Tragödie im Italien-Urlaub: Mädchen aus Österreich ertrinkt in Hotel-Pool
Milano Marittima (Italien) - Schreckliches Unglück in einem italienischen Urlaubsort an der Adriaküste: Ein kleines Mädchen (†4) aus Österreich ist am Wochenende in einem Hotel-Pool ertrunken.
Wie mehrere Medien, darunter die italienische Tageszeitung Corriere della Sera, übereinstimmend berichteten, geschah die Tragödie am Samstagnachmittag im Hotel Continental in Milano Marittima.
In dem Badeort in der Provinz Ravenna hat die Vierjährige mit ihrer Familie ihren Urlaub verbracht. Die Mutter und die zwei älteren Schwestern des Mädchens sollen die Mittagszeit im Hotelzimmer verbracht haben, während der Vater mit der kleinen Tochter auf dem Spielplatz gewesen sei.
Dieser befindet sich offenbar in der Nähe des Pools. In diesen sei das Kind gefallen, als der 56-jährige Vater kurz im Hotelzimmer war. Dem Bericht zufolge sei der Pool während der Mittagszeit für Urlauber gesperrt gewesen, weswegen auch kein Bademeister vor Ort war.
Zwei Jugendliche sollen das im Schwimmbecken treibende, leblose Mädchen gegen 15 Uhr entdeckt und sofort Alarm geschlagen haben.
Behörden ermitteln auch gegen Vater
Ein Arzt, der ebenfalls in dem Hotel wohnte, soll noch versucht haben, die Vierjährige zu reanimieren - jedoch ohne Erfolg. Ein Großaufgebot an Polizei und Rettungskräften war in der Folge im Einsatz.
Fatal: Der Vater soll seiner Tochter noch gesagt haben, dass sie auf dem Spielplatz auf ihn warten solle. Eine Überwachungskamera habe aber aufgezeichnet, wie das Mädchen sich dem Pool näherte und hineinfiel. Es trieb wohl sieben bis acht Minuten im Wasser.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, die sich unter anderem wegen Verletzung der Aufsichtspflicht auch gegen den Vater richten. Aber auch gegen den Hotelbetreiber laufen Untersuchungen.
Der Pool wurde von der Polizei vorerst geschlossen, das Mädchen soll obduziert werden.
Titelfoto: Hotel Continental Milano Marittima

