Die Lyriden kommen: Sternschnuppen am Nachthimmel über Deutschland
Von Oliver Pietschmann
Bensheim - Sternschnuppen-Fans kommen in den kommenden Nächten wieder auf ihre Kosten: Die Beobachtungsbedingungen für die sogenannten Lyriden seien am besten von 1 Uhr in der Nacht bis morgens vor dem Einsetzen der Dämmerung, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz.
Das Maximum der Lyriden werde rechnerisch am Abend des kommenden Mittwochs (22. April) erwartet.
Es handele sich um einen Meteoren-Strom mit mittlerer Aktivität. "Man kann mit 15 bis 20 Sternschnuppen in einer Stunde rechnen." Die Sternschnuppen könnten auch in einigen Nächten vor und nach dem Maximum beobachtet werden.
Am besten zu beobachten sind die Sternschnuppen, wenn der Ausstrahlungspunkt, der sogenannte Radiant, in ausreichender Höhe steht, erklärte Pilz und ergänzte: "Der höchste Punkt wird kurz vor der Morgendämmerung erreicht." Zudem müsse das Wetter mitspielen.
Die Abwesenheit des Mondes am Morgenhimmel lasse ein schönes Himmelsschauspiel erwarten, ergänzte Pilz.
Lyriden sind abgesplitterte Kometen-Bruchstücke
Die Meteore tauchen mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Dies sind 180.000 Kilometer pro Stunde. Der Ausstrahlungspunkt liegt zwischen dem Herkules-Viereck und dem Sternbild Leier.
Die Lyriden sind abgesplitterte Bruchstücke des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), durch die die Erde auf ihrer Umlaufbahn zieht.
Titelfoto: 123rf/ferdel99
