Ukraine-Krieg: Vier Tote nach russischen Angriffen im Süden

Ukraine - Bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden.

Flutlichter leuchten über den Gräbern der gefallenen Soldaten, und mehrere Kerzen wurden anlässlich des vierten Jahrestages der russischen Invasion angezündet.
Flutlichter leuchten über den Gräbern der gefallenen Soldaten, und mehrere Kerzen wurden anlässlich des vierten Jahrestages der russischen Invasion angezündet.  © Alex Brandon/AP/dpa

Außerdem sei ein Kind bei den Attacken am Dienstagabend verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit. Luftangriffe auf ein Dorf im Kreis Saporischschja zerstörten den Angaben nach ein Wohnhaus und beschädigten ein weiteres.

Russlands Militär griff demnach am Abend des vierten Kriegsjahrestags an. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit dem 24. Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

25. Februar, 10.12 Uhr: Ukrainischer Skeleton-Fahrer mahnt - Krieg nicht vergessen

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch hat die Weltgemeinschaft davor gewarnt, die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu vergessen.

"Es gibt eine gewisse Kriegsmüdigkeit und die Berichterstattung über die Ukraine ist nicht mehr ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Menschen bekommen nicht mehr mit, was hier jeden Tag geschieht", sagte Heraskewytsch in einem Interview im "heute Journal Update" des ZDF. Der Kriegsbeginn jährte sich am Dienstag zum vierten Mal.

Der 27 Jahre alte Heraskewytsch war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ums Leben gekommen sind.

Der 27 Jahre alte Heraskewytsch war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte.
Der 27 Jahre alte Heraskewytsch war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte.  © Peter Kneffel/dpa

25. Februar, 10.09 Uhr: Vier Tote nach russischen Angriffen in Südukraine

Bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden.

Außerdem sei ein Kind bei den Attacken am Dienstagabend verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit. Luftangriffe auf ein Dorf im Kreis Saporischschja zerstörten den Angaben nach ein Wohnhaus und beschädigten ein weiteres.

Nach Angaben der Behörden wurden bei Angriffen russischer Truppen im Süden der Ukraine vier Menschen getötet. (Archivbild)
Nach Angaben der Behörden wurden bei Angriffen russischer Truppen im Süden der Ukraine vier Menschen getötet. (Archivbild)  © Monika Skolimowska/dpa

24. Februar, 22.26 Uhr: Zwei Tote in Dnipropetrowsk nach russischem Luftangriff

Kurz nach den Besuchen europäischer Spitzenpolitiker in Kiew zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die russische Luftwaffe die Region Dnipropetrowsk attackiert.

Bei einer Explosion seien zwei Menschen getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mit. Fünf weitere Zivilisten seien verletzt, zahlreiche Häuser durch die Bombentreffer beschädigt worden. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sich unter den Trümmern noch Opfer befanden.

An diesem 1462. Kriegstag hatten die russischen Truppen ihre Aktivitäten an den Fronten zunächst abflauen lassen. Nach Angaben des Generalstabs in Kiew seien von den verschiedenen Frontabschnitten lediglich 50 bewaffnete Zusammenstöße gemeldet worden. Üblicherweise liegt diese Zahl meist über 80 pro Tag.

In der Region Dnipropetrowsk sind zwei Menschen bei russischen Angriffen ums Leben gekommen. (Archivbild)
In der Region Dnipropetrowsk sind zwei Menschen bei russischen Angriffen ums Leben gekommen. (Archivbild)  © Dnipropetrovsk military regional/Dnipropetrovsk military regional administration/dpa

24. Februar, 20.31 Uhr: UN-Vollversammlung fordert Waffenruhe und Frieden in Ukraine

Anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die UN-Vollversammlung in New York per Resolution eine sofortige Waffenruhe und einen anhaltenden Frieden gefordert.

107 Mitgliedsländer stimmten in New York für das Papier, darunter auch Deutschland. 12 stimmten dagegen, 51 enthielten sich.

Die Resolution ruft unter anderem zu einer "sofortigen, kompletten und bedingungslosen Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine auf und fordert einen auf internationalem Recht basierenden "umfassenden, fairen und anhaltenden Frieden".

Die UN-Vollversammlung fordert eine sofortige Waffenruhe in der Ukraine. (Symbolfoto)
Die UN-Vollversammlung fordert eine sofortige Waffenruhe in der Ukraine. (Symbolfoto)  © John Minchillo/AP/dpa

24. Februar, 19.11 Uhr: EU will Ukraine vor neuer winterlicher Energiekrise bewahren

Die von Russland angegriffene Ukraine soll im kommenden Winter nicht noch einmal eine schwere Energiekrise erleben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) kündigte bei einem Besuch in Kiew einen Plan mit dem Namen "Repair, Rebuild, Restart" an. Er soll mit mehr als 920 Millionen Euro unterlegt sein und im Winter 2026/2027 in der ganzen Ukraine einen verlässlichen Stromfluss sichern.

Dazu werde man die dezentrale Produktion erneuerbarer Energien beschleunigen und durch russische Angriffe beschädigte Netze wieder aufbauen und modernisieren, erklärte von der Leyen bei dem Besuch zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine. Zudem sollten beschädigte Kraftwerke repariert werden.

24. Februar, 18.30 Uhr: Selenskyj hält Reparatur von Druschba-Pipeline für unnötig

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hält trotz des Drucks der EU-Staaten Ungarn und Slowakei eine Reparatur der für russische Öllieferungen wichtigen Druschba-Leitung für unnötig.

"Wozu reparieren? Um Menschen zu verlieren. Ich denke, das ist ein zu großer Preis", sagte Selenskyj auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (67) und Ratspräsident António Costa (64) in Kiew. Ihm zufolge greift das russische Militär gezielt Reparaturtrupps an.

Dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban (62), der wegen der ausbleibenden Lieferungen Ukraine-Hilfen blockiert, empfahl er sich an Moskau zu wenden. "Russland zerstörte diese Pipeline mehrfach", sagte Selenskyj. Orban solle beim Kreml um eine Energiewaffenruhe ersuchen. "Es kann nicht sein, dass Russland etwas zerstört und die Ukraine es dann repariert."

Bei einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (67) und Ratspräsident António Costa (64, l.) stellte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) klar, dass er eine Reparatur der Druschba-Pipeline für unnötig hält.
Bei einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (67) und Ratspräsident António Costa (64, l.) stellte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) klar, dass er eine Reparatur der Druschba-Pipeline für unnötig hält.  © Ansgar Haase/dpa

24. Februar, 17.57 Uhr: 1700 ukrainische Kriegsverletzte kamen in deutsche Kliniken

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind laut Bundesgesundheitsministerium inzwischen rund 1700 Kriegsverletzte und Soldaten von dort zu Behandlungen nach Deutschland gekommen.

Die Patienten werden aus der Ukraine geholt und auf Kliniken verteilt, wie das Ministerium in Berlin mitteilte. Für die Behandlung in Deutschland stehen demnach in diesem Jahr 25 Millionen Euro über Bundesmittel bereit.

24. Februar, 17.10 Uhr: Westen sagt Ukraine weitere Unterstützung zu

Westliche Unterstützer haben der Ukraine zum vierten Jahrestag der russischen Invasion weitere Hilfe bei ihrem Abwehrkampf zugesichert.

"Die Luftverteidigung zum Schutz der Bürger hat absolute Priorität", sagte der britische Premierminister Keir Starmer (63) bei Beratungen der sogenannten "Koalition der Willigen", an denen etliche westliche Staatschefs in Kiew teilnahmen oder zugeschaltet wurden. "Wir müssen den Druck auf Russland und seine Kriegswirtschaft erhöhen", sagte Starmer.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48), der das Treffen mit Starmer per Videoschalte leitete, warb für ein verstärktes Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte, die Russland zur Vermeidung von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer (63) sieht die Luftverteidigung zum Schutz der ukrainischen Bürger als besonders wichtig an.
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer (63) sieht die Luftverteidigung zum Schutz der ukrainischen Bürger als besonders wichtig an.  © Kin Cheung/PA Wire/dpa

24. Februar, 14.01 Uhr: Merz - Ukraine-Krieg nur mit gemeinsamer Stärke zu beenden

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine den Zusammenhalt Europas beschworen.

Nur mit gemeinsamer Stärke werden man den Krieg beenden, schrieb der CDU-Politiker auf X. "Denn das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal." Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) betonte, der russische Präsident Wladimir Putin solle sich keine Illusionen machen, dass die Unterstützung für die Ukraine bröckeln könnte.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine den Zusammenhalt Europas beschworen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hat zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine den Zusammenhalt Europas beschworen.  © Kay Nietfeld/dpa

24. Februar, 13.56 Uhr: Kreml sieht Kriegsziele in der Ukraine nicht erreicht

Der Kreml hat eingeräumt, dass auch nach vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine die anfänglich gesteckten Aufgaben bisher nicht umgesetzt wurden.

"Vollkommen, ja, sind die Ziele bisher nicht erreicht, deshalb geht die militärische Spezialoperation weiter", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Militärische Spezialoperation ist die offizielle Bezeichnung Moskaus für den Krieg gegen das Nachbarland.

Zugleich sagte Peskow, dass Russland bereit sei, eine diplomatische Lösung bei den Verhandlungen mit der Ukraine zu finden. "Jetzt hängt alles von den Handlungen des Kiewer Regimes ab", sagte Peskow. Russland habe seine Bedingungen auf den Tisch gelegt, sie seien hinreichend bekannt.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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