Achtung, Hitzewelle: So bereiten sich Tierheime auf die Hitze vor
Von Annett Gehler
Nach Angaben des Landestierschutzverbandes werden bei Neu- und Umbauten sowie Sanierungen inzwischen regelmäßig Maßnahmen zum Schutz vor hohen Temperaturen mitgedacht.
Hitzemanagement werde von den 16 Tierheimen im Freistaat schon seit Längerem betrieben, sagte Verbandsvorsitzender Kevin Schmidt der Deutschen Presse-Agentur.
"Wo es möglich ist und es die baulichen Gegebenheiten hergeben, versucht man zu klimatisieren", sagte Schmidt.
Dazu zählten etwa Kühlmatten für die Tiere, mobile Klimaanlagen oder Hitzeschutzfolien an Fenstern. Einige Einrichtungen setzten zudem auf Sonnen reflektierende Materialien, um das Aufheizen von Unterkünften und Ausläufen zu verringern.
Reflektierende Materialien auf den Dächern verbaut
Als Beispiele nannte Schmidt das Tierheim am Wald in Hildburghausen sowie das Tierheim in Meiningen. Dort seien auf den Dächern und den Ausläufen reflektierende Materialien verbaut worden, damit sich die Anlagen nicht zu sehr aufheizten. Im Tierheim Nordhausen etwa seien Belüftung und Beschattung verbessert worden. Das vom Tierschutzverein Nordhausen betriebene Katzenhaus nutze unter anderem mobile Klimaanlagen, Hitzeschutzfolien und Kühlmatten.
Die Anpassung an höhere Temperaturen sei in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Thema geworden, betonte Schmidt. Vor allem bei Neubauten werde heute verstärkt darauf geachtet.
Titelfoto: Friso Gentsch/dpa
