber der ukrainischen Truppen, Olexander Syrskyj, bei Telegram.

Die Ukraine verteidige sich weiter und habe an einzelnen Frontabschnitten die Initiative übernommen. "Dank der aktiven Handlungen der Verteidiger ist im ersten Halbjahr 2026 das Tempo des Vorrückens russischer Truppen um mehr als die Hälfte gesunken", schrieb er.

Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, General Oleksandr Syrskyj. (Archivbild)
Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, General Oleksandr Syrskyj. (Archivbild)  © Uncredited/Press Service Of The President Of Ukraine/dpa

10. Juli, 10.08 Uhr: Drohnen setzten russische Öldepots und Raffinerie in Brand

Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Raffinerie und mehrere Öldepots im Süden Russlands angegriffen und beschädigt.

Zu den Zielen gehörten eine Raffinerie südwestlich von Krasnodar sowie Ölanlagen in den Städten Asow und Taganrog. In beiden Fällen sind nach russischen Angaben keine Menschen ums Leben gekommen.

9. Juli, 18.51 Uhr: Kreml übt leichte Kritik an Trump

Der Kreml hat US-Präsident Donald Trump (80) nach dessen Äußerungen auf dem Nato-Gipfel in Ankara eine Fehleinschätzung der Lage im Ukraine-Krieg vorgeworfen.

Trump ziele nicht auf eine Eskalation des Konflikts, bescheinigte ihm Kremlsprecher Dmitri Peskow (58). "Eher sehen wir einen Irrglauben im Weißen Haus in Bezug darauf, dass man mit Hilfe von Eskalation und militärischem Druck einen Ausweg zu einer friedlichen Lösung erzwingen kann", sagte Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Grundsätzlich Neues hat der Gipfel nach Darstellung Peskows nicht gebracht. "Wir haben keine rosa Brille auf", sagte er. Die USA hätten auch schon vor dem Gipfel die Ukraine militärisch unterstützt.

Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) übt leichte Kritik am US-Präsidenten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) übt leichte Kritik am US-Präsidenten.  © Alexei Nikolsky/AP/dpa

9. Juli, 16.34 Uhr: Ukraine zu Nord Stream - Staatliche Stellen nicht verwickelt

Die Justiz in Kiew hat nach eigenen Angaben bislang keine Belege für eine Verwicklung staatlicher ukrainischer Stellen in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee 2022 gefunden.

Die Ermittlungen liefen aber weiter, und man arbeite dabei mit den zuständigen Stellen in Deutschland zusammen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. "Die Ukraine ist bereit, zur Aufklärung aller tatsächlichen Umstände beizutragen", hieß es.

7In Deutschland wurde Anfang Juli bekannt, dass Anklage gegen den inhaftierten ukrainischen Ex-Soldaten Serhij K. erhoben worden ist. Die Bundesanwaltschaft hält ihn für den Organisator der Sprengungen, die im September 2022 am Boden der Ostsee die zwei Erdgasleitungen zwischen Russland und Deutschland außer Gefecht setzten. Die Eröffnung eines Prozesses steht noch aus.

Nach aktuellem Ermittlungsstand sieht Kiew keine staatlichen Stellen des Landes in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verwickelt.
Nach aktuellem Ermittlungsstand sieht Kiew keine staatlichen Stellen des Landes in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verwickelt.  © -/Danish Defence Command/dpa

9. Juli, 11.27 Uhr: Trumps Patriot-Zusicherung hat große Signalwirkung

Der frühere Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, begrüßt die Zusicherung von US-Präsident Donald Trump (80), seinem Land die Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen zu geben.

"Die Signalwirkung ist sehr stark für uns, für die Russen, auch für die gesamte Welt, dass die Ukraine auch weiterhin so stark, so massiv unterstützt wird", sagte Melnyk im ZDF-"Morgenmagazin" mit Blick auf Trumps Ankündigung sowie beim Nato-Gipfel in Ankara versprochene neue Militärhilfen in Milliardenhöhe.

Als problematisch betrachtet der heutige ukrainische UN-Botschafter jedoch, dass es noch Monate oder gar Jahre dauern werde, bis die Ukraine die Abwehrraketen produzieren könne.

Dabei brauche man sie schon heute, betonte er. Der letzte Monat sei der tödlichste Monat überhaupt für die Zivilisten in der Ukraine gewesen: Fast 300 Menschen seien bei russischen Raketenbeschüssen getötet worden.

9. Juli, 10.10 Uhr: Russland bezeichnet NATO-Zusagen an die Ukraine als "unverantwortlich"

Russland hat am Mittwoch die von der NATO auf dem Gipfeltreffen in der Türkei gemachten Zusagen an die Ukraine – darunter Milliarden Euro an Verteidigungshilfe – als "unverantwortlich" bezeichnet und den europäischen Staaten zudem vorgeworfen, sich "auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland" vorzubereiten.

In einer Erklärung warf das Moskauer Außenministerium den Mitgliedsländern des Bündnisses "unverantwortliche Entscheidungen vor, die zu einer Katastrophe führen könnten" und die Konzentration auf die "Militarisierung des europäischen Kontinents".

Am Dienstag und Mittwoch fand in der Türkei der NATO-Gipfel statt.
Am Dienstag und Mittwoch fand in der Türkei der NATO-Gipfel statt.  © Ansgar Haase/dpa

8. Juli, 21.31 Uhr: Tote nach russischem Raketenschlag auf Odessa

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind mindestens vier Menschen bei einem russischen Raketenschlag getötet worden.

Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Millionenstadt, Serhij Lyssak, bei Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach nicht genannte Infrastruktur beschädigt. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor ballistischen russischen Raketen gewarnt.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Russland greift die Hafenstadt in der Südukraine erneut mit Raketen an. Infrastruktur wird beschädigt und es gibt Opfer.
Russland greift die Hafenstadt in der Südukraine erneut mit Raketen an. Infrastruktur wird beschädigt und es gibt Opfer.  © Michael Shtekel/AP/dpa

8. Juli, 21.30 Uhr: Mehrere Versprecher - Trump patzt bei Auftritt mit Selenskyj

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Presseauftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mehrere aufsehenerregende Versprecher geleistet.

Auf die Frage einer Journalistin sagte er am Rande des Nato-Gipfels in Ankara an einer Stelle, die "Islamische Republik Japan" habe 111 Raketen abgefeuert, obwohl er offensichtlich von der Islamischen Republik Iran sprechen wollte. Zudem bezeichnete der 80-Jährige das frühere internationale Atomabkommen mit dem Iran als JCPOC, obwohl dieses eigentlich JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) heißt.

Titelfoto: Dan Bashakov/AP/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: