Ukraine-Krieg: Viele Verletzte nach russischen Angriffen in Lwiw

Ukraine - In fast der gesamten Ukraine galt nach Angaben von ukrainischen Behörden wegen russischer Angriffe Raketenalarm.

Ein von einer russischen Rakete getroffenes Haus in Kiew. (Archivfoto)
Ein von einer russischen Rakete getroffenes Haus in Kiew. (Archivfoto)  © Andreas Stein/dpa

In allen Regionen außer Odessa wurde der Luftalarm ausgelöst, wie die ukrainischen Behörden am Dienstagmorgen mitteilten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am Montagabend in seiner täglichen Fernsehansprache vor einem möglichen "massiven Schlag" der russischen Streitkräfte.

Ukrainische Behörden meldeten erste Todesopfer bei russischen Angriffen. Zwei Menschen wurden bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Region Poltawa getötet, wie der Leiter der ukrainischen Armeeverwaltung, Witali Djakiwnitsch, im Onlinedienst Telegram erklärte. Elf weitere Menschen seien zudem verletzt worden. Bei dem Angriff seien Wohngebäude und ein Hotel beschädigt worden. Zudem seien Feuer ausgebrochen.

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Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

24. März, 18.24 Uhr: Viele Verletzte nach russischen Angriffen in Lwiw

In der westukrainischen Großstadt Lwiw sind mehrere Menschen nach Behördenangaben durch russische Drohnenangriffe verletzt worden.

Bürgermeister Andrij Sadowyj zufolge werden 17 Menschen in Krankenhäusern der Stadt behandelt. Er schrieb von Einschlägen an mehreren Stellen der Stadt, ein Wohnhaus sei zweimal getroffen worden. Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj schrieb auf Telegram von Schäden im historischen Zentrum der Stadt.

Nach russischen Drohnenangriffen gibt es viele Verletzte im Zentrum der Stadt Lwiw.
Nach russischen Drohnenangriffen gibt es viele Verletzte im Zentrum der Stadt Lwiw.  © Mykola Tys/AP/dpa

24. März, 13.35 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Häuser

Bei russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Es gebe Dutzende Verletzte, darunter auch Kinder.

"Insgesamt waren es über 390 Angriffsdrohnen und 34 Raketen verschiedener Typen – ballistische und Marschflugkörper - und Gleitbomben", teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Es seien Schäden in elf Gebieten und zahlreiche Verletzte gemeldet worden.

In Saporischschja, Poltawa und Dnipro wurden laut Behörden Hochhäuser beschädigt; es kam demnach zu Bränden. Im Gebiet Charkiw im Osten des Landes starb ein 61 Jahre alter Passagier in einem Zug, der von einer Drohne getroffen wurde. In Dnipro wurden in einem 14-stöckigen Hochhaus nach einem russischen Angriff mindestens zwölf Menschen verletzt.

Rettungskräfte versuchen, ein Feuer in einem Wohnhaus n Saporischschja zu löschen, das nach einem russischen Drohnenangriff brennt.
Rettungskräfte versuchen, ein Feuer in einem Wohnhaus n Saporischschja zu löschen, das nach einem russischen Drohnenangriff brennt.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

24. März, 11.54 Uhr: Abgestürzte Drohne in Litauen stammte aus Ukraine

Bei einem im Südosten des baltischen EU- und Nato-Mitglieds Litauen abgestürzten Flugobjekt handelt es sich nach Angaben der Regierung in Vilnius um eine ukrainische Drohne.

Regierungschefin Inga Ruginiene teilte mit, der Vorfall habe sich im Zusammenhang mit einer Operation der Ukrainer gegen Russland ereignet. "Wir können schon mit Sicherheit sagen, dass es sich um eine verirrte Drohne handelte", sagte sie nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius.

Die Drohne war in der Nacht zu Montag im Bezirk Varena nahe der Grenze zu Belarus in den litauischen Luftraum eingedrungen und auf einem zugefrorenen See abgestürzt. Sie war weder von Militärradargeräten erfasst noch vom Grenzschutz bemerkt worden. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera, die der litauische Rundfunk veröffentlichte und die den Vorfall zeigen sollen, sind eine Explosion und brennende Trümmer zu sehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Regierungschefin Inga Ruginiene.
Regierungschefin Inga Ruginiene.  © Fabian Sommer/dpa

24. März, 8.09 Uhr: Tote und Verletzte nach Explosion in Wohnhaus auf der Krim

In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind in der Nacht bei einer schweren Explosion in einem Wohnhaus nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden.

"Weitere acht Menschen wurden verletzt, die Ärzte leisten ihnen alle nötige Hilfe", schrieb Sewastopols Gouverneur Michail Raswosschajew bei Telegram. Die Ursache der Detonation werde noch untersucht.

Die Wucht der Explosion hat Behördenangaben nach zu einem Teileinsturz des Gebäudes geführt. Auch ein Nachbarhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen und daher ebenfalls evakuiert.

24. März, 6.49 Uhr: Russland hilft Iran laut Selenskyj mit Geheim-Infos

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern.

Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.

Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskyj demnach Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisen-Ölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre "Treffsicherheit" bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskyj sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache.  © -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa

23. März, 19.21 Uhr: Russland verliert bei Sturmversuchen Tausende Soldaten

Die russische Frühjahrsoffensive im Ukraine-Krieg hat nach Angaben aus Kiew mit hohen Verlusten für Moskau begonnen.

"Innerhalb von vier Tagen intensiver Sturmversuche hat der Feind mehr als 6090 Soldaten als Gefallene oder Verletzte verloren", teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Olxander Syrskyj, bei Facebook mit.

Im Verlauf der vergangenen Woche seien es sogar mehr als 8700 Tote und Schwerverletzte auf russischer Seite gewesen.

Kiew warnt seit Wochen vor einer neuen Frühlingsoffensive der Russen im Ukraine-Krieg. Nach Angaben des Kiewer Generalstabs hat sie bereits begonnen - bislang jedoch mit fatalen Folgen für Moskau. (Archivbild)
Kiew warnt seit Wochen vor einer neuen Frühlingsoffensive der Russen im Ukraine-Krieg. Nach Angaben des Kiewer Generalstabs hat sie bereits begonnen - bislang jedoch mit fatalen Folgen für Moskau. (Archivbild)  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press S/AP/dpa

22. März, 21.58 Uhr: Selenskyj überzeugt - "Putin will Krieg nicht beenden"

In den USA hat eine ukrainische Unterhändlergruppe zwei Tage lang mit US-Vertretern über Wege zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges gesprochen. Daran anknüpfend meldete sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) zu Wort.

"Insgesamt bleibt die Lage recht klar: [Der russische Präsident Wladimir] Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagte der 48-Jährige nach einem Telefonat mit den Unterhändlern in einer Videobotschaft.

Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagte Selenskyj. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie.

22. März, 20.06 Uhr: Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden.

Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.

Mindestens zwei Menschen kamen im Landkreis Nikopol bei russischen Angriffen ums Leben. (Archivbild)
Mindestens zwei Menschen kamen im Landkreis Nikopol bei russischen Angriffen ums Leben. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

22. März, 15.56 Uhr: Merz telefoniert mit Trump

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat sich mehr als drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs und nach der Absage einer Beteiligung an Militäraktionen mit US-Präsident Donald Trump (79) ausgetauscht.

"Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Freitag in Bad Dürkheim hatte Merz ein Gespräch mit Trump an diesem Wochenende angekündigt und auch gesagt: "Er ist im Augenblick nicht ganz so gut auf mich zu sprechen."

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat am Sonntag ein Telefonat mit dem US-Präsidenten geführt.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat am Sonntag ein Telefonat mit dem US-Präsidenten geführt.  © Markus Lenhardt/dpa

22. März, 13.54 Uhr: Selenskyj - Putin profitiert von einem langen Krieg im Iran

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes.

"Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft – der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine", sagte Selenskyj in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der britischen BBC. "Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran."

Titelfoto: Mykola Tys/AP/dpa

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