Weihnachtsessen nur gegen Geld: Diese Oma meint es ernst, auch die dreijährigen Enkel müssen zahlen

Cardiff (Großbritannien) - Wer zu ihrem Weihnachtsessen kommen will, muss zahlen. Das gilt selbst für ihre Enkel, wie Caroline Duddridge (63) klarstellt. Wer nicht zahlt, feiert Heiligabend eben nicht in Familie.

Caroline Duddridge verlangt von ihren Kindern und Enkeln Geld für den Weihnachtsschmaus. Sie sei eben "praktisch veranlagt", erklärt die 63-jährige Oma.
Caroline Duddridge verlangt von ihren Kindern und Enkeln Geld für den Weihnachtsschmaus. Sie sei eben "praktisch veranlagt", erklärt die 63-jährige Oma.  © Montage: Facebook/Caroline Duddridge, 123rf/yanlev

Diese Großmutter aus Wales meint es wirklich ernst, wie "The Sun" berichtet. Umgerechnet 17,51 Euro verlangt sie von ihren erwachsenen Kindern und deren Partnern. Und auch den Weihnachtsschmaus der Enkel lässt sie sich bezahlen: 5,80 Euro für die vier Großen (Alter zwölf bis neun) und knapp drei Euro für die beiden Dreijährigen.

Das sei eben Tradition bei ihrer Familie, erklärt Caroline Duddridge (63). "Ich logge mich in mein Bankkonto ein und prüfe, wer im November sein Weihnachtsessen bezahlt hat."

Pünktlich zum 1. Dezember mache sie dann "ihre Runde" und erinnere die "säumigen Schuldner", so die fünffache Mutter. "Meine Kinder sind das gewohnt." Trotzdem höre sie jedes Jahr "dieselben Ausreden", wie Duddridge beklagt.

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"Ich weiß, dass einige stöhnen werden und ich Ausreden höre wie 'mein Lohn ist noch nicht da' oder 'mein Bankkonto ist gesperrt' und 'kann ich es nicht doch nächste Woche zahlen?', aber ich bekomme schließlich doch Geld für das Essen von allen", gibt sich die Frau aus Cardiff überzeugt.

Denn: "Ich erlaube keine verspäteten Zahlungen, und die Kinder wissen das." Wer nicht zahlt, wird nicht eingeladen, da ist Duddridge konsequent. "Sie alle zahlen!"

"Wenn es nach mir ginge, würden wir Weihnachten nur zweimal alle zehn Jahre feiern!"

Zu Weihnachten gibt es bei der "geizigsten Oma des Landes" Truthahn, Bratensoße, viel Gemüse und Nussbraten. Alkohol müssen sich die Gäste selber mitbringen. (Symbolfoto)
Zu Weihnachten gibt es bei der "geizigsten Oma des Landes" Truthahn, Bratensoße, viel Gemüse und Nussbraten. Alkohol müssen sich die Gäste selber mitbringen. (Symbolfoto)  © 123rf/cjaman

Seit 2016 verlangt sie nunmehr Geld zum Fest. Nachdem ihr Mann 2015 verstorben war, musste die Witwe mit weniger im Monat auskommen.

"Ich arbeitete in Teilzeit und erhielt eine Witwenrente, aber es wurde immer schwieriger, über die Runden zu kommen", sagt sie im Hinblick auf die galoppierenden Lebensmittelpreise.

"Von einer Person zu erwarten, dass sie für das gesamte Essen bezahlt, es zubereitet, aufräumt, die Heizung und den Strom bezahlt, ist einfach zu viel." Der Preis für Essen erscheint ihr fair, schließlich sind die Nebenkosten mit einberechnet.

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Aber was bekommen die zwölf Gäste für ihr Geld? "Ich mache einen Truthahn mit traditionellen Zutaten, Bratensoße und einen Nussbraten sowie viel Gemüse", erklärt die Gastgeberin. Softdrinks sind auch mit dabei - Alkohol allerdings nicht, wer darauf nicht verzichten kann, muss sich selbst kümmern, erklärt Caroline Duddridge.

Kritik an dem rabiaten Vorgehen kann die 63-Jährige daher absolut nicht nachvollziehen. "Ich bin einfach praktisch veranlagt", sagt die Frau, die viele als geizigste Oma des Landes bezeichnen.

"Wenn es nach mir ginge, würden wir Weihnachten nur zweimal alle zehn Jahre feiern!"

Titelfoto: Montage: Facebook/Caroline Duddridge, 123rf/yanlev

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