Nach tragischer Ostereiersuche mit drei Toten: Warum stürzte der Baum um?

Von André Klohn

Mittelangeln - Nach dem tödlichen Unglück durch einen umgestürzten Baum am Ostersonntag im nördlichen Schleswig-Holstein dauern die Ermittlungen der Polizei an. Dabei waren drei Menschen bei der Ostereiersuche in einem Waldstück getötet worden, darunter eine Mutter und ihr Baby. Nach Polizeiangaben stürzte bei starken Windböen ein etwa 30 Meter hoher Baum auf eine Gruppe.

Ein buntes Ei liegt als Überbleibsel einer Tragödie unter dem umgestürzten Baum in einem Waldstück bei Flensburg.
Ein buntes Ei liegt als Überbleibsel einer Tragödie unter dem umgestürzten Baum in einem Waldstück bei Flensburg.  © NEWS5 / Fabian Höfig

Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

"Zur Ursache können wir noch keine verlässlichen Angaben machen", sagte ein Polizeisprecher. Zum Unfallzeitpunkt hätten starke Böen geherrscht. "Dadurch ist vermutlich dieser Baum dann umgestürzt."

Die Landesforsten seien über den Vorfall bereits informiert worden. Noch ist unklar, ob der umgestürzte Baum Vorschäden oder eine Krankheit aufwies.

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Bei dem Unglück wurden nach Polizeiangaben vier Menschen unter dem umgestürzten Baum eingeklemmt.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz. Trotzdem starben noch am Unglücksort eine 16-Jährige und eine 21 Jahre alte Frau.

Die zehn Monate alte Tochter der 21-Jährigen wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Kiel gebracht, wo sie später ihren Verletzungen erlag.

Bei dem Unglück kamen drei Menschen ums Leben, andere wurden schwer verletzt.
Bei dem Unglück kamen drei Menschen ums Leben, andere wurden schwer verletzt.  © Nonstopnews

18-Jährige nach Baum-Unglück in Mittelangeln außer Lebensgefahr

Schwere Verletzungen zog sich eine 18-Jährige zu. Sie wurde in ein Krankenhaus nach Heide geflogen, wo sie nach Polizeiangaben operiert wurde. "Nach meinen Erkenntnissen ist die Person außer Lebensgefahr, wird aber weiterhin behandelt", sagte der Sprecher. Weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielten sich rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungspersonen einer nahegelegenen Wohneinrichtung in dem Waldstück auf, um Ostereier zu suchen.

Titelfoto: NEWS5 / Fabian Höfig

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