Tödlicher Alligator-Angriff: 71-jähriger Angler ins Wasser gezogen
Winter Garden (USA) - Im US-Bundesstaat Florida ist ein 71-jähriger Mann beim Angeln von einem knapp 3,7 Meter langen Alligator angegriffen und getötet worden.
Laut "The Guardian" ereignete sich der Vorfall am Freitag nahe der Stadt Winter Garden in Florida.
Steve Hamilton soll am Ufer eines Teiches geangelt haben, als ihn der Alligator urplötzlich ins Wasser zog. Gegen 17.20 Uhr wurden Rettungskräfte alarmiert.
Die herbei geeilten Einsatzkräfte versuchten noch, den Mann zu retten, wurden jedoch durch weitere Alligatoren in der Nähe daran gehindert.
Einige Stunden später konnte nur noch Hamiltons Leiche geborgen werden. Das Tier, das für den Angriff verantwortlich gemacht wurde, wurde später aufgespürt und getötet.
Der örtliche Polizeichef mahnte die Bevölkerung zur Vorsicht. Alligatoren könnten auf den ersten Blick harmlos wirken, seien jedoch gefährliche Wildtiere.
Obwohl tödliche Angriffe selten vorkommen, wurden in Florida nach Angaben der zuständigen Fisch- und Wildtierbehörde seit 1948 mindestens 34 Menschen von Krokodilen getötet.
Hamiltons Tod ereignete sich weniger als vier Monate nach dem tödlichen Angriff auf die 31-jährige Brittany Clark. Sie war beim Schwimmen von einem etwa vier Meter langen Alligator angegriffen worden. Das Tier wurde später gefangen und eingeschläfert.
Polizei warnt: Alligatoren sollten nicht unterschätzt werden
Die wiederholten Vorfälle haben auch eine politische Debatte ausgelöst: Der republikanische Abgeordnete Greg Steube (48) forderte eine Überprüfung der Schutzbestimmungen für US-amerikanische Krokodile.
Alligatoren sind ein fester Bestandteil des Ökosystems in Florida. Sie sollten jedoch niemals unterschätzt werden, mahnte die Polizei.
Titelfoto: Stefan Tretropp/dpa
