Er half Todkranken beim Sterben: CEO bricht auf Fuji zusammen - tot
Fuji (Japan) - Während seiner Zeit als CEO der Firma "Exit" verschrieb sich der Schweizer Bernhard Sutter (†58) der Aufgabe, todkranken Menschen den letzten Weg zu ebnen. Jetzt, knapp elf Jahre nachdem Sutter das Amt des Geschäftsführers übernommen hatte, holte ihn der Tod plötzlich und unverhofft zu sich.
Zunächst informierte das Unternehmen am vergangenen Dienstag über das plötzliche Ableben Sutters. In einer Mitteilung heißt es: "Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir vom plötzlichen Tod unseres Geschäftsführers Bernhard Sutter erfahren. Am Dienstag ist er während seiner Familienferien in Japan unerwartet aufgrund eines medizinischen Notfalls gestorben."
Laut Informationen der Schweizer Zeitung "Blick" war der 58-Jährige gemeinsam mit seinem Sohn am vergangenen Dienstag auf Japans höchstem Berg - dem Fuji - unterwegs. Gemeinsam erklommen sie den rund 3776 Meter hohen Berg entlang der sogenannten Fujinomiya-Route. Diese startet in einer Höhe von 2400 Metern und gilt allgemein als die kürzeste, aber auch als steilste Strecke.
Sutter und sein Sohn sollen in einer Höhe von 3010 Metern in eine Berghütte eingekehrt sein. Dort habe sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechtert, bis er schließlich das Bewusstsein verloren hat.
Sofort begann das Personal mit der Laienreanimation und setzte sogar einen Defibrillator ein. Für einen kurzen Moment hatte Sutter wieder einen Puls, doch dieses Hoch hielt nicht lange an.
Mithilfe eines Bulldozers wurde Sutter ins Tal gebracht, doch auch die eingetroffenen Ärzte konnten nichts mehr für den Schweizer tun. Er starb vor Ort im Alter von 58 Jahren.
Sutters Weg aus der Medienwelt zur Sterbehilfe
Der Weg von Bernhard Sutter führte ihn erst im Jahr 2007 zur Sterbehilfsorganisation "Exit". Begonnen hat der 58-Jährige seinen Werdegang in der Medienwelt - genauer gesagt als Journalist für den "Tages-Anzeiger". Nach seiner Zeit als Zeitungsredakteur führte es ihn zu Radio Z (heute Radio Energy) und ins Fernsehen zum Schweizer Rundfunk.
Woran genau der Mann aus Zürich starb, ist derzeit noch unklar.
Titelfoto: Fotomontage: Zhang Xiaoyu/XinHua/dpa, IMAGO / Ex-Press
