Pakistan - Es sollte ein abenteuerliches Erlebnis werden, doch der britische Langstreckenläufer Alexander Harris (†30) kehrte von seiner Wanderung nicht wieder zurück.
Wie Metro berichtete, kam der junge Brite durch einen Sturz in eine Schlucht im Norden Pakistans ums Leben. Der 30-Jährige war am Samstag auf dem rund 4000 Meter hohen Berg Musa Ka Musalla unterwegs.
Nach Angaben der örtlichen Behörden trennte sich Harris gegen 5.40 Uhr von seinem Wanderbegleiter, da er deutlich schneller unterwegs war. Kurz darauf setzte Regen ein.
Wegen des schlechten Wetters und der stark eingeschränkten Sicht geriet Harris offenbar vom Weg ab, rutschte aus und stürzte in eine rund 60 Meter tiefe Schlucht.
Mehr als 250 Polizisten und Freiwillige beteiligten sich an der Suche, unterstützt wurde die Aktion von von Kamera-Drohnen. Schließlich wurde die Leiche des Trailrunners auf einem Waldweg geborgen.
Der aus Birmingham stammende Harris besaß neben der britischen auch die irische Staatsbürgerschaft und lebte in Islamabad, wo er für das globale Beratungsunternehmen Adam Smith International arbeitete.
Ein Angebot seines Hotels, ihn mit einem Bergführer und Sicherheitspersonal auszustatten, hatte er den Behörden zufolge abgelehnt, da er die Gegend laut eigener Aussage gut kannte.
Britischer Trailrunner stirbt nach Sturz in pakistanische Schlucht
Harris war Mitglied der in Islamabad ansässigen Laufgruppe Margalla Trail Runners. Auf Instagram würdigte die Gruppe ihn als begeisterten Langstreckenläufer, der eine besondere Verbindung zu Pakistan und dessen Bergen entwickelt habe. Harris habe außerdem Urdu gelernt und sich intensiv für die Kultur, Menschen und Traditionen des Landes interessiert.
Das britische Außenministerium bestätigte, die Familie des Verstorbenen zu unterstützen und mit den pakistanischen Behörden in Kontakt zu stehen. Auch Adam Smith International sprach Harris’ Familie, Freunden und Kollegen Mitgefühl und Anteilnahme aus und dankte den Einsatzkräften und Freiwilligen für die umfangreiche Suchaktion.