Hoffnung im Kampf gegen Hautkrebs: Rückfallrisiko um 42 Prozent gesenkt

USA - Neuer Hoffnungsschimmer im Kampf gegen schwarzen Hautkrebs: Ein personalisierter mRNA-Impfstoff hat in einer großen Studie vielversprechende Ergebnisse erzielt.

Es könnte ein wichtiger Durchbruch im Kampf gegen schwarzen Hautkrebs sein.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Impfung von Moderna setzt auf eine neue Strategie: Sie trainiert das Immunsystem gezielt darauf, die individuellen Krebszellen eines Patienten zu erkennen und zu bekämpfen.

Wie die "New York Times" und weitere US-Medien berichten, basieren die Studienergebnisse auf Daten von mehr als 1100 Melanom-Patienten.

In Kombination mit dem Immuntherapeutikum Keytruda von MSD Sharp & Dohme konnte der Impfstoff das relative Risiko für einen Rückfall oder Tod um 42 Prozent senken. Auch das Risiko für Fernmetastasen ging deutlich zurück - um 38 Prozent.

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Anders als herkömmliche Impfungen ist die neue Therapie individuell auf den Patienten zugeschnitten. Dafür analysieren Forscher die charakteristischen Mutationen des Tumors. Auf dieser Grundlage wird der mRNA-Impfstoff entwickelt.

Wie groß der Unterschied ausfiel, zeigen die Ergebnisse nach zwei Jahren: In der Gruppe, die die personalisierte Impfung zusammen mit Keytruda erhielt, lebten 82,2 Prozent der Patienten ohne Rückfall. In der Vergleichsgruppe, die Keytruda und ein Placebo bekam, waren es 70 Prozent.

Auch bei der Ausbreitung des Krebses zeigte sich ein Vorteil. Nach zwei Jahren waren 88,5 Prozent der Patienten mit der Kombinationstherapie ohne Fernmetastasen. In der Vergleichsgruppe traf dies auf 80,2 Prozent zu.

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Entwickelt wurde der neue mRNA-Impfstoff vom Biotechnologie-Unternehmen Moderna.  © Bill Sikes/AP/dpa

Für wen kommt die Krebstherapie infrage?

Noch handelt es sich nicht um eine allgemein verfügbare Krebsimpfung. Untersucht wurde die Behandlung bei Menschen mit schwarzem Hautkrebs, deren Tumor bereits operativ entfernt wurde. Die anschließende Therapie soll das Risiko senken, dass die Erkrankung zurückkehrt.

Ein konkreter Termin für die Einführung in Deutschland steht bislang nicht fest. Die Behandlung ist noch experimentell und nicht regulär zugelassen. Weitere Erkenntnisse zur langfristigen Wirksamkeit und Sicherheit sind nun entscheidend.

Die bisherigen Daten geben jedoch Anlass zur Hoffnung.

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