Harte Zeiten bei VW: Konzern will 50.000 Stellen streichen!

Von Frank Johannsen

Wolfsburg - Der VW-Konzern hat das Ziel bekräftigt, bis 2030 Zehntausende Jobs zu streichen!

Im dritten Quartal steckte der Konzern tief in die roten Zahlen und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

"In Summe sollen im Volkswagen Konzern bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen", heißt es im Geschäftsbericht des Konzerns. Das Ziel hatte der Konzern bereits ab Ende 2024 in Tarifeinigungen bei den einzelnen Marken genannt. 

35.000 Stellen fallen allein bei der Kernmarke Volkswagen weg. Weitere kommen bei Audi und Porsche hinzu. Der Abbau soll vor allem über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen wurden dabei ausgeschlossen.

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen.

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Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.

Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen. 

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Milliardenbelastungen durch US-Zölle

Porsches Strategie-Schwenk belastete die Konzernbilanz mit fast 5 Milliarden Euro. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

"Das Jahr 2025 war geprägt von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität", sagte Finanzvorstand Arno Antlitz (55) laut Mitteilung.

Vor Sondereffekten und US-Zöllen hätte das operative Ergebnis aber bei 17,7 Milliarden Euro gelegen, was eine Marge von 5,5 Prozent bedeutet hätte.

Laut Betriebsrat belastetet allein Porsches Strategie-Schwenk die Konzernbilanz mit fast 5 Milliarden Euro. Mit rund 3 Milliarden schlugen die US-Zölle zu Buche.

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Bei den Verkäufen war der Konzern 2025 knapp unter die Marke von neun Millionen gerutscht: Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus, 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

In Europa legte der Konzern zwar sogar zu. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen.

Porsche verdient kaum noch Geld

Die einstige Ertragsperle Porsche verdiente 2025 im Autogeschäft operativ nur noch 90 Millionen Euro. 2024 waren es noch 5,3 Milliarden Euro gewesen. Die Kernmarke VW verbesserte sich dagegen leicht von 2,59 auf 2,61 Milliarden Euro operatives Ergebnis. Die aktive Belegschaft Kernmarke VW in Deutschland - also ohne Altersteilzeitler in der Passiv-Phase - schrumpfte binnen Jahresfrist von gut 110.000 auf 102.000 Beschäftigte.

Für 2026 strebt der Konzern wieder mehr Profitabilität an. Die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern soll sich in diesem Jahr auf 4,0 bis 5,5 Prozent erholen.

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