Im Thüringer Gastgewerbe arbeiten immer mehr ausländische Personen

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Von Andreas Hummel, Christian Rüdiger

Erfurt - Die Lücke an Fachkräften im Thüringer Gastgewerbe hat die Branche verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt.

Im Thüringer Gastgewerbe ist die Zahl an ausländischen Arbeitskräften deutlich gestiegen. (Symbolfoto)
Im Thüringer Gastgewerbe ist die Zahl an ausländischen Arbeitskräften deutlich gestiegen. (Symbolfoto)  © Martin Schutt/dpa

Die Zahl sei um 63 Prozent gestiegen, informierte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Außerdem arbeiten mehr Beschäftigte in Minijobs. Ihre Zahl stieg demnach von 15.600 im Jahr 2019 auf 17.300 im vergangenen Jahr. Mit einem Medianentgelt von 2450 brutto im Monat gehöre das Gastgewerbe zu den Branchen mit niedrigerem Einkommen, hieß es.

Den Angaben nach wirken die Folgen der Corona-Pandemie nach. Damals war das Gastgewerbe besonders stark von Schließungen betroffen. Viele Beschäftigte wechselten in andere Branchen. Dort würden sie häufig besser bezahlt und hätten familienfreundlichere Arbeitszeiten. Viele Fachkräfte seien deswegen nach der Pandemie nicht in die Branche zurückgekehrt, hieß es.

Insgesamt gebe es rund 22.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche. 2024 seien nur etwa halb so viele freie Stellen gemeldet worden wie 2019.

Das Gastgewerbe in Thüringen müsse laut Bundesagentur für Arbeit neue Wege gehen, um Fachkräfte in der Branche zu halten. (Symbolfoto)
Das Gastgewerbe in Thüringen müsse laut Bundesagentur für Arbeit neue Wege gehen, um Fachkräfte in der Branche zu halten. (Symbolfoto)  © Carsten Koall/dpa

Regionaldirektion rät zu neuen Wegen in der Fachkräftesicherung

Laut Arbeitsmarktexperten könnte das daran liegen, dass die Betriebe inzwischen mit kleinerem Personalbestand arbeiten, ihre Öffnungszeiten eingeschränkt haben sowie angesichts schwacher Konjunktur und steigender Kosten auf Neueinstellungen verzichten. 

"Um den Fachkräftebedarf zu sichern, wird das Gastgewerbe neue Wege gehen müssen", erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens.

"Dazu gehören Qualifizierungen eigener Beschäftigter, moderne Arbeitszeitmodelle und angepasste Geschäftsmodelle. So kann der Personalbedarf besser gedeckt werden", betonte Behrens.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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