Ukraine-Krieg: Verletzte nach schwerem Drohnenangriff auf Odessa

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Ukraine - Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt.

Allein in der Stadt Pokrowsk vermeldete die Ukraine insgesamt 39 russische Angriffe. (Archvibild)
Allein in der Stadt Pokrowsk vermeldete die Ukraine insgesamt 39 russische Angriffe. (Archvibild)  © Iryna Rybakova/Ukrainian 93rd Mechanized brigade/AP/dpa

Der Generalstab in Kiew teilte mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden.

Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen.

Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom
Ukraine Ukraine-Krieg: Zehntausende Familien nach russischen Angriffen ohne Strom

Ukraines Armeechef Olexander Syrskyj sprach am Sonntag bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

27. April, 9.58 Uhr: 13 Verletzte nach schwerem Drohnenangriff auf Odessa

Bei schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen verletzt worden.

Getroffen worden seien ein Wohnhaus und mehrere zivile Objekte in der Stadt, schrieb der örtliche Leiter der Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, berichtete zudem von Schäden an der Hafeninfrastruktur.

In Odessa wurde unter anderem ein Wohnhaus getroffen.
In Odessa wurde unter anderem ein Wohnhaus getroffen.  © Michael Shtekel/AP/dpa

27. April, 6.54 Uhr: Nordkorea eröffnet Denkmal für eigene Soldaten im Ukraine-Krieg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (42) hat eine für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten eröffnete Gedenkstätte eingeweiht.

Während seiner Rede dazu, die er bereits am Sonntag in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hielt, sprach Kim auch von der Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau zu einem "mächtigen Bollwerk" zu stärken, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (42) bei der Eröffnungszeremonie.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (42) bei der Eröffnungszeremonie.  © Uncredited/KCNA/KNS/dpa

27. April, 6 Uhr: Russland verstärkt Angriffe in der Ostukraine

Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt.

Der Generalstab in Kiew teilte mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden.

26. April, 15.37 Uhr: Selenskyj fordert Ende von Moskaus "nuklearem Terrorismus"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zum 40. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl eine Beendigung des russischen "nuklearen Terrorismus" gefordert.

Mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine und Drohnenangriffen bringe Russland die Welt erneut an den Rand einer Katastrophe, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit. Voriges Jahr wurde die Sicherheitshülle aus Stahl über dem Unglücksreaktor 4 des am 26. April 1986 havarierten Kraftwerks beschädigt.

Das Bauwerk solle den Strahlenaustritt und die Kontamination verhindern, seine Erhaltung liege im Interesse aller, sagte Selenskyj. Die Kosten für die Reparatur der Stahlkonstruktion werden mit einer halben Milliarde Euro veranschlagt. "Die Welt darf nicht zulassen, dass dieser nukleare Terrorismus weitergeht, und der beste Weg ist, Russland zu zwingen, seine wahnsinnigen Angriffe einzustellen", sagte Selenskyj.

26. April, 8.55 Uhr: Toter und Verletzte nach Attacken auf Krim

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim laut Behörden in der Stadt Sewastopol mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden.

Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, sprach von einer der schwersten Attacken überhaupt und Schäden an 34 Wohnblöcken in verschiedenen Stadtteilen. Die in Sewastopol stationierte russische Schwarzmeerflotte, aber auch die Flugabwehr und mobile Gruppen hätten 71 Flugobjekte abgeschossen, sagte er.

Auch Einfamilienhäuser und Autos seien beschädigt worden, sagte Raswoschajew. Durch Trümmer abgeschossener Drohnen sei es vereinzelt zu Bränden gekommen. Die Oberleitung einer Bahnstrecke wurde demnach beschädigt; der Gouverneur kündigte mögliche Verspätungen bei Nahverkehrszügen an.

In Sewastopol ist zuletzt nach Angriffen mindestens ein Mensch getötet worden. (Archivfoto)
In Sewastopol ist zuletzt nach Angriffen mindestens ein Mensch getötet worden. (Archivfoto)  © Ulf Mauder/dpa

25. April, 21.51 Uhr: Acht Tote und dutzende Verletzte bei Bombenangriffen auf Dnipro

Bei stundenlangen russischen Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

Die Bomben- und Drohnenangriffe begannen in der Nacht zum Samstag und dauerten rund 20 Stunden lang bis in den späten Nachmittag, wie Bürgermeister Borys Filatow berichtete. Beschossen wurden Wohnhäuser, Unternehmen und Energie-Infrastruktur.

Mindestens 49 Menschen wurden laut Filatow verletzt, darunter zwei Kinder. Auch sein Stellvertreter sei schwer verletzt worden, berichtete der Bürgermeister. Weitere zehn Menschen wurden in der Region Dnipropetrowsk verletzt. Stundenlang durchsuchten Rettungskräfte die Trümmer auf der Suche nach Opfern und Überlebenden. Ein Wohnhaus wurde den Angaben zufolge zweimal in zeitlichem Abstand bombardiert.

Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem "massiven Angriff" auf militärische Ziele in der Ukraine. Moskau leugnet regelmäßig Angriffe auf Zivilisten in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg.

Dnipro liegt mehr als hundert Kilometer von der Front entfernt. Die Industriestadt war bereits in den vergangenen Tagen von Russland ins Visier genommen worden.

Wohnhäuser und Infrastruktur wurden beschossen. Mehrere Menschen verloren in der Ukraine ihr Leben.
Wohnhäuser und Infrastruktur wurden beschossen. Mehrere Menschen verloren in der Ukraine ihr Leben.  © DNIPROPETROVS'K REGIONAL MILITARY ADMINISTRATION / AFP

25. April, 14.48 Uhr: Selenskyj vereinbart Rüstungskooperation mit Aserbaidschan

Die Ukraine und Aserbaidschan haben bei einem Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Baku eine engere militärtechnische Zusammenarbeit vereinbart.

Sechs Dokumente seien unterzeichnet worden, teilte Selenskyj nach einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev auf dem Portal X mit. "Der Schlüssel liegt im Rüstungskomplex – wir werden unsere Zusammenarbeit ausbauen und vertiefen", schrieb er.

Details nannte Selenskyj nicht. Er traf aber zu Beginn des Besuchs mit seinen Spezialisten zusammen, die auch in Aserbaidschan die ukrainische Erfahrung im Drohnenkrieg vorstellten

25. April, 12.09 Uhr: Russische Drohne stürzt über Stadt in Rumänien ab

In Rumänien ist im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine Drohne abgestürzt.

Das Geschoss ging über der Grenzstadt Galati nieder und traf das Nebengebäude eines Wohnhauses sowie einen Strommast, wie das rumänische Verteidigungsministerium mitteilte. Verletzt wurde niemand, die Schäden seien als gering zu bezeichnen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Drohne sei mit Sprengstoff beladen gewesen, gab der Katastrophenschutz in Galati bekannt. Um sie sicher zu bergen und den offensichtlich nicht explodierten Sprengkörper zu entschärfen, wurden alle Menschen im Umkreis von 200 Metern rund um die Absturzstelle evakuiert.

25. April, 10.30 Uhr: Tote und Verletzte durch russischen Luftangriff

Ein massiver russischer Luftangriff hat in ukrainischen Städten Tote, Verletzte und schwere Schäden verursacht.

Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nachts nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Das ukrainische Außenministerium sprach am Morgen danach von mindestens fünf Toten und mehr als 30 Verletzten.

Rettungskräfte räumen die Trümmer eines durch einen russischen Angriff zerstörten Wohnhauses weg.
Rettungskräfte räumen die Trümmer eines durch einen russischen Angriff zerstörten Wohnhauses weg.  © Mykola Synelnykov/AP/dpa

25. April, 7.27 Uhr: Fake-Report macht Selenskyj zum Kunsträuber!

Im Internet ist eine gefälschte BBC-Reportage aufgetaucht, die einen Gemäldediebstahl in Italien in Verbindung bringt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Erzählt wird in dem Video, dass ein Ende März aus einem Museum in der Nähe von Parma gestohlenes Bild von Paul Cézanne im Präsidialamt Selenskyjs hänge. Behauptet wird, dass Selenskyj das Gemälde von der Mafia bekommen habe. Allerdings ist die gesamte Reportage gefälscht, wie die Sender France 24 und Euronews berichten. So hat die BBC nie eine solche Reportage gemacht und das in den Videos präsentierte "Beweismaterial" ist unecht. So wurde das Cézanne-Bild in eine der Selenskyj-Videobotschaften hinein retuschiert. Im Original hängt nach Angaben der Investigativjournalisten ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru an der Stelle.

Die Fälschung soll den Recherchen zufolge von einem dem russischen Militärgeheimdienst nahestehenden Netzwerk produziert und verbreitet worden sein. Tatsächlich wurde das Material durch ein Matrjoschka genanntes Netz von kremlnahen Bots gestreut, die schon in der Vergangenheit mit der Verbreitung von gefälschten Meldungen renommierter westlicher Medien aufgefallen sind.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde zuletzt Ziel von russischer Propaganda. (Archivfoto)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde zuletzt Ziel von russischer Propaganda. (Archivfoto)  © Uncredited/AP/dpa

24. April, 21.42 Uhr: Tote nach russischem Angriff im Gebiet Cherson

Im südukrainischen Gebiet Cherson sind nach Behördenangaben zwei Menschen durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden.

Der Mann und die Frau seien in der Gebietshauptstadt Cherson auf einem Moped unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets bei Telegram mit.

Mindestens neun weitere Zivilisten seien durch vergleichbare Drohnenangriffe in der Frontstadt und an anderen Orten der Region verletzt worden. Zudem erlitten drei Menschen Verletzungen bei einem Artilleriebeschuss des Dorfes Komyschany.

Titelfoto: Michael Shtekel/AP/dpa

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