Nach Busbrand mit sechs Toten: Täter hatte laut Polizei wohl psychische Probleme
Von Albert Otti
Kerzers (Schweiz) - Der mutmaßliche Täter des tödlichen Brandes in einem Linienbus in der Schweiz mit sechs Toten hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg wohl psychische Probleme.
Der Schweizer werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört gewesen sei, sagte Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin in einer Pressekonferenz. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann unter den Todesopfern ist.
Bei dem Feuer in der Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg starben nach Angaben der Behörden insgesamt sechs Menschen. Fünf Menschen wurden teils schwer verletzt. Unter den Verletzten war ein Sanitäter.
Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten, sagte der Staatsanwalt. Plötzlich habe sich der Mann mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet.
Der Brand ereignete sich nach Angaben der Polizei am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr. Das Feuer breitete sich nach Angaben von Behördenvertretern rasch aus. Das Fahrzeug brannte auf einer Hauptstraße im Ortszentrum von Kerzers völlig aus.
Titelfoto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa