Bereits fürs kühle Nass? In Thüringen öffnen bald die ersten Freibäder
Von Anne Lathan
Erfurt - In Thüringen können die meisten Freibäder trotz des Fachkräftemangels wie geplant in die Sommersaison starten.
In den vergangenen Jahren fehlten immer wieder Rettungsschwimmer und Bademeister, die den Betrieb absichern, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister in Thüringen der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch sind zahlreiche Freibäder im Freistaat für den Saisonstart gut vorbereitet: Viele Betreiber haben frühzeitig vorgesorgt, sodass einem Start im Mai vielerorts nichts im Wege steht.
In größeren Städten zeigt sich die Lage aktuell stabil. In Erfurt sollen das Nordbad, das Dreienbrunnenbad, das Freibad Möbisburg sowie das Strandbad Stotternheim planmäßig in die Saison starten. Die SWE Bäder GmbH geht davon aus, dass der Betrieb ohne größere Einschränkungen möglich ist.
Auch andernorts sind die Voraussetzungen gut. In Nordhausen, Blankenhain und Friedrichroda können die Freibäder nach Angaben der Stadtwerke Nordhausen sowie der Stadtverwaltungen Blankenhain und Friedrichroda ohne Einschränkungen in die Saison gehen.
Grund dafür sei unter anderem, dass man aus den vergangenen Jahren gelernt und sich frühzeitig um Personal bemüht habe.
Wenn Personal fehlt, schrumpfen Öffnungszeiten
Der Fachkräftemangel macht sich dennoch weiterhin in der Branche bemerkbar. Bundesweit fehlen nach Schätzungen des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister etwa 3500 Fachkräfte im Bäderbetrieb.
Besonders ausgebildete Bademeister, sogenannte Fachangestellte für Bäderbetriebe, sind knapp. Auch in diesem Jahr müssen deshalb in Thüringen einzelne Freibäder ihren Betrieb einschränken. Vor allem ländliche Regionen kämpfen mit Engpässen - beispielsweise in Großbreitenbach im Ilm-Kreis.
Dort fehlen in beiden Freibädern Rettungsschwimmer. Die Folge sind eingeschränkte Öffnungszeiten – die beiden Freibäder der Stadt sollen in der kommenden Saison nur noch im Wechsel öffnen, teilte die Stadtverwaltung mit.
Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, greifen viele Bäder zunehmend auf Unterstützung durch Ehrenamtliche zurück. Die Rettungskräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind inzwischen in vielen Freibädern unverzichtbar.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
