Ladesäulen für Mehrfamilienhäuser in Thüringen: So gibt es Fördergeld
Von Stefan Hantzschmann, Christian Rüdiger
Erfurt - Wohnungswirtschaft und Eigentümergemeinschaften können sich Ladeplätze für E-Autos fördern lassen.
Darauf macht Thüringens Energieminister Tilo Kummer (57, BSW) aufmerksam. "Wer direkt am Wohnort laden kann, ist unabhängiger und kann spürbar Kosten sparen. Bisher profitieren vor allem Eigenheimbesitzer, aber das ändert sich mit der neuen Förderung", teilte Kummer in Erfurt mit. Insgesamt rund 500 Millionen Euro stelle der Bund zur Verfügung. Bestimmte Voraussetzungen für die Förderung gibt es allerdings.
Nach Angaben des Energieministeriums richtet sich die Förderung an Bestandsgebäude mit mindestens drei Wohneinheiten und sechs Stellplätzen, die Lademöglichkeiten erhalten. Das Geld ist vor allem für die Vorverkabelung und die Installation von Ladeinfrastruktur vorgesehen.
Eine weitere Voraussetzung ist auch, dass die Systeme netzdienlich sind und ein integriertes Last‑ und Lademanagement haben. Ziel sei es, erklärte das Energieministerium, den aktuellen Bedarf zu decken und für später eine Erweiterung der Ladeinfrastruktur vorzubereiten.
Je nach Zielgruppe müssen Anträge bis zum 10. November gestellt werden oder im wettbewerblichen Verfahren für größere Wohnungsunternehmen bis zum 15. Oktober.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa