Von Jana Kieseyer
Erfurt - In Thüringen hat es in diesem Jahr bisher einen Badetoten gegeben. Damit ist die Zahl der Badetoten zwischen Jahresbeginn und Ende Juli im Vergleich zum Vorjahr um vier gesunken, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.
Laut der Bilanz handelt es sich um eine männliche Person, die im See ertrunken ist.
Bundesweit waren die meisten Badetoten männlich – der DLRG zufolge über alle Altersgruppen hinweg 85 Prozent. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte, dass leichtsinniges Verhalten – etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – zu besonders vielen Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern führt.
"Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren", erklärte Vogt.
Laut der Bilanz der DLRG gab es bisher bundesweit 15 Badetote mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den ersten sieben Monaten des Jahres seien mindestens 261 Menschen in den Gewässern ums Leben gekommen. Fast 40 Prozent der Fälle (101) ereigneten sich demnach im Juni. Über 100 Badetote im Monat Juni gab es zuletzt vor 23 Jahren, wie es hieß.
In den Wochen nach der extremen Hitzewelle Ende Juni verzeichnete die DLRG nach eigenen Angaben weniger Todesfälle. Doch auch im Juli seien mit 59 Menschen sechs mehr ertrunken als im Vorjahresmonat.