Mehr Unterricht, weniger Ausfall: Maßnahmen in Thüringen zeigen Wirkung
Von Stefan Hantzschmann
Erfurt - Der Unterrichtsausfall an Thüringens Schulen ist leicht zurückgegangen.
In einer Erhebungswoche im März fiel 9,1 Prozent des Unterrichts ersatzlos aus, wie das Thüringer Bildungsministerium mitteilte. In der Frühjahrserhebung ein Jahr zuvor, also 2025, hatte der Anteil noch bei 11 Prozent gelegen. An den berufsbildenden Schulen ging der ersatzlose Ausfall von 9,9 Prozent auf 8,7 Prozent zurück.
Thüringens Bildungsminister Christian Tischner (44, CDU) wertete den Rückgang als Erfolg. "Die Erhebung zeigt, dass die verbesserte und schnellere Einstellungspraxis sowie die optimierte Personalsteuerung Wirkung entfalten. Gleichzeitig gilt weiterhin: Jede Unterrichtsstunde, die ausfällt, bleibt eine zu viel", sagte der CDU-Politiker in einer Mitteilung.
Im Vergleich zur Herbsterhebung blieb der Unterrichtsausfall auf ähnlichem Niveau – damals lag der Unterrichtsausfall bei 9,2 Prozent. "Der positive Trend bei der Unterrichtsversorgung war keine Momentaufnahme, sondern hat sich über das gesamte Schuljahr bestätigt. Dass der sonst übliche Anstieg zwischen Herbst und Frühjahr in diesem Jahr ausgeblieben ist, ist ein sehr gutes Zeichen", erklärte der Minister.
In Thüringen gibt es seit Jahren einen Lehrermangel. Besonders groß ist der Bedarf an Lehrkräften an Regelschulen im ländlichen Raum.
Titelfoto: Michael Brandt/dpa