Schock-Tat in der Schweiz: Bus-Brandstifter soll schon einmal Angst und Schrecken verbreitet haben

Kerzers (Schweiz) - Der Mann, der sich in einem Linienbus in der Schweiz mutmaßlich selbst in Brand gesteckt und dabei fünf Insassen mit in Tod gerissen hatte, verbreitete in der Vergangenheit laut neuesten Recherchen schon einmal Angst und Schrecken.

Das Feuer breitete sich im Linienbus aus. Insgesamt sechs Menschen starben.
Das Feuer breitete sich im Linienbus aus. Insgesamt sechs Menschen starben.  © Uncredited/Kantonspolizei Freiburg/AP/dpa

Die Tat am vergangenen Dienstag in der kleinen Gemeinde Kerzers, rund 25 Kilometer westlich von Bern, machte fassungslos.

Der mutmaßliche Täter - ein 65-Jähriger, der zuvor aus einer Klinik entflohen war - übergoss sich im Bus mit Benzin. Er selbst und fünf weitere Menschen starben, darunter eine junge Radio-Moderatorin. Vier weitere Menschen wurden durch die Flammen verletzt.

Laut neuesten Recherchen des schweizerischen Magazins "Blick" habe es sich bei dem mutmaßlichen Feuer-Mörder um einen polizeibekannten Mann gehandelt, der bereits im Jahr 2019 Schlagzeilen gemacht hatte.

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Damals soll sich Roger K. in einem Bürogebäude des heimischen TV-Senders "SRF" verschanzt und damit gedroht haben, sich selbst etwas anzutun. Die Polizei habe ihn damals noch überwältigen können.

Im Anschluss an diesen Vorfall habe sich Roger K. bei "Blick" gemeldet und über seine schlechte Lebenslage berichtet: "Ich bin schwer an einer Muskelerkrankung erkrankt und habe mein Leben lang gearbeitet. Jetzt möchte ich meinen letzten Willen noch ausleben, bevor ich in Frieden gehen kann", habe er damals geschrieben.

Nach der Tat herrscht große Fassungslosigkeit und Trauer in der kleinen Gemeinde.
Nach der Tat herrscht große Fassungslosigkeit und Trauer in der kleinen Gemeinde.  © Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Laut einem Bericht der Zeitung "Tagesanzeiger" habe der psychisch kranke 65-Jährige zuletzt in einem völlig verwahrlosten Camper gelebt. Kurz vor seiner ungeheuerlichen Tat habe ihm der Vermieter seinen Stellplatz gekündigt, heißt es.

Titelfoto: Bildmontage: Uncredited/Kantonspolizei Freiburg/AP/dpa, Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

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