Von Friedemann Kohler & Ulf Mauder
Moskau - Nach dem schweren Zugunglück in Russland mit mehreren entgleisten Waggons hat sich die Zahl der Verletzten auf mindestens 55 Fahrgäste erhöht.
17 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, wie der Gouverneur des Gebiets Uljanowsk, Alexej Russkich, in den sozialen Netzwerken mitteilte. Hunderte andere kamen demnach mit dem Schrecken davon.
Sieben Doppelstockwaggons eines Nachtzuges von Moskau nach Tscheljabinsk entgleisten und kippten um.
Es habe keine Toten gegeben, teilten die Behörden der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. An Bord waren 415 Passagiere. Zunächst war von 35 Verletzten die Rede gewesen.
Ein Video auf dem Telegramkanal "Baza" zeigt, wie die Menschen aus den umgestürzten Wagen kletterten. Das Unglück ereignete sich bei dem Ort Brjandino im Gebiet Uljanowsk knapp 800 Kilometer östlich von Moskau.
Bis Tscheljabinsk in Westsibirien wäre es noch einmal so weit gewesen.
Als eine mögliche Unglücksursache nannte das Ermittlungskomitee Russlands ein verschlissenes Gleisbett, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.